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von bernd1956 am: 17.07.2006, 20:45 Uhr
ihn vorstellen zu wollen, wäre sicher so überflüssig wie eulen nach athen oder chansonniers nach paris zu tragen...;-) ich hab wieder einmal reingehört und bin tief berührt von einem seiner schönsten lieder, "la carte du tendre" (vielleicht mit "landkarte der liebe" zu übersetzen):

flussaufwärts, entlang
der ufer des zusammentreffens
bis zu den quellen der verzauberung
dort sieht man im anbrechenden tag,
wie sich ein traumland öffnet:
das zärtliche land der liebenden.
man geht los, mit herzen bebend
vom glück, gemeinsam aufzubrechen,
ohne zu wissen, was einen erwartet.
so beginnt die reise
quer durch die klippen und luftspiegelungen
der liebe und ihrer wirrungen.

wildbäche der verleumdung
zerreißen jäh die stille
und versuchen alles mitzunehmen.
und dann riskiert man schiffbruch,
wenn einen der wind zu den
inseln der untreue trägt.
anderswo treibt einen die strömung
zu den felsen der zwietracht
und des einander-nicht-ausstehen-könnens.
schließlich wird die gegend kahl:
das ist die wüste der gewohnheit,
wo der überdruss alles zerstört hat.

wenn der weg zu lang wird,
kommt der rastplatz der lüge,
die herberge ?zur eifersucht?:
man sättigt sich dort mit rachsucht
und betrinkt sich mit bitterkeit,
die überheblichkeit leistet dabei gesellschaft.
aber während alles den bach runter zu gehen scheint,
lässt der fluss weiter sein lebendes wasser fließen,
und man bricht wieder ins unendliche auf,
bis man an der küste der zärtlichkeit
den garten entdeckt, wo man sich niederlassen kann:
das gelobte land des vergessens

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