10. Februar 2012 09:25 | |||||
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Hobbys: fußball |
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Unbedingt wollte man ihn nach Berlin lotsen – mit allen Mitteln. Zuerst ein Kurztrip in die deutsche Bundeshauptsstadt, dann die Einladung zum Probetraining – und der SK Sturm wurde offiziell nie darüber informiert. Doch Sebastian Prödl beweist mit seinen 20 Jahren sein schwarz-weißes Herz und bleibt in Graz – zumindest bis zur Euro 2008. Eine gute Entscheidung – für ihn, Sturm und vor allem das österreichische Nationalteam.
„Wenn ich von etwas nicht 100 Prozent überzeugt bin, dann mache ich es nicht. Und das war der Fall", lautete seine Begründung. Dies zeugt von Reife und Bodenständigkeit und zeigt, dass es auch ohne Manager geht. Mit seinen Leistungen überzeugt Prödl Woche für Woche in der heimischen Liga, der Stammplatz bei den „Blackies“ ist ihm sicher. Angesichts des akuten Verteidigermangels scheint das Stammleiberl im ÖFB-Team auch nicht mehr fern. Bereits am Mittwoch kann Prödl gegen Tschechien auch Teamchef Hickersberger überzeugen. So gesehen war das Risiko einfach zu groß, dies alles aufs Spiel zu setzen und nach Berlin zu übersiedeln. Nicht umsonst haben etliche hoffnungsvolle Talente von Hertha BSC in jüngster Vergangenheit die Flucht ergriffen...
Die EM im eigenen Land rückt immer näher und mit ihr die Chance, sich international zu präsentieren – dies dürfte auch Prödl im Hinterkopf gehabt haben. Sturm könnte sich umso mehr freuen, da aus Erfahrung die Marktwerte von EM- bzw. WM-Spielern eklatant steigen. Vielleicht wird dann auch der Traum von Sturm-Boss Rinner wahr, wenn für Sturms jungen Abwehrchef tatsächlich 5 Millionen Euro Ablöse in die Klubkasse fließen.
Thomas Huber