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25. Mai 2012 06:10
Helena Wallner und Bernd Melichar
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Keine Träume von Riesen-Zigaretten
von Raucher am: 22.10.2006, 11:00 Uhr
Der erste Tag ist also geschafft - und die erste Nacht ebenfalls. Ja, es stimmt tatsächlich: Wenn man auf Entzug ist, träumt man mitunter von riesigen Zigaretten! Ich habe das schon erlebt, bei früheren Versuchen, mit dem Rauchen aufzuhören.Aber diesmal kein Traum von Zigaretten, sondern von einer schönen Almgegend, auf der ich dahinspaziere. Ob das ein gutes Zeichen ist? Keine Ahnung. Jedenfalls habe ich diese Nacht auch ohne Schweißausbrüche überstanden und bin mit einem frischen Gefühl im Mund und im Kopf aufgewacht.Sicher, sofort hat der Körper wieder nach Nikotin verlangt. Darauf war ich vorbereitet. Sicher, noch immer ist es verdammt schwer, nicht zur Zigarette zu greifen. Jetzt kommen Gedanken wie: Warum tue ich mir das eigentlich an? Vielleicht werde ich auch ohne Rauchen krank! Soll ich mir denn überhaupt kein Laster gönnen?Wenn solche Gedanken kommen, muss man versuchen, sie sofort loszuwerden. Ist leicht gesagt! Und schwer getan. Die Kraft des positiven Denkens ist zwar ein vielbemühtes Schlagwort, aber es funktioniert tatsächlich. Ich denke ganz bewusst an schöne Dinge, Erlebnisse, Begegnungen mit Menschen, die mit guten Gefühlen behaftet sind. Ich weiß, dass ich mir neue Denkmuster anlernen muss, in denen die Welt des Rauchens immer mehr in der Hintergrund tritt. Das ist ein ganz bewusster Prozess, den man üben kann und muss.Ansonsten werde ich den Tag heute in der freien Luft verbringen. Draußen herrscht traumhaftes Herbstwetter. Ich werde mich bewegen, mit meiner Familie einen Ausflug unternehmen. Apropos Familie: Auch das ist für mich ein großer Ansporn, es diesmal zu schaffen. Ich habe in den letzten Tagen oft ganz bewusst meinen Sohn (9) angeschaut und mir gedacht: Hey, der kleine Kerl hat eigentlich ein Recht darauf, einen möglichst gesunden Vater zu haben, der ihn noch möglichst lange durch diese turbulente Welt begleitet.So, genug im Haus gehockt. Jetzt gehts ins Freie. Zur Sicherheit nehme ich einige Karotten mit, die ich unterwegs knabbern kann, wenn mich die Gier nach Nikotin wieder überkommt. Und das wird sicher passieren. Aber ich bin vorbereitet darauf.
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