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19. April 2014 01:14
Florinda Ke Sophie
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Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.

Mit der Bitte um Ihr Verständnis,

Das Team von Kleine Zeitung Digital

von MIAZWOA am: 04.04.2010, 11:57 Uhr

www.galerie-blaues-atelier.at

Herzliche Einladung zur Ausstellung

„giu´ le mutande  - Höschen runter" - 

 

 

Aktmalerei Johann Schrittwieser 

Eröffnung: Mittwoch 07.04.2010 um 19h,

Florinda Ke Sophie

Ort: Galerie Blaues Atelier

Schörgelgasse 8 am Dietrichsteinplatz,

8010 Graz 

Ausstellungsdauer: 08.04.-06.05.2010

Öffnungszeiten: Mi, Do, Fr 14-18h, Sa 11-16h

und nach tel. Vereinbarung,

Kontakt: Florinda Ke Sophie 0650/8171610,

 

 

florinda@inode.at und

 

www.galerie-blaues-atelier.at  

Der seit 1995 international ausstellende Künstler Johann Schrittwieser, geb. 1950, lebt und arbeitet in Wartberg. Er wirkt als Maltherapeut im Rehab-Zentrum Aflenz, ist Kursleiter an der VHS und hält Privatkurse. Seine künstlerische Aus- und Fortbildung absolvierte er in Österreich unter Prof. August Swoboda, Prof. Engelbert Habersberger, Bernhard Vogel und in Venedig bei Prof. Edda Mally, am Institut für Farbgestaltung. Schrittwiesers Œuvre umfasst neben der Aktmalerei in Acryl und Aquarell auch Landschaftsmalerei, die Darstellung von Orten, Städten und Begebenheiten, expressive Abstraktionen und figuralen Realismus, durchzogen mit graphischen Momenten.

„giu´ le mutande  - Höschen runter" 

Die Kunst ist frei. Meine Damen, bitte fühlen Sie sich nicht angegriffen (!) und erlauben wir uns daher freizügig-kritische Blicke auf langbeinig, unverhüllte, barbusige, Strapslose- oder Strapstragende Schöne mit sehr viel Sex-Appeal. Es ist nur Fantasie. 

Der Blickwinkel des Malers, also seine Entscheidung, etwas auf eine bestimmte Art und Weise zu zeigen, darzustellen, was man sonst nur innerhalb intimer Zwei- oder Mehrsamkeit zu sehen bekommt, zwingt uns Erotisches zur Auseinandersetzung auf. Blöße, unbekleidet sein – noch immer ein heikles Gebiet? Kann die Nacktheit des unbekleideten Menschen nur ausgezogen wirken? Oder ist da immer ein mehr, was über die Ästhetik der Schlanken, eines im Zeitalter zahlreicher Mager-oder Fettsuchterkrankten und deshalb fragwürdigen Ideals, hinausreicht? Sind diese langen, manchmal provokant gespreizten und damit zum eindringen auffordernden Beine und wohlgeformten Brüste nur schön anzusehen? Und ist es das, was uns selbst unser Spiegelbild wiedergeben würde? Müssen wir bei der Betrachtung nicht in einen inneren Widerstand geraten? Jedenfalls als Frau. 

Der Maler Schrittwieser zeigt uns Makellosigkeit. Ist sie beabsichtigt, weil es DAS im realen Leben SO sehr selten gibt? Ist es sein Traum, ist es sein Wunsch der Schönen ohne das Biest zu begegnen? Ist es unser Wunsch? Oder malt er es, weil er das kann, was nicht jeder malen kann? Und ist es wirklich nur schön? Oder wird da auch in Frage gestellt, was uns die Medienindustrie als erstrebenswerte Leitbilder einer Gehirnwäsche gleich, wie selbstverständlich auftischt, um das gängige Konsumverhalten zu manipulieren und damit viele Frauen in die Hände von Chirurgen, Schönheitsfarmen und zu Schlankheitskuren treibt? Verspielt, feminin, verführerisch, scharfe Nächte versprechend, heiß durch den Winter und allzeit bereit, das magische Dreieck ohne Scham präsentierend, ist das Weib in Szene gesetzt. Endlich ist Schluss mit der langweilig-welligen Orangenhaut an prekären Körperstellen der Wohl-Fühl-Frauen im trendy-sexy-style einer „aufgeklärten“ ich-möchte-gern-ganz anders-sein Zeit. 

Doch friktionsfrei sind Schrittwiesers Werke deshalb nicht, weil er nur zeigt, was wir ohnehin ständig sehen, ohne es wirklich zu merken. Auf den Collagen setzt der Maler das Objekt Frau in Beziehung zu Begriffen rund um die Sexualität und in Beziehung zum eigenen Geschlecht - Graphik, Aquarell und Fotomontage kombinierend, entstehen voyeuristisch anmutende Szenen, in denen sich die Akteurinnen aus unterschiedlichen Positionen zu betrachten und auch zu berühren scheinen. Durchsichtig gläsern und zerbrechlich wirkend, überlagern und überschneiden sie sich. Und immer wieder tauchen rote Farbkleckse auf den Oberflächen der Bilder auf, wie ein stark verhaltener Blutrausch, der irgendwann zum Ausbruch kommt. Farbspritzer der Leidenschaft und Lust, Fruchtbarkeitskleckse, oder vielleicht auch Schmerzkleckse, die sich als Wiedererkennungsmerkmal durch den Malzyklus erotischer Werke Schrittwiesers ziehen. 

© Florinda Ke Sophie, Graz 2010 
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