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25. April 2014 06:06
Florinda Ke Sophie
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Album "Vernissage Hanna Scheibenpflug"
von MIAZWOA am: 06.07.2009, 18:06 Uhr

Wir laden dich und deine Freunde herzlich ein zur Vernissage und Ausstellung „S T E I N Z E I T  -  WEIL ICH NICHT IM GLASHAUS SITZE“ der Malerin Hanna Scheibenpflug (Niederösterreich)Am Donnerstag 09.07.09 um 19hin der Galerie Blaues AtelierSchörgelgasse 8 am Dietrichsteinplatz, 8010 GrazDie Ausstellung ist bis zum 25.07.09 zu sehen. Öffnungszeiten: Mi, Do, Fr 14-18h und Sa 11-16h, sowie auf tel. Anfrage bei Florinda unter Tel.: 0650 8171610www.galerie-blaues-atelier.atS T E I N Z E I T  -  WEIL ICH NICHT IM GLASHAUS SITZE„Das Malen ist Egoismus pur“ sagt Mag. Hanna Scheibenpflug, die sich als Künstlerin Hannana nennt und 1955 in Wien geboren wurde, wo sie später ihr Studium an der Universität für angewandte Kunst absolvierte. Hinter dem Egoismus, der ihr persönliches Glashaus sein könnte, in dem sie nicht sitzen mag, weil sie es draußen in der Natur viel schöner findet und sich dort gerne inspirieren lässt, steht für sie die zentrale Frage nach dem „woher komme ich und wohin gehe ich“. Warum aber ausgerechnet Steine malen, um in die Höhle der Suche nach Selbsterkenntnis einzutauchen? Hanna Scheibenpflug erhellt diese Frage folgendermaßen: „Steine, Gebirge, Höhlen ...sind sie etwas Alltägliches? Sie erzählen die Geschichte dieser Erde und Geschichten inspirieren mich. Steine zählen zu den bevorzugten Motiven meiner Bilder, weil sie viele Parallelen zum menschlichen Dasein haben.“Metaphorisch vergleicht Hanna Scheibenpflug die Menschen mit Steinen:“ Sie werden durch Naturgewalten aus dem Erdinneren geboren, zu Gebirgen aufgetürmt, der Verwitterung ausgesetzt, abgebrochen, rollen zu Tal, werden schlussendlich zu Sand feingerieben und wieder Teil der Erde.
Ein raukantiger Brocken wird durch das Geschiebe im Fluss langsam zum
Kiesel abgerundet. Manchen Steinen geben wir als Edelsteinen einen besonderen Wert, andere enden vorläufig als Schüttmaterial.
Es gibt Steine in unendlich vielen Farbnuancen, die oft erst durch das
Wasser zum Leuchten gebracht werden. Sie sind von Moosen und Flechten bewohnt, dienen als Behausung und Schutz. Sie markieren Grenzen, dienen religiösen und heilenden Riten, sie werden von uns mit Füßen getreten - manche landen auch als Kunstwerk im Museum.“
In der aktuellen Werkschau „Steinzeit“, die sich nicht auf die erste Epoche menschlichen Wirkens mittels Werkzeug aus Stein bezieht, widmet sich HannaScheibenpflug der Vielgestaltigkeit von Steinen und lenkt damit unseren Blick auf etwas, was wir manchmal am Wegrand liegen sehen und unserer Aufmerksamkeit entgehen lassen, weil uns Steine als unbelebt erscheinen, obwohl sie Informationen in sich tragen.Eine besondere Arbeit ist das Werk „Cenote“, das in Zusammenhang mit der untergegangenen Kultur der Mayas auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán steht und ein schachtartiges Kalksteinloch zeigt, das durch den Einsturz einer Höhle entstanden und mit Süßwasser gefüllt ist. Cenoten entstehen in Karstgebieten. Durch die Auflösung des Kalkgesteins bilden sich Höhlen und unterirdische Wasserläufe. Brechen die Decken dieser Höhlen ein, so entstehen Tagöffnungen, die bis zum Grundwasser reichen und sich mit Regenwasser füllen können. Man nimmt an, dass dieses Höhlensystem, das zum größten Teil unter Wasser steht, der Grund für die Entwicklung der Maya-Zivilisation besonders im nordwestlichen Teil von Yucatán war. Die Maya nutzten die Cenoten als Brunnen, sie dienten damit der Wasserversorgung. Auf  Yucatán gibt es mehr als 3000 Cenoten. Sie besitzen im Durchschnitt eine Tiefe von etwa 20 Metern, vereinzelt auch von einigen 100 Metern. Die Maya betrachteten die Cenoten aber auch als Eingänge zur Unterwelt, die sie Xibalbá nannten. In Xibalbá verweilten nach dem Glauben der Maya die Ahnen so lange, bis sie diesen Ort nach bestandenen Prüfungen, Kämpfen und auferlegten Leiden verlassen durften. Selbstmörder, Geopferte und Frauen, die im Kindbett starben, stiegen direkt zu den Göttern auf und mussten nicht erst in Xibalbá verweilen.Das Werk „Cenote“ zeigt uns also eine Zwischenwelt, gekennzeichnet von einem undurchdringlichen Schwarz, das uns andeutet, die Höhle der Suche nach Selbsterkenntnis ist manchmal sehr finster. Wer sich in diese Höhle begibt, braucht den Mut dem Nichts oder aber der Fülle von Erfahrungen zu begegnen und das auch aushalten zu können. In dem Gemälde „Cenote“ schaltet Hanna Scheibenpflug für uns die Stirnlampe der Speläologen ein und schenkt uns Einblick in das oder auf das, was kryptisch erscheint. Sie bringt uns in die Irritation der malerisch manifestierten Illusion, nicht zu wissen, ob man auf eine beleuchtete Höhlenwand sieht, die einen nicht erhellten Spalt aufweist, oder ob man aus der Vogelperspektive eine durchlöcherte Landschaft betrachtet, in die man hinein fallen könnte.Wenn Hanna Scheibenpflug als Künstlerin nicht im Glashaus sitzt, sich also in keiner heiklen Situation befindet, in der man nichts Unüberlegtes tun sollte, dann wohl deshalb, weil sie neben Experimentierfreude und Spontanität auch eine sehr „behirnte“  Strömung in sich weiß, die optische Delikatessen entstehen lässt, ohne ihren künstlerischen Freiheitsanspruch zu verleugnen, zu malen, was ihr eben gefällt und was abseits vom Mainstream liegt. © Text, Florinda Ke Sophie, Graz 2009 

 

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Hanna Scheibenpflug in der Galerie Blaues Ateliere, Graz. Kunstverein MIAZWOA.
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Hanna Scheibenpflug in der Galerie Blaues Ateliere, Graz. Kunstverein MIAZWOA.
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Hanna Scheibenpflug (Hannana) in der Galerie Blaues Atelier, Graz. Kunstverein MIAZWOA.
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Hanna Scheibenpflug (Hannana) in der Galerie Blaues Atelier, Graz. Kunstverein MIAZWOA.
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Hanna Scheibenpflug (Hannana) in der Galerie Blaues Atelier, Graz. Kunstverein MIAZWOA.
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Hanna Scheibenpflug (Hannana) in der Galerie Blaues Atelier, Graz. Kunstverein MIAZWOA.
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Hanna Scheibenpflug (Hannana) in der Galerie Blaues Atelier, Graz. Kunstverein MIAZWOA.
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Hanna Scheibenpflug (Hannana) in der Galerie Blaues Atelier, Graz. Kunstverein MIAZWOA.
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Hanna Scheibenpflug (Hannana) in der Galerie Blaues Atelier, Graz. Kunstverein MIAZWOA.
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Hanna Scheibenpflug (Hannana) in der Galerie Blaues Atelier, Graz. Kunstverein MIAZWOA.
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