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Nina Müller und Gäste
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Album "Re-View"
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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

Also nahtlos weiter: Mogwai, die Band aus Schottland mit dem finsteren Blick, ließen ihre geniale Musik für sich sprechen und brachten ein fast ausschließlich instrumentales Set. Mehr als nur eine Entschädigung für die Enttäuschung beim ATP Festival.

Eine weitere Band, die ich ebendort aber gesehen habe, spielt direkt darauf auf der zweiten Bühne: Modest Mouse. Da das Programm von Tag drei aber mehr als nur dicht ist - und Arcade Fire!!!!! gleich beginnen, gönne ich ihnen wieder nur ca. 20 Minuten, die mich wieder nicht ganz überzeugen können. Der raue Sound, die nicht wirklich hörbare Gitarre von Johnny Marr, die zwei Schlagzeuger, die trotzdem nicht genügend Druck machen .... Nein, besser zu Arcade Fire.

 

Dem wunderwunderwunder-baren kanadischen Kollektiv fliegen schon nach den ersten Tönen von "Keep the car running" völlig uzu Recht die Herzen des Publikums zu. Euphorie, Song für Song - und zwar bei den Fans und bei den Musikern selbst, die sichtlich großen Spaß an ihrer Musik haben. Und wenn man in Holland Bands heiraten könnte, sollte es am besten diese sein.  

Als ich Bright Eyes bzw. Connor Oberst das erste Mal gesehen habe, saß er völlig verloren mit Akustik-Gitarre auf der Frequency-Bühne, als Metallica-Aufheizer völlig deplatziert (eigentlich eine Frechheit der Veranstalter) und wurde von aufgebrachten Metalheads beschimpft. Ein ganz anderer Connor war nun auf der Bühne des Southside zu sehen: Ganz in weiß gekleidet, mit einem sexy All-Female-Streichquartett und Band verstärkt (auch alle ganz in weiß gekleidet). Leider lockt auf Bühne eins schon wieder ein Highlight, also weiter ...

 

... zu Bloc Party. Sänger Kele Okereke, der wohl einzige schwarze Superstar der Indie-Szene, und seine Band haben schon bei ihrem letzten Wien-Konzert zwiespältige Kritiken erhalten und so verhält es sich für mich auch bei diesem Festival-Gig. Obwohl - Achtung, jetzt kommt ein kurzer Teeniegirlie-Kreisch-Satz: - Kele in einem schwarzgelb gestreiften Bienen-Shirt zum Anbeißen aussieht, will der Funke nicht so richtig überspringen. Vielleicht sind die Alben einfach zu gut, irgendetwas fehlt leider. Obwohl sich die Band zum Ende ("Helicopter") hin steigert, denke ich, dass da irgendwie mehr drin sein sollte.

Wieder eine wunderbare Band aus New York steht mit Interpol an, doch vorher gibt es eine Gedenkminute für den am Donnerstag bei dem durch ein Unwetter verursachten Zusammensturz der Zeltbühne ums Leben gekommenen Sanitäter Daniel. Ein zweiter Helfer, der ebenfalls schwer verletzt wurde, ringt immer noch im Krankenhaus ums Leben.

Gut, dass nach so bewegten Momenten mit Interpol eine eher düstere Band auf die Bühne kam. Die vier New Yorker, die auf jeden Fall in Sachen Stil Platz eins meiner persönlichen Southside-Charts verdient hätten, brachten wenig Überraschungen, dafür einfach ein sehr gutes Konzert mit ein paar Vorgeschmäckern auf ihr in Bälde erscheinendes drittes Album "Our love to admire".

Die würdige Abschlussband des Festivals kam ebenfalls aus New York: Die Beastie Boys, längst von frechen unkorrekten Buben ("Fight For Your Right To Party") zu überall ernst genommenen Kritikerlieblingen mutiert, haben es trotz leichter Überschreitung eines "Boy"-Alters immer noch voll drauf, eine Riesenshow abzuziehen. Mixmaster Mike, ein wahrer Wizard an den Turntables tut sein Übriges zur Stimmung. Die Songs reichen von früheren Punk-Zeiten ("Heart-Attack Man") über alte Partyhits wie "No Sleep Till Brooklyn" bis hin zu Konsens-Krachern wie "Intergalactic" und der Zugabe "Sabotage" - letzteres wurde George W. Bush gewidmet.

