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Raucher am: 21.10.2006, 14:48 Uhr
Ich habe es gewusst: Der erste Tag wird die Hölle. Alles in mir verlangt nach Nikotin. Ich bin schlichtweg auf Entzug. Und das bedeutet für meine Mitmenschen nichts Gutes - ich bin nämlich unausstehlich! Mein Grant trifft Unschuldige, aber ich kann esnicht ändern. Ich hoffe, meine Umwelt verzeiht mir.Ich habe den Rat meiner Kollegin, einem lieben Menschen zuversprechen, mit dem Qualmen aufzuhören, beherzigt. Und ichglaube, das war ein guter Tipp. Da ich schon öfter mit dem Rauchen aufgehört habe (siehe Mark Twain), weiß ich ganz genau, was sich in diesen Tagen in meinemKörper bzw. Kopf abspielt. Bereits 15 Minuten nach der letzten Zigarette forderte der Körper Nikotin. Weil er es nicht bekam, reagierte er entsprechend "patzig". Daheim nicht zu Rauchen ist kein Problem. Das habe ich vorherauch nicht getan. Aber sobald ich in die Nähe meines Arbeits-platzes komme, meldet sich mein Rauchergedächtnis und willmich zu einer Zigarette "überreden". Dieses Rauchergedächtnisführt wie eine vielspurige Autobahn mitten durch das Gehirn. Jetzt gilt es, Seitenstraßen zu befahren. Das lernt man in Seminaren. Und es stimmt!Wie ich den heutigen Tag verbringe? Da ich arbeiten muss, ist die Gefahr eines Rückfalles groß. Aber ich weiß, dass ich durchhalten werde. Später werde ich Einkaufen gehen - viel Obst, Nüsse zum Knabbern. Dann werde ich mir einen Tee aufstellen. Ich weiß, dass meine Geschmacksnerven innerhalb weniger Tage wieder viel mehr empfinden werden. Darauf freue ich mich. Und auch darauf, morgen früh mit einem guten Gefühl aufzuwachen. Ich war stärker als die Sucht! Zumindest am ersten Tag.

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