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von esel am: 19.08.2010, 19:37 Uhr

als er heute von der leiter stieg, die brillen und er eingedeckt in von schweistropfen getränkten mauerstaub flog gerade ein spatz neben ihm vorbei. der spatz stieß einen vorlauten piepser aus und verschwand. genau so verschwand der schremmhammer in seiner box,  er stieg ins auto - startete und fuhr in die untergehende sonne.

morgen ist ein 20.igster ein besonderer jahrestag - er lächelte in sich hinein - an der windschutzscheibe klebten sieben mücken...

9 Kommentare   Kommentieren
http://meinekleine.kleinezeitung.at/esel/stories/398620/modTrackback
Kommentare
dass fliegen so beissen können...
von rebella am: 19.08.2010, 19:56 Uhr
..denkt sie sich verärgert, es reicht doch, wenn sie mich frühmorgens mit gesumse wecken. nein, beissen auch noch, puh....

aber jetzt bin ich schon mal munter und was fällt mir als erstes ein? dass morgen der 20. ist und ich immer noch kein geschenk hab. vielleicht ein anti-fliegen-beiss-mittel?

haha und patsch. er trifft sieben mücken auf einen streich und ich hau bei einer einzigen fliege daneben. ich bin eine traum-frau, die sich nicht einmal ihre fliegen selbst derschlagen kann...

die fliege ist wohl benommen oder so, keine belästigung mehr...

ihr wär ja viel mehr nach vor-sich-hinträumen als nach fliegenpatschen, - und das tut sie jetzt auch. morgen vor sieben jahren... da hats zoooooooom gemacht...
there´s
von esel am: 19.08.2010, 20:30 Uhr
colors on the street
red white and blue
people shufflin´their feet
people sleepin´in ther shoes...

zum zigsten male neil young von beginn an, zum zigsten male im grunde gar nicht wahrgenomen...
auf der bergstrasse die ihm wohlbekannt war, jene bergstrasse die unten kurvenreich begann und oben dann mitten in einem loch verschwand, alles was da rauf fuhr verschlang der berg darüber gnadenlos.
im lichtkegel seines autos huschten die weißen streifen der mittelleitlinie auf ihn zu, um dann von der gefrässigen motorhaube verschluckt zu werden...

...keep on rockin´in the free world...

die morgen waren bisher morgen, die tage waren bisher tage, und die nacht war finster wie immer, nur die morgen würden nicht mehr morgen sein, die tage nicht mehr tage und die nächte, die nächte waren auf einmal viel kürzer...

er wusste nicht recht was er denken sollte, aber er dachte...
...auf der windschutzscheibe, nein da hatte die waschanlage gute arbeit getan...
die proletenpassion...
von rebella am: 19.08.2010, 20:57 Uhr
...die braucht sie jetzt zum munterwerden. bauernkriege, gestampfe, wilde schalmei und bedrohliches anschwellen von ahnungen...
hatte sie vor sieben jahren auch schon ahnungen, dass der folgende tag ihr leben radikal verändern würde?

"was ist sie doch für eine träumerin".., das sagten schon die lehrer in der schule, das sagen jetzt auch ihre freunde.

"guten morgen", da kommt helen verschlafen ums eck, "was war denn heut nacht los, du hast einen radau gemacht im schlaf..."
"aha... drum war mir jetzt so sehr nach bauernkriegen, hab wohl kämpfen müssen... guten morgen, liebe helen! heut ist der tag vor morgen!"

helen geht zum cd-player, spielt wenzel "...feinslieb, nun ist das blätterbraun schon wieder in den spitzen...."

sie lächelt - wenzel hat sie morgen vor sieben jahren auch noch nicht gekannt...
zwei
von esel am: 20.08.2010, 05:10 Uhr
elstern, beide hyperaktiv, sie hatten in aller herrgottsfrüh nichts anderes zu tun als sich um ein irgendwas zu streiten. sie turnten auf der wiese vorm fenster auf und ab, es zog die eine an irgend was, die andere wollte dieses irgendwas auch besitzen, sie zogen, lärmten und zeterten. sein wecker ging völlig umsonst ab, er wurde sozusagen nicht gehört.
irgendwo im osten kämpft sich die morgensonne durch den morgendunst. die speichen seines fahrrads surrrten, schön langsam kahm er in fahrt. in den nachbarhäusern gingen vereinzelt lichter an sich schnitten schmale lichtbahnen in die endende nacht....
seine träume, er konnt sich nimmer erinnern, die spielten in der zukunft, mussten erst neu geträumt werden
es wird mit dem summerton....
von rebella am: 20.08.2010, 10:07 Uhr
...zehn uhr...
wie vielfältig doch das zeitgefühl ist. stundenlang dauert es bis der zeiger von halb zur vollen stunde geht...und dann braucht es nur minuten von zehn bis achtzehn uhr, bis zum abschied...

vorfreude hat einen besonderen zeitfaktor, denkt sie. diese zeit ist so vollgepackt mit hoffnungen, erwartungen, träumereien..., all das einzeln zu denken würde ewigkeiten dauern, so dauerts halt nur eine halbe ewigkeit, bis es zehn ist...

eine torte könnt sie backen, aber die wahrscheinlichkeit, dass die eher was zum lachen als zum geniessen wird, die ist gross. helen ist auch keine küchen-frau....

eine zeichnung? hm... bis ihr ein motiv einfällt, ist die zeit dahin...

sie wird sich wohl selbst ein mascherl umbinden...rot oder blau...?
am vortag...
von esel am: 21.08.2010, 12:39 Uhr
...hatte sie angerufen, ob sie mal vorbeikommen könnt, mit ihrer tochter, sie sei 13 käme sie nimmer so wirklich zurecht. jetzt saß sie da bei ihm im büro und erzählte, nein sie prässentierte ihr paket problem, und wollte im gegenzug das paket lößung mitnehmen....