Damit ging ein wirklich wunderbares Festival zu Ende, das vor allem durch tolle Bands (ganz besonders hervorzuheben: Sonic Youth, Arcade Fire, Mogwai, Art Brut und eben die Beastie Boys), sehr gute Organisation, braves Wetter (wäre nur der Sturm am Donnerstag nicht gewesen, davon bekamen die Festivalbesucher Gott sei Dank nur durch das Fehlen einer Bühne mit) und viele sympathische Besucher möglich wurde. Auf die Frage des örtlichen Supermarktbetreibers hin habe ich geantwortet "Ich komme gerne wieder". Vielleicht sollte man aber hinzufügen: Wenn das Southside ein bisschen näher an die Steiermark rückt (jetzt sind es über 700 km)´...

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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

 

Was war noch am Samstag? Die "Familienmusik" Kings of Leon gaben ein recht KOLes Set mit Songs aus ihren mittlerweile drei Alben (Schwerpunkt natürlich auf frischem Material aus "Because of the Time" zum Besten, waren aber auch schon mal besser.

Auf einen kurzen Sprung zu Schauspielerin Juliette (Lewis) und ihren Licks, die halt leider nicht besonders interessanten altbackenen Schweinerock (oder heißt das hier "Sau-Rock"?) spielen. Frau Lewis gibt alles, in hautenger Plastikhose, dafür aber barfuß, trotzdem will das nicht so richtig kicken. Vor allem, wenn man als befangener Fan schon in Gedanken beim nächsten Act ist: Sonic Youth.

 

 

Die Götter des artsy Noiserock, die heuer im August auch in der Wiener Arena spielen werden, hatten zu meiner großen Freude Pavement-Bassist Marc Ibold als Verstärkung von Kim Gordon mit dabei. Kim, die ein extravagantes glitzerndes Kleidchen trug, hatte dafür bei einigen Songs die Hände frei, um sich ganz dem Tanzen - oder eher dem Sonic-Youth-typischen coolen Hüpfen zu widmen. Das Set bestand zum Großteil aus Songs des aktuellen Albums, "Rather Ripped", dazu noch ein Querschnitt aus alten Songs. Zugabe war "Kool Thing", wobei Kim Gordon den Sprech-Part etwas aktualisierte - "Hey, next American Idol, what are you going to do about the Iraq war?" Tolles Konzert, ein Besuch der Wiener Arena am 26. August kann nur ausdrücklich empfohlen werden.  

Danach noch einige große Acts, für mich allerdings eher Nachher-Programm. Pearl Jam lieferten bestimmt eine gute Show, genau wie Placebo, aber nach Sonic Youth klingt für mich alles ein wenig zu straight und damit irgendwie uninteressant ....

Die Gute-Nacht-Musik lieferten dann die Queens Of The Stone Age, die gleich mit zwei Hits ("Feel Good Hit Of The Summer", dem perfekten Festival-Song) in die Vollen gingen.

 

Der Sonntag begann bis jetzt ganz gut mit den New Yorkern The Bravery, die mit monströsem Sound und guter Kleidung vielleicht mehr überzeugen konnten, als mit tollen Songs, und den Schweden von The Sounds, deren (natürlich blonde) Frontfrau das Publikum fest im Griff hatte. Ein Sprung noch zu Pixies-Chef Frank Black, der mit "I wanna live in Los Angeles" thematisch nahtlos an das Art Brut'sche "Moving to L.A." anknüpfte. Und jetzt kommen die fantastischen Mogwai. Bis später!

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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

Stellt euch vor, einer ruft "Helga" und niemand macht mit? So gehört heute morgen beim Aufwachen - mit großer Freude. Jahrelang gehört "Helga"-Schreien zur Lieblingsbeschäftigung von meinen Nicht-Lieblings-Festivalbesuchern. Vielleicht ein gutes Zeichen für gutes Publikum. Und gutes Publikum hat auch gute Bands verdient.

Die beim heurigen Southside im Baden-Württembergischen Neuhausen ob Eck (Nähe Bodensee) in Scharen anreisen werden bzw. schon sind. Leider musste eine Bühne aufgrund schwerer Unwetter am Donnerstag komplett gecancelt werden und auf Leute wie Deichkind, Dendemann oder die wunderbaren Cold War Kids muss verzichtet werden, aber das Lineup kann sich immer noch sehen lassen.

 

 

Hauptact gestern war die Impersonifikation des Schock-Rockers Marilyn Manson, der ein routiniertes Best-Of seiner bis jetzt recht zahlreichen Hits brachte. Ein eigentlich eher höhepunktloses Set, aber die Fans waren begeistert. Danach die Punkrock Allstar-Band Me First And The Gimme Gimmes, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Klassiker von "Leaving on a Jet Plane" bis zur Rocky Horror Picture Show zu verpunken. So etwas macht natürlich Spaß, wenn man schon angetrunken ist, wird aber nach fünf Songs etwas langweilig. Also ab in den Schlafsack, denn am zweiten Tag werden die persönlichen Highlights um einiges dichter.

 

The Rakes etwa, die mit bestgelauntem Sänger Alan Donohoe überzeugen konnten. Indie-Zappel-Dancing vom Feinsten und überaus sympathische Ansagen. Die aber die danach auf der "grünen" Bühne spielenden Art Brut gleich wieder verblassen lassen. Deren Frontman Eddie Argos, heute bekleidet in rotem Lacoste-Cardigan und gar nicht passenden pink gestreiften Socken, ist einfach der geborene Entertainer. Erzählt, was Rapper Jay-Z zu seiner Obsession mit Ex-Freundin Emily Kane sagen würde: "Man, you've got 99 Problems, but this bitch ain't one" oder improvisiert über die bekannten Textzeilen drüber - so wird statt "drinking Hennessy with Morrissey" wieder der Rapper zum Drink gebeten: "Ice Tea with Jay-Z".

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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

beim thema konnte man es eigentlich nicht erwarten, es sollte aber ein sehr familiärer abend werden. denn der schwüle, laue abend lockte nur wenig menschen in die postgarage (2. floor), obwohl die erotik-literatur-lesung mit porno-musik an sich schon einladend klang. vor allem, wenn fm4-im sumpf-stimme fritz ostermayer mit von der schmutzigen partie ist.

gelesen wurde aus dem buch "eine dirne aus hernals" von josephine mutzenbacher - ein früher klassiker der erotischen literatur einerseits, ein aufzeigen der bürgerlichen doppelmoral der gesellschaft um 1900 andererseits. vortragender war neben ostermayer der langjährige tuntenball-organisator herbert wippel und der junge theaterschauspieler lubomir.

angeblicher autor dieser literarischen schweinerei ist übrigens ein gewisser herr felix salten - kennt ihr nicht? naja, von bambi habt ihr aber sicher schon gehört!

das spärliche publikum ermöglichte einige nette plauschereien an der bar. dort gestand der schmutzige fritz o. seine panik vor der nächsten woche. am donnerstag führt er ja an stelle von grinsemann und sternemann live im orf durch willkommen österreich. und wirklich wahr, dieser gestandene mann mit langjähriger radioerfahrung hat jetzt die selben versagensängste wie vor der matura! irgendwie beruhigend.

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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

Soll noch einer sagen, nur kleine Mädchen sind notorische Laut-Kreischer. Beim Justin Timberlake-Konzert in Wien haben Mädchen und Frauen jeden, wirklich jeden, Alters - die meisten aber im gebärfähigen - bewiesen, dass sie des Kreischens mächtig sind. Tokio Hotel sind hiermit offiziell als die Nummer-Eins der Kreisch-Charts entthront. Als Nicht-Kreischer und Nicht-Dance-For-Fans-Kursteilnehmer kam man sich zwischen all den Videoclip-reif-gestylen Damen streckenweise ganz schön blöd vor.

Nichts desto trotz: Mr. Timberlake ist sein Geld wert. Der Mann kann tanzen, zu schwitzen scheint er trotzdem nicht. Dazu noch ein paar freundlich-platte Einwürfe (die verzeiht man ihm angesichts seines netten Buben-Lächelns und des strammen Bizeps gleich wieder) und natürlich eine hochmoderne, perfekt durchchoreographierte Show, dass sich die Konkurrenz gleich nach neuen Bühnenstylisten umsehen sollte. 

Und, liebe Britney, wir alle machen manchmal Fehler. Aber nicht alle sind hinterher sooo ärgerlich Zunge zeigen

 

 

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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

 

Eine Verschmelzung der beiden FM4-Paralleluniversen "Salon Helga" und "Im Sumpf" bot am Samstagabend das Grazer Literaturhaus. Nach einem Mini-Brainstorming wurde "Im Helga" geboren und schon sitzen die Moderatoren Christoph Grissemann, Dirk Stermann, Fritz Ostermayer und Thomas Edlinger an einem gemeinsamen Tisch. Und trotzdem wieder jeder für sich.

In den folgenden 90 Minuten kamen den rund 200 Zuhörern quasi ein Best Of der zwei Duos zu Ohren. Kreativ, unvorstellbar, witzig und oftmals geschmacklos. Vor allem die letzten beiden Attribute wurden vom überwiegend studentischen Publikum dankbar aufgenommen.

Ster- und Grissemann lasen die ersten 18 Seiten ihres in der Entstehung befindlichen Romans "Debilenmilch". Die tragische Geschichte vom Aufstieg und (vor allem) Fall der Familie  Sauermann aus Lübeck und Köln. Die Konditoren, "dank der Sahne" zu Ansehen und Reichtum gekommen wurden den Lübeckern bald "zu reich und vulgär" und deshalb aus der Hanse vertrieben.

Es folgte die "Flucht" nach Köln wo das Kuckucksei Bruno schon als Zweijähriger täglich lieterweise Kaffee trank, nachdem er zuvor stundenlang geduscht hatte. Vater Oskar Sauermann starb vorzeitig an "breitem Darmschleier (einem vertieften Vordarm", der Mutters Leben bestand aus "Herumhurerei und Trunksucht", die der zweite Gatte und eigentliche Vater Brunos "an ihr vergötterte". Später musste Brunos Schule  aus hygienischen Gründen abgefackelt werden, bevor er mit dem neuen Papa dem 1. Kölner Quallenmuseum (Zu sehen gibt es eine Qualle) einen denkwürdigen Besuch abstattet.  

Der Roman ist meist tragisch und durchzogen von menschlichen Abgründen und plattdeutschem Einschüben.

Brunos wird später zum Gründer von Eduscho. Der Name stammt von seiner sich in jedem Hotel wiederholenden Frage über die Zimmerausstattung: "Hobs e Dusch o?"

 

Fritz Ostermayer und Thomas Edlinger präsentierten die Elixiere der Erregung und stießen dabei in bis dato gänzlich unbekannte Sphären der (meist) flüssigen Genussmittel vor.

Ostermayer und Edlinger schwören bespielsweise auf Eichkätzchensperma, welches schon Elvis Presley als Haargel und
Getränk verwendete. Weiters soll es auch am GTI-Treffen zu den drei beliebtesten Stimmungsmacher zählen. Weitere detaillierteste Ausführungen zum über das Liebesleben sowie Körperteile des Eichkätzchens bleiben an dieser Stelle unerwähnt. 

Weiters empfehlen die beiden Elixier-Experten den Patchouli-Likör. Der Stoff aus dem die Albträume sind aus dem Hause der Schaß-Schamanen. Zutaten: Patchouli, Mottenkugeln, Strichnin und Kirsch- oder auch Pfefferminzlikör.

Zum Löffeln eignet sich die Mehlmargharita (im Klumpenform) bestehend aus Margarine oder Teer, Mehl und einer Flasche Tequila.

Dankbare Aufnahme fand das Erregungs-Elixier Kernöl. Dabei bleibt vor allem das "Mur-U-Boot" in Erinnerung (Schnapsglas voll mit Kernöl) sowie die Exklusiv-Enthüllung, "dass steir. Kernölbauern den unwissenden Tirolern Motoröl statt Flüssigen Kürbis verkaufen."

Thomas  Edlinger berichtete von seinen Erfahrungen nach der Kernöl-Therapie. Völlig beölt habe er beim Roten Kreuz all sein Blut spenden wollen und unterhielt sich mit Tieren.  

Unterbrochen wurden die Vorträge von einem Hass- sowie einem Liebeslied, live gesungen von  Fritz Ostermayer. Die Stimme erinnerte an Johnny Cash, sein Aussehen an Paul Newman. Die Lieder an vieles, nur nicht an Musik. Auch nicht, wenn sich Ostermayer dabei auf den Boden legte.

Als Christoph Grissemann das Aussehen von Dirk Stermann folgend charakterisierte: "Von hinten wie Richard Gere, von vorne wie Helmut Kohl", erdreisteten sich einige der Zuschauer zu applaudieren. Das brachte Stermann zu der Drohung: "Das letzte Mal, dass ich in diese Scheiß-Stadt komme."

Na, hoffentlich nicht. Wir haben viel gelernt und noch mehr gelacht.

 

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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

Wenn man bei einem Festival anreist, sich etwas wegen eines Staus verspätet und erfährt, dass man gleich Yo La Tengo, Mogwai, The Notwist, Daniel Johnston, Sparklehorse und die Thermals verpasst hat, dann heißt das natürlich nicht nur, dass das ein ziemlich hochkarätiges Festival sein muss, sondern auch, dass man sich mal ganz schön ärgert. Grün und blau und rot und lila auch noch.

Aber mal von vorne: All Tomorrow's Parties, kurz ATP, ist ein ziemlich legendäres englisches Musikfestival, das eigentlich dafür bekannt ist, dass es von Kultbands gehosted wird, die das Lineup aussuchen. Heuer wurde Wochenende 1 von The Dirty Three ausgesucht, die Bands für Wochenende 2 wurde aber ausnahmsweise von den Fans zusammengevotet. Da es in England im Mai etwas unwirtlich für Open Airs ist, finden die Festivals immer in Ferienclubs statt, heuer Butlins in Minehead, ein kleiner Ort im Westen Englands, etwa zwei Stunden von Bristol entfernt. Ferienclub, das heißt: WOHNUNGEN (mit Dusche und Bett!!!), Vergnügen all around (Minigolf, Karussell, Schwimmhalle mit Rutsche, 5 Gehminuten ans Meer, .......)

Also, wie war's so:
Schwamm über den ersten Tag! Der Auftritt der Akron Family kann ihn auch nicht mehr retten (oder sagen wir schon gar nicht)! Also gleich weiter zum zweiten:

Shellac retten gleich mal vorneweg den Tag. Die Noiserockband um Steve Albini (der Alternative-Rock-Produzent schlechthin, verhalf zB Nirvana mit Nevermind zum Weltruhm) starten um 15 Uhr und sind nicht nur brilliant, sondern auch lustig: What is orange and looks good on a hippie, fragt Bob Weston. Die Antwort, schlicht, einfach und sehr böse: Fire...
Von Go!Team hätte ich mir irgendwie mehr erwartet, aber lustig sind sie allemal. Ganz das Gegenteil: Battles. Einfach nur ein Wahnsinn und wie von einem anderen Stern ist das, was die vier New Yorker da zaubern. Ein magisches Gemisch aus Hardcore, Jazz und - Genialität, bitte. Wie nichts, was man bisher gehört hat. Weitere Highlights des zweiten Tags: Patti Smith in Bestform, die live die magere Nirvana-Coverversion auf ihrem aktuellen Album durch eine sehr geile rockige ersetzt, der schrullige Japaner Cornelius, der mit  bubbelnder Electronica verzückt, Two Gallants, die ich nun auch endlich live gesehen habe und die wirklich toll sind, Trans Am, die wie erwartet ein sehr mitreißendes (Post)Rock-Set hinlegen. Leidigste (Fast-)Verpasser: Die Apples in Stereo. Jeder Song ein Hit! Faszinierend auch der Spontan-Gig von Legende Daniel Johnston, der seine Gitarre vor lauter Zittern kaum halten kann (Johnston hat bekannterweise große psychische Probleme), aber trotzdem mit seinen tollen Songs voll überzeugt.

Tag drei beginnt wieder  mit dem täglichen Shellac-Konzert, und diese Band könnte man sich eigentlich jeden Tag einmal ansehen. Toll auch die Seattler Band of Horses, die meinem innerlichen Flehen, doch bitte gleich "The Funeral" zu spielen, tatsächlich nachkommen (meine Freundinnen wollen gleich zu Modest Mouse runter, aber ich will noch diesen einen Song abwarten). Danke, Jungs! An MM habe ich sehr hohe Erwartungen, denen sie aber leider nicht so ganz entsprechen. Der Sound im großen Zelt verschwimmt leider ein bisschen, und da sich die Songs auf ihrem aktuellen Album (obwohl sie natürlich großartig sind), sagen wir mal stilistisch doch eher in eine Richtung gehen, wird das Konzert irgendwann etwas fad. Schade auch, dass sie gleich mal am Anfang "Dashboard", "We've got everything" und "Float on" verbraten. Schön düster geben sich dagegen Isis, die inzwischen am Center Stage spielen. Built to Spill passten da leider nicht so perfekt zwischen Isis und die danach spielenden Capricorns, bewiesen aber, dass sie eine tolle Liveband sind.

Eine ziemlich anstrengende Sache, die sich aber gelohnt hat. Haufenweise Fotos, wenn sich jemand dafür interessiert, sind auf flickr.com zu finden! Ein Blick lohnt sich vor allem auf das Festivalgelände. So etwas gibt es bei uns nicht ...

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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

Springseven, das Grazer Festival für elektronische Kunst und Musik, geht in die siebte Runde. Da New Young Pony Club für das Eröffnungskonzert leider recht kurzfristig abgesagt haben, springen SteedLord aus Island ein. Die sind zwar durchaus originell und passen gut zum NuRave-Thema des Abends, aber so richtig überzeugen sie mich nicht. Irgendwie erinnert das ganze an Snap! (ja, die mit der "Power"), der lustige Prolostyle der Bandmitglieder belustigt auch nicht ewig. Die Sängerin hat aber eine sehr tolle Stimme.

Shitdisco, die jetzt zum Hauptact mutiert sind, enttäuschen leider auch irgendwie. Ihr Album enthält ein paar tolle Tracks, die man sich als echte Liveknaller vorstellt, aber es dann doch nicht so richtig sind. Langsam wird es auch kalt auf der Kasemattenbühne, dabei sollten die wilden Schotten doch eher einheizen! Auch ein Prodigy-Cover (ihr erster großer Hit "No Good") macht es nicht besser. Kein schlechtes Konzert, aber ich hätte mir eben mehr erwartet. Aber die Lasershow (!!!)war toll...

 

Richtig geil wird dann aber der Auftritt von Whomadewho, einem Kopenhagener Trio, das mit Engelsflügeln und E-Gitarren (eine durchaus sexy Kombination!) antritt, um die tanzhungrige Partycrowd im Dom im Berg auf eine heiße Nacht vorzubereiten. Der Gesang erinnert ein wenig an QUOTSA-Sänger Josh Homme! Leider hat der Gig etwas zu früh begonnen und ich habe den Anfang verpasst. Weiter gerockt wird mit dem Hamburger Duo Digitalism, die mit "Idealism" ein tolles Album veröffentlicht haben, das diesmal auch wirklich hält, was es versprochen hat. Thumbs up! Lange Arbeitstage und lange Tanznächte vertragen sich leider nicht, und so gebe ich wenig später nach dem Auftritt w. o.

Tag 2:
Im Bewusstsein, dass es am nächsten Tag schon nach England geht, wird das (schon wieder?) ein relativ minimaler Springseven-Tag und ich lasse die Turntablerocker im p.p.c. gleich mal links liegen. Umso weniger stört es mich, als ich erfahre, dass Fanta-Viertel Michi Beck krankheitshalber absagen musste.

Im Dom im Berg beginnt der Abend für mich mit einem überraschend netten Auftritt des Rappers Lotek - mit Liveband. Sehr sympathische Sache, und macht schon etwas Lust auf das, was da in der Postgarage wartet: Grandmaster Flash, der große. Und der ist auch der Grund, warum sich der Dom im Berg schon ab halb eins (trotz toller 4Hero!) zu leeren beginnt: Jeder, aber auch jeder, will den Grandmaster sehen. Und dementsprechend wurschteln sich die Leute auch in der Postgarage, die wohl selten so viele Besucher auf einmal hatte.

Ab ca. drei Uhr betrat er dann die Bühne und ließ sich kräftigst bejubeln. "The man who invented hip hop" stand bescheiden in den Visuals. Was folgte, war ein durchaus berechenbares Set von anscheinend fast allen Hip Hop- (und auch anderen) Hits der Welt, von Michael Jackson über Queen bis hin zu House of Pain "Jump arooooound", das nicht mal besonders toll gemixt, aber darum ging es nicht. Es ging um Party, Party, Party, und zwar möglicherweise die fetteste, die Graz jemals gesehen hat. Trotzdem nicht so meine Sache!

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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

 

Die "Maus auf dem Mars" war neben den Barbapapas eine meiner liebsten "Betthupferl"-Zeichentrickserien. Sehr liebevoll gezeichnet, und die Abenteuer hatten auch immer etwas Psychedelisches. Außerdem wuchsen überall Lutscher und Zuckerstangen auf dem Mars....

Mouse on Mars sind eine meiner liebsten älteren Elektronik-Entdeckungen, ihre Alben wie "Vulvaland" oder "Iaora Tahiti" (da klingen nicht nur die Namen seltsam!) waren so etwas wie eine Einstiegsdroge in die elektronische Musik.

 

Letzten Freitag, den 11. Mai, waren die beiden in der Postgarage zu Gast und rockten mit ihren Laptops anständig den zu später Stunde dann doch recht gut gefüllten Saal. Feine Einstimmung auf das Springseven-Festival, ... ich freu mich schon!

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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

... die man vielleicht im Auge behalten sollte. Die Upperclass Shoplifters waren am Mittwoch (9. Mai) für Grund genug für den Besuch eines KPÖ-Fests. Teresa alias Trees_Traumhaft von Lady Lynch zeigt ihre Rrrrriot-Seite, und das ist gut so. Yeah Yeah Yeah(s)! Noch rechtzeitig vor dem Auftritt von Krautschädl geflohen und das war glaub ich auch gut so. Ich sage nichts

Die Upperclass Shoplifters sind übrigens demnächst als Vorgruppe beim sehr empfehlenswerten Konzert von Final Fantasy (23.6., Arcadium Graz) zu sehen.

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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

Kreisky am 6. Mai bei Sonntags Abstrakt in der Postgarage

Franz Adrian Wenzl ist der der fabulöse Austrofred, und das lenkt am Anfang etwas von der Sache ab. Doch nach ein paar Takten Musik ist Fred vergessen, die Konzentration gehört ganz Kreisky. Gute Musiker, guter Frontman, gute Texte und mit "Wo Woman ist, da ist auch Cry" sogar irgendwie ein Ohrwurm.

Außerdem wieder einmal festgestellt, dass die wöchentliche Veranstaltung "Sonntags Abstrakt" durchaus öfters mal besucht werden sollte. Durchwegs interessante Musik bei freiem Eintritt, dazu Cocktails zum fairen Preis, das hat doch was. "Ein äußerst gepflegter Abend", meint A. zufrieden und ich geb ihm Recht.

Zum Nachhören: www.kreisky.net

 

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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

Bisher kannte ich Band-Wettbewerbe nur als zwangsverpflichteter Groupie. Eine befreudnete Band spielte auf und brauchte meine Stimme, als Dank durfte ich mir alle anderen Kapellen, die einen so überhaupt nicht interessieren und - wie soll man es freundlich formulieren - noch nicht über den Anfängerstatus hinausgekommen sind, ebenfalls zu Gemüte führen.

Kurz: Mein Verhältnis zu Band-Wettbewerben war durchaus gespalten. Dennoch wurde ich beim Local Heroes-Wettbewerb von Radio Soundportal eingeladen, als Jurymitglied dabei zu sein. Und aus dieser Perspektive erscheint so ein Contest in einem anderen Licht. Gut, das mit dem Anfängerstatus gilt für manche Partie auf der Bühne genauso, aber schließlich und endlich ist man ja als Jury auch dafür veranwortlich, diesen Umstand in Punkte zu gießen.

Aber das beste ist: man entdeckt wirklich talentierte Bans wie Coyoba. Die fünfköpfige Truppe könnte man so wie sie sind sofort auf jede Bühne der Welt stellen - dieser Mischling aus Rock und Pop würde das Publikum im Handumdrehen begeistern. Das Können hängt dabei der Spielfreude in keinster Weise nach und die Stimme der Frontfrau Sabsi ist herrlich kratzig. Mir würden auf Anhieb internationale Vergleiche einfallen, aber ehrlich gesagt: diese Band braucht keine Vergleichsreferenzen. Sie steht bereits für sich selbst! Darum auch der verdiente Gesamtsieg.

Ebenfalls erwähnenwert: das trio phi. Ausufernd epische Lieder, die einen sofort gefangen nehmen. Einzig die Bühnenpräsenz gerät noch ein wenig zu schüchtern. Machte gesamt Platz3.

Die beiden fahren also gemeinsam mit den Todes-Metallern von Soundkrieg (gesamt 2.) nach Wien und vertreten Südösterreich am 9. Juni beim Local Heroes Österreichfinale.

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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

"Nu Rave" oder "New Rave" ist eine relativ neue Schublade in der immer enger werdenden Kommode der englischen Musikpresse, in die Bands gestopft werden, die Rock und Elektronik verbinden und sich dabei an den 90er Jahren respektive der Rave-Kultur orientieren. Ja, alles, aber auch alles kommt zurück! Soweit so gut, der Scheiß ist ziemlich hip und zwei der bekanntesten Bands dieser Szene (die natürlich keine ist) eröffnen am 16.5. das Springseven Festival in Graz: Shitdisco und New Young Pony Club.

Zwei Gruppen, die möglicherweise gar nicht schreien, wenn man sie ebenfalls in diese Lade stopft, wurden von einem magentafarbenen Telekommunikations-konzern eingeladen, um deren jugendliches Image wieder mal ein bisschen aufzupeppen und um ohne irgendwelche nennenswerten Veröffentlichungen oder auch nur eine Internetpräsenz (Myspace gilt nicht!!!) vorweisen zu können, gleich mal eine fette Österreich-Tour zu absolvieren.

Eine schwammige Idee, wohl entstanden im Kopf irgendeines Marketing-Verantwortlichen, die - zumindest in Graz - nicht aufging. Da die Band Neon Plastix kurzfristig wegen Gerichtsverhandlungen absagen mussten (da kommen Erinnerungen an Herrn Doherty wieder hoch), sprangen kurzfristig ihre Freunde von Battant ein, um den Grazern zu zeigen, dass selbst 17-jährige Briten mehr drauf haben, als Österreich je hervorbringen wird. Schade nur dass keine Grazer da waren -> das Foto oben zeigt Band eins auf der Bühne und Band zwei davor. Battant gaben sich aber dennoch große Mühe, die wahrscheinlich völlig überzogene Gage (die haben sich sicher ins Fäustchen gelacht) zu rechtfertigen und lieferten eigentlich ein klasse Konzert ab. Ein bisschen Devo, Stooges und Velvet Underground, dazu Ravebeats aus dem Sampler - das wäre durchaus tanzbar gewesen.

Noch viel mehr Retro und noch viel viel mehr Rave kam dann von Clarky Cat, die sich laut Pressetext auf die Band "Fall and Gang of Four" (sic!) beziehen und die allein schon wegen ihren Outfits sehenswert waren. Was für uns jetzt noch aussieht wie Fasching, könnte bald ernsthafte Mode sein - Achtung! Hauptsache neon, scheint das Schlagwort zu sein. Musikalisch schöpften sie durchaus auch im Scooter-Fach, ließen im Gegensatz zu ihren Outfits die Retro-Rave-Geschwülste aber durchaus unpeinlich pumpen.

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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

Maria Taylor am 1. Mai im Grazer Orpheum.

Fünfzehn Überraschungskonzerte ließ FM4 schon vom Stapel, Gig Nummer 16 brachte am Staatsfeiertag US-Songwriterin Maria Taylor ins frisch geputzte Arcadium nach Graz. Und für die Fans war der Gratis-Auftritt nicht einen Moment lang umsonst.

Taylor, bereits zum zweiten Mal Gast in der Landeshauptstadt, präsentierte starke Songs aus ihrem aktuellen Album "Lynn Teeter Flower" und dem großartigen Vorgänger "11 : 11" und bewies, dass sie nicht umsonst ein Aushängeschild des Saddle-Creek-Labels ist.

Fotos und Bericht: Christian Penz

 

 

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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

Leider ließ der erwartete Besucherandrang etwas auf sich warten, das Konzert fand statt am Mainfloor in der bar des Grazer p.p.c. statt. Nicht unbedingt eine abgefuckte Rock'n'Roll-Location, die roten Vorhänge und Sitze wurden wohl eher für schicke Hosebeats und groovigen Hip Hop gemacht.

Eröffnet wird der Abend von der großen steirischen Underground-Hoffnung, den Killed by 9V Batteries, auf die sich alle Auskenner derzeit einigen können, mit einer mitreißenden Mischung aus Noise und Pop.

Dann erscheinen die Gods Of Blitz und es beginnt im Publikum eine kurze Diskussion, ob das jetzt Schweden sind oder nicht. Schließlich klingen sie wie die Hives (die aber natürlich ziemlich amerikanisch klingen) und sind so gut angezogen wie nur Schweden das drauf haben (gelb-karierte Hose!) Der Rätsels Lösung: Berlin-Kreuzberg. Anmerken lassen sie sich das aber nicht so gerne, die Texte sind auf englisch (RnR auf deutsch, geht das eigentlich?) und Bühnenansagen gibt's nur in Ausnahmefällen.

Jedenfalls machen die Gods Of Blitz genau die Musik, die man sich als gutes Livekonzert vorstellt, und diese Erwartungshaltung wurde nicht enttäuscht: Innerhalb weniger Takte bringen die Gods, die eine schöne Leuchtschrift mit ihrem Namen und zwei Blitz-Lampen mitgebracht haben, das Publikum zum Tanzen und lassen keinen ihrer Radiohits wie "New Wave Wipe-Out" oder "Flashbackville" aus.

Am Heimweg, kurz nach Mitternacht, noch eine Begegnung der anderen Art: "Uns treffen Sie im Jagdmuseum Schloss Stainz":

 

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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

Zwei Konzerte am Donnerstag 26.4. in Graz ...

1. Fotos im Orpheum, 20.30
Die Hamburg-Köln-Wuppertal Connection in Bandform (die Mitglieder wohnen alle in verschiedenen Städten) war vor nicht allzulanger Zeit als Vorgruppe von Mia im Orpheum zu Gast, weshalb es nicht verwunderte, dass sich nur ein kleines Grüppchen von ca. 35 Leuten eingefunden hatte, um sich die Band anzusehen. Außerdem war der Preis mit 19 Euro schon etwas über der Schmerzgrenze angesetzt. Doch Band und Publikum ließen sich davon nicht die Laune verderben, die größtenteils mit Converse-Schuhen bekleideten Teenager klatschten brav mit und sangen auch auf Anweisung. Auch Sänger Tom Heßler wurde wie es sich gehört von den Mädels angehimmelt - wahrscheinlich nicht zuletzt aufgrund seiner Ähnlichkeit mit Ex-Echt-Sänger Kim Frank. Trotzdem bin ich mir sicher, dass ihnen die Band es im Nachhinein übel genommen hat, dass sie ihnen ausgerechnet Kurt Haids "Nachtexpress" als After-Concert-Party-Lokal empfohlen hat. Highlights: die Singles "Komm zurück" und "Giganten" und eine rockende Coverversion von Deichkinds Partyslammer "Remmidemmi (Yippie Yippie Yeah)".

2. Wire Globe Labelnight in der Postgarage, 21.30
"Krawall und RemmiDemmi", wie schon von Fotos mit ihrer Deichkind-Coverversion versprochen, gab es dann so richtig in der Postgarage. Am 2. Floor präsentierte sich das Label WireGlobe (Myspace-Eigendefinition: "Hawaiian / Bossa Nova / Melodramatic Popular Song") und das burgenländische Sensationsduo Scarabeusdream seine erste Veröffentlichung. Die den tollen Titel "sample your heartbeat to stay alive" trägt. Eröffnet wurde der Abend mit düsterem Noisