09. Februar 2012 19:37 | |||||
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Mitglied seit: 08.11.2006
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
Wer in den USA journalistisch arbeiten will, braucht ein Visum. Das US-Konsulat residiert im Hotel Marriott in Wien. Im Stiegenhaus sitzen Wartende. Nur wer einen Termin vereinbart hat, darf hinein, aber erst zur vereinbarten Zeit. Wer zu früh kommt, muss draußen warten.
Zu vereinbaren ist der Termin bei einem Call-Center, zwei Euro 40 die Minute kostet der Anruf. Weil so viel zu fragen ist, dauert der Anruf eine Weile. Das Visum kostet 89 Euro 08 Cents.
Im Konsulat wird alles einkassiert, was gefährlich werden könnte: Handys, Autoschlüssel mit Fernsteuerung und so. Der Metalldetektor spürt letzte Waffen auf. Dann gelangt man durch eine dicke Metalltür in den Wartesaal.
Wer am Schalter den Visums-Antrag abgegeben hat, muss warten. An der Wand hängt eine Liste mit allen Terrororganisationen dieser Welt. Wer dort Mitglied ist, kann gleich wieder gehen.
Einzeln werden die Antragsteller aufgerufen, zum persönlichen Interview. Das findet vor allen Leuten statt. Von der Wand lachen Portraits von Präsident George Bush und Condoleezza Rice, seiner Außenministerin über den deutschen Akzent der Antragsteller.
Wie ein armer Sünder steht man vor dem Glasschalter und muss erklären, warum man in die USA will, wo man wohnen wird, ob man schon einmal dort war, ob man dort arbeiten will, wenn ja warum und wo. Ein grün leuchtendes Kästchen registriert erst die Abdrücke der acht Finger beider Hände, dann die beiden Daumen. Man kann nie wissen.
Die Prozedur erinnert an frühere Zeiten. Ingeborg Bachmann musste ein französisches Visum beantragen, um Paul Celan in Paris zu besuchen. Ob sie auch Fingerabdrücke zurücklassen musste?
Entscheidend ist der letzte Satz des freundlichen Beamten: "Ihr Visum geht morgen zur Post". Ja dann.