...gute frau, so wird das nicht funktionieren hörte er sich sagen. in seinem hinterkopf tauchten all die eskapaden und geschichten von ihr auf, die hatte er vor jahren ja selber mitberkommen. er wollte ihr schon vermitteln, all die problemchen ihrer tochter sind im vergleich zu den ihrigen damals... nein er verwarf den gedanken, aber sie verstand sein schnunzeln in diesem moment wohl nicht...

wie sagte christian (er ist primarius in einer landesnervenklinik) mal, wenn ihre 13 jährige tochter nach drei bieren einen rausch hat, dann machen sie sich keine sorgen, sorgen machen sollten sie sich wenn sie nach drei bieren noch keinen rausch hat...

...einen brief wollte er schreiben, einen digitalen, schriftliche waren ja nicht mehr up to date, geworden ists wohl nur eine kurznachricht...
schutzsuchend...
von rebella am: 22.08.2010, 11:19 Uhr
...schiebt sich das kleine, wohlgepolsterte patschhändchen in die vertraute grossmutterhand. der filialleiter hatte den kleinen zuvor böse angefahren " gibst die finger weg von den himbeeren, aber flott!"
zwar hatte er ein lächeln im gesicht, aber für den knirps zählte der tonfall, und der machte ihn zum dieb und schickte ihn ins gefängnis. ganz tief irgendwo unter der erde, bei wasser und brot, wo auch keine oma ihn besuchen konnte und ihm seine geliebten palatschicken bringen konnte...

oma sah dem filialleiter gerade ins gesicht und sagte : " jetzt haben sie ihm ordentlich angst gemacht, das musste nun aber wirklich nicht sein..."
"ich hab sie nur schön hinlegen wollen, die himbeere", weinte der kleine.
"ach soooo..." lachte nun der filialleiter und sah eine chance, es sich mit seiner stammkundin nicht ganz zu verscherzen " da hast du mir also eine arbeit abgenommen?! das muss belohnt werden!" griff in die manteltasche und streckte dem kleinen ein zuckerl entgegen, das er für solche eventualitäten dort deponiert hatte. aber die böse stimme sass immer noch in den ohren des knirpses, er traute ihm nicht mehr.
oma spürte das sagte für ihn "nein danke" und streichelte dabei liebevoll über das gesichtchen ihres enkerls und lenkte das einkaufswagerl zur kasse.
als die beiden bei ihr vorbeikamen zupfte der kleine an omas t-shirt, sie sollte sich bücken. "danke" flüsterte er der oma ins ohr und hüpfte nun erleichtert neben ihr hin...

so einfach kann es sein, ein kleines rückgrat zu stärken, dachte sie und sah den beiden lächelnd nach. dann besann sie sich und ging ihnen schnellen schrittes nach. sie tupfte der grossmutter auf die schulter:
" das haben sie wunderbar gemacht, mir ist jetzt ganz warm geworden vor wohlbehagen" sagte sie. oma wurde rot, aber sie nickte dankend. und sie fühlte sich gut, dass sie einem menschenvon herzen etwas gutes sagen konnte....

das handy piepste, lächelnd las sie "kreuz und quer"..., ihre kurznachrichten konnte niemand anderer entziffern....
kunst ...
von esel am: 03.09.2010, 20:58 Uhr
...kunst dachte er ist schon so a sache und legte die zeitung bei seite. der kaffee schmeckte ihm nicht sonderlich, obwohl, er liebte kaffee, besonders wenn er heiß und schwarz und stark war. nun, sein kaffee war heiß, brühend heiß, schwarz wie seine seele, und stark wie drei ochsen...
...die kunst ging ihm nicht aus dem kopf - ist es nun kunst wenn es in dicken großen lettern angekündigt wird, ist es nun kunst wenn es sich so über alles andere stellt. wenn nun das ganze in seinen augen nur ein großer schmarren ist, ist es dann ein großer schmarren in dicken großen lettern angekündigt?

vorm fenster fiel ein ahornblatt - gelbgefärbt - zu boden. ein windhauch ließ es noch einmal kurz eine leichte drehung vollbringen, dann lag es ruhig
" schön....
von rebella am: 12.09.2010, 14:28 Uhr
...ist es, auf der welt zu sein...!" sangen die frauen lachend und legten der jungen freya liebevoll die hände auf den kopf, allen voran ruth, freyas mama. es war ein besonderes frauenfest, freyas initiation, die begrüssung im kreis der fruchtbaren frauen.
wie schön, dass es menschen wie ruth und winston gibt, dachte sie. seit vielen jahren staunte sie immer wieder über die harmonie, die in dieser ehe herrschte, war doch ruth eine vielbeachtete matriarchatsforscherin mit stark ur-weiblich ausgeprägter spiritualität. winston dagegen war tief verwurzelt im katholischen glauben. doch ruths göttinnenaltar rivalisierte nie mit winstons kruzifix, es schien eine gegenseitige bereicherung zu sein.
freya stand vor ihr und riss sie aus ihren gedanken. mit hochroten wangen hielt sie ihr die hände entgegen, und wie bei allen anderen bat sie:
"bitte um ein geschenk für mein frau-sein", und sie strahlte über die schön geschnitzte indianische flöte und legte sie sofort zu den anderen geschenken auf ihren kleinen altar.
es herrschte eine äusserst ausgelassene stimmung, und als winston mit einem tablett voller sektgläser kam, kippte die stimmung leicht ins erotische, aber eben nur ganz leicht...
" I feel so very much alive" tippste sie ein sms, und als sie es abgeschickt hatte wusste sie, dass er so ziemlich genau spürte, wie es ihr grade ging. schön....
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