10. Februar 2012 05:28 | |||||
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Mitglied seit: 30.04.2009
Geschlecht: männlich Geburtstag: 19.02.1981 Sternzeichen: Wassermann |
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Politifact.com - ein Projekt der St. Petersburg Times - zeigt stãndig aktuell auf, wie es um die Wahlversprechen der Obama-Regierung steht. Und gewann dafür sogar einen Pulitzer-Preis.
Auf meinen letzten Blogeintrag hin habe ich eine nette Mail mit dem Vorschlag bekommen, dass wir eigentlich unsere Politiker auch an den Online-Pranger stellten könnten. An Stelle des Verhaftungsgrundes wäre einfach die Zahl des verbrannten Steuergeldes einzusetzen. Das Problem ist - eine ähnliche Idee hatte schon jemand: die St. Petersburg Times. Das Projekt nennt sich Politifact.com und wurde vor wenigen Wochen mit einem Pulitzer-Preis, der höchsten in den USA vergebenen Auszeichnung für Journalismus, prämiert. Was steckt dahinter? Die Journalisten der Times haben den gesamten Präsidentschaftswahlkampf hinweg die Wahlversprechen Barack Obamas zusammengetragen. Die Zahl wird jetzt überraschen: Es sind über 500.
In akribischer Kleinarbeit hat ein kleines Team von fünf Mitarbeitern, darunter ein Techniker/Webdesigne, diese Versprechen analysiert und für das Internet aufbereitet - heraus kam das Obama-Meter, eine Art Gradmesser dafü, wie weit der Präsident und seine Regierung bei der Umsetzung schon gekommen sind, oder ob sie eher in die Kategorie österreichischer Wahlversprechen ("Nach der Wahl ist vor der Wahl") fallen.
Bislang hat Obama laut Politifact.com 28 Wahlversprechen gehalten, sechs gebrochen, 7 Kompromisse geschlossen, 4 auf Eis gelegt, 63 derzeit in Arbeit und 402 warten noch auf Erledigung. Weil das die Leser vor allem im Wahlkampf zu hunderttausenden auf die Internetseite trieb, haben die Redakteure gleich munter weiter gemacht - und klopfen so nebenbei auch ganz andere Politiker-Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt ab. Die Resultate sind teilweise sehr amüsant - die rotzfrech gelogene Aussage der republikanischen Abgeordneten Michele Bachmann, dass der letzte Ausbruch der Schweinegrippe "ebenfalls unter einem demokratischen Päsidenten" geschah, wurde von den Politifact-Machern schonungslos aufgedeckt:
"The scare began in February 1976 when recruits at Fort Dix, N.J., came down with flu symptoms, and one died. This led to fears of a pandemic. The president in 1976 was Gerald Ford — a Republican."
Das deutsche Magazin "Der Spiegel" hat im Bundestags-Wahlkampf einen Münchhausen-Test eingeführt und Politiker-Aussagen auf den Prüfstand gestellt. Ich habe bei uns in der Kleinen Zeitung vorgeschlagen, die Idee für die Nationalratswahl zu adaptieren...
... no we couldn't.