10. Februar 2012 07:25 | |||||
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Mitglied seit: 07.01.2008
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
Seien wir uns ehrlich: Die Zeiten, als meine Mutter barfuß über Stoppelfelder laufen konnte, sind vorbei. Unser Fuß hat sich vom natürlichen Untergrund verabschiedet. Für immer. Asphalt-, Beton- und Schotterpisten sind nun mal nix für bloße und von Socken verwöhnte Füße, und schon gar nix für unsere Wirbelsäule. Deshalb: der moderne gedämpfte Laufschuh.
Trotz dem und der drohenden Bienenstiche bekomme ich immer spätestens Anfang Mai das Bedürfnis, mein Schuhwerk abzustreifen, um das frische grüne Gras zu spüren und den weichen Boden, wenn ich meine heimische ländliche Laufrunde zwischen Wiesen und durch Wälder besonders genieße.
So kam es mir gelegen, dass findige Sport- und Gesundheitsschuh-Spezialisten „Zurück zur Natur!“ riefen und nun ein paar beachtenswerte Fußkleider erfanden, die das „Barfußlaufen“ möglich machen sollen. Also das Gefühl, den Untergrund und dessen natürliche Schwingung zu spüren und auf diese Weise die Koordination trainieren und (Fuß-)Muskeln, die aufgrund supergestützten und –gedämpften Schuhwerks sich schon lange zur Ruhe gesetzt hatten.
Der ersten dieses Typs, „Nike Free“ waren zum Zeitpunkt meiner Anfrage (noch) nicht erhältlich, und irgendwie sahen sie mir auch zu sehr nach „Turnschuh“ aus, als dass ich dem später noch mal nachgegangen wäre. Dann entdeckte ich Five Fingers und war begeistert: sie schienen nicht nur meinen Barfußwunsch zu erfüllen, sondern sehen auch superwitzig aus. Bei der Anprobe aber herbe Enttäuschung: Nicht nur, dass es relativ schwierig war, 10 Zehen in die richtige Parklücke zu bringen, es fühlte sich dann auch trotz weichen Materials sehr unbequem an zwischen den Zehen - und vor meinem geistigen Auge erschien die schmerzende aufgeriebene Haut, die mir Flip Flops bescheren.
Danke, nein, aber da war noch ein Barfußschuh: Feelmax. Da sind alle Zehen in gewohnter Gemeinschaft, und die Leichtigkeit und dünne „Sohle“ versprach Barfuß-Laufgefühl. Her damit!
Meine Testzusammenfassung – Gehen und Laufen:
Alltag: Der Geh-Alltag auf harten Böden ist ein bisschen seltsam, weil man sich „nacktfüßig“ fühlt, obwohl sie wie Sportschuhe aussehen und nicht auffallen. Man fühlt jede Unebenheit (so soll es schließlich sein), jedes kleine Steinchen (aua).
Laufen: Laufen auf Asphalt ist selbstverständlich tabu (Wirbelsäule...!). Meine ländliche Laufrunde war von gemischten Gefühlen begleitet. Koordination und Konzentration (!) werden auf alle Fälle geschult. Der Blick ist immer auf den Boden gerichtet, denn Wurzeln, zerbrochene Ziegel oder Steinchen im Waldboden können unangenehm sein. Wiesenwege sind perfekt und auch in hohen Pulsbereichen hatte ich nie das Gefühl von Anstrengung. Auf alle Fälle müssen diese Schuhe mit ins Urlaubsgepäck – denn auch ein Strandlauf ist sicherlich ein Hochgenuss.
Fazit: Ein konsequentes „Zurück zur Natur“ ist in unserem Leben für die Füße unmöglich geworden, aber auf ausgesuchten Laufstrecken optimal für Wohlgefühl und Gesundheit.
Wie auch immer: Lüften Sie wieder mal Ihre Füße!
Ihre Trainerin