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von RomanHuber am: 05.12.2008, 08:51 Uhr
Nun ist es soweit - die Lufthansa wird die AUA bekommen; Kaufpreis: 366.000 Euro - plus möglicherweise irgendwann 160 Millionen Euro dazu. Als Draufgabe kommen noch 500 Millionen Euro Steuergeld. Damit soll der Weiterbestand der Österreichischen Fluglinie gesichert werden - die Frage ist: Wie?

 

Die Lufthansa garantiert nämlich für gar nichts - ihr Argument: Die Vormals eine Milliarde Euro hohen Schulden; dank Staatszuschuss sind es nur noch 500 Millionen. Bis dato klingt das Verschenken der Fluglinie an den deutschen Mitbewerber noch vernünftig.

Den 500 Millionen Schulden stehen allerdings über 50 Flugzeuge gegenüber. Weiters übernimmt die Lufthansa keineswegs einen maroden Betrieb. 2007 hat die Aua ein Jahresergebnis von 3,3 Millionen Euro eingeflogen. Die Schulden bestanden zu diesem Zeitpunkt schon - von Verkauf war keine Rede.

Die Jahre 2005 und 2006 liefen für das Unternehmen nicht so gut - was ein Minus am Jahresende bedeutete. 2004 lag das EBIT allerdings im Plus - bei 10,5 Millionen Euro.

Es handelt sich demnach bei der AUA keineswegs um einen marode Fluggesellschaft, die - wie die Alitalia - seit Jahren rote Zahlen schreibt. Daher ist ein Verkauf um diesen geringen Betrag - noch dazu an die Lufthansa nicht gerechtfertigt.

Allerdings muss eines klar gesagt werden: Ohne Verkauf ist die AUA in paar Jahren dort, wo die Alitalia heute ist. Die Lufthansa ist für die AUA allerdings der denkbar schlechteste Partner. Die deutsche Fluggesellschaft hat Drehkreuze in Frankfurt und München. Ein weiteres in Wien wird nicht benötigt. Die Flugzeuge werden in den Besitz der Lufthansa übergehen und die AUA wird nur noch Kurzstrecken und Charterflüge bedienen. Der Flughafen Wien - auch in Staatsbesitz - wird damit seine Funktion als Umsteigeflughafen verlieren, eine dritte Landebahn und ein weiterer Ausbau sind damit unnötig - er wird vom Drehkreuz zum Provinzflughafen.

Warum die ÖIAG sich weigert nach der Staatshilfe den Verkaufsprozess neu aufzurollen, ist jedem, der das EU-Recht kennt, schleierhaft. Böse Menschen könnten behaupten, dass es hinter den Kulissen eigene Deals gibt, wie ein Job bei der Lufthansa für Peter Michaelis.

Enden möchte ich mit einem: Good bye, AUA - schade, dass du Opfer der Politik wurdest.

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