10. Februar 2012 05:29 | |||||
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Geschlecht: männlich Geburtstag: 19.02.1981 Sternzeichen: Wassermann |
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Meine Zeit bei der St. Petersburg Times ist zu Ende. Ich gebe es zu: Der Abschied von Zeitung und Menschen fiel mir schwer.
Er stimmt, der Spruch mit dem, der eine Reise tut. Die letzten Tage meines Fwllowships bei der St. Petersburg Times waren so schnell vorbei, dass ich mich an Einzelheiten kaum erinnern kann. Deshalb gibt es eine Zusammenfassung in kompakter Form.
Zeitung. Die St. Petersburg Times hat sich als Volltreffer herausgestellt. Auch die New York Times, die Washington Post und das Wall Street Journal standen auf meiner Liste - nur: Wäre ich in den Newsrooms dieser Zeitungen auch so schnell integriert worden? Ich denke nicht. Die Times ist eine exzellente Regionalzeitung, die allerdings auch überregional für Schlagzeilen sorgt: Zwei Pulitzer-Preise, darunter einer für das Politik-Portal polititfact.com, sind der beste Beweis dafür.
Newsroom. Die Kollegen bei der Times sind stolz, mittlerweile unzähliche Preisträger hervorgebracht zu haben. In der amerikanischen Medienlandschaft gilt die Times längst als gern gesehener Zulieferer (von Inhalten und Journalisten) für die "großen" überregionalen Zeitungen, wie die New York Times, oder die Washington Post. Ich wurde mit offenen Armen empfangen, das hat mir imponiert. Meine Befürchtungen als Staubfänger zu enden, haben sich nicht bewahrheitet. Im Gegenteil - ich war ständig eingespannt. Und das war gut so.
Die Stadt. Rund 250.000 Einwohner, darunter viele Studenten (USF) und Pensionisten, die das Leben im "Sunshine State" genießen wollen. Europäische Städte mit 250.000 Einwohner würden wohl ein wenig lebendiger wirken - St. Pete dagegen ist ein angenehm verschlafenes Städtchen. Für mich war das ideal, man lernt schnell Leute kennen, die Stadt gilt als sicher und wer es gerne etwas urbaner hat, fährt die 20 Minuten hinüber nach Tampa.
Die Bilanz. Ich denke, dass ich einen kleinen, wenn auch enthüllenden Einblick in die amerikanische Medienlandschaft bekommen habe. Den meisten Zeitungen geht es derzeit nicht schlecht, sondern miserabel. Dazu trägt das Internet weit mehr bei, als es das bei uns (bislang) tut. Die Entwicklung ist aber nicht aufzuhalten. Der amerikanische Journalismus ist härter, direkter und unverblümter.
Letzte Worte. Am letzten Abend habe meine Kollegen noch eine kleine Party für mich geschmissen. Das fand ich besonders nett, denn "Interns" und "Fellows" gibt es auch bei amerikanischen Medien wie Sand am Meer. Einen kleinen Eindruck muss ich also doch hinterlassen haben. Meine Kollegin Emily Nipps hat dazu ein nettes kleines Begleitschreiben verfasst -
"He taught us about North Korea's totalitarian regime and the European health care system. We taught him where to get the best cranberry & wodkas and the art of ordering cupcakes from Cupcake Spot. He dazzled us with his masterful use of the English language, his smart humor in stories about elderly dogs, child heroes and horse patrols. We amazed him with our love of one-sentence paragraphs and weekly paychecks.