10. Februar 2012 15:32 | |||||
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Mitglied seit: 23.10.2006
Hobbys: fußball |
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
... oder eine Quietsche-Ente namens Jimmy
Edmonton/Kanada 23.19 Uhr (was in Österreich so viel wie 07.19 in der Früh ist) - also: Guten Morgen von der U-20-WM.
30 Stunden in einem Stück sollte man nicht wach bleiben: Abfahrt Graz, Abflug Wien, Landung London, Hotelsuche in London, vertröstet werden in London, bis auf zwei Stunden schlaflos in London, Abflug nach Toronto, Ankunft, Cheesburger und Abflug nach Edmonton, Ankunft, Taxifahrer mit kanadischen Dollars zum Rasen bestochen, Sekunden nach Anpfiff im Stadion: ÖSTERREICH gegen GAMBIA.
1:0, 1:1, 2:1 - Österreich im Viertelfinale - und ja, das darf man sich jetzt auf der Zunge zergehen lassen - im Viertelfinale einer FUSSBALL-WELTMEISTERSCHAFT!!!
Was diese jungen Fußballer vor etwas mehr als 18.000 Menschen (gezählte 17 Österreich-Fans auf der Haupttribüne) gezeigt haben, macht Lust auf mehr. Sebastian Prödl, bei der WM in der Rolle des Kapitäns, erledigte das 1:0 per Kopf. "Mein Bruder hat mich vor der Partie angerufen und gesagt, dass ich eines mit dem Kopf machen werde." So weit, so geil. Lieber Bruder Prödl, wir warten auf weitere Instruktionen.
Über das 1:1 ärgerte sich Teamchef Paul Gludovatz nach der Partie: "Ein Wahnsinnsschnitzer von Harnik. Eine Frechheit. In der Pause habe ich ihn noch gewarnt davor und dann macht er im Strafraum genau den Fehler: Dreht sich in die falsche Richtung, bringt den Ball nicht weg - und Tor." Nachsatz zu uns Journailsten: "Das dürfen Sie ruhig schreiben." Keine fünf Minuten später musste Harnik ob seines Fehlers den Platz verlassen - Austausch gegen Stürmer Jimmy Hoffer, der den Ball zum 2:1 in die Maschen zwang.
Standing-Ovations der 17 Fans, ausgelassene Jungkicker auf dem Feld.
Die Stimmung in dieser Mannschaft ist wirklich vom feinsten. Keine zwei Stunden später saß der Teamchef bei einem Glas Rotwein und man nahm ihm ab, dass er leidet. "Meine Burschen sind alle heiß auf einen Einsatz, aber leider kann ich nur elf auf das Feld schicken."
So, der Teamchef beschäftigt sich zur mitternächtlichen Stunde bereits mit dem Viertelfinal-Gegner USA. Und ich habe gerade im Badezimmer etwas besonders entdeckt: Eine Quietscheente. Ich nenn sie Jimmy, in Anlehnung an den Jimmy Hoffer, der nicht nur Österreich ins Viertelfinale geschossen hat, sondern auch meinen Aufenthalt in Kanada verlängerte. Morgen gehts wieder retour nach Toronto, wo am Samstag die USA wartet. Jimmy kommt mit! Ja, beide!
Michael Pech (Edmonton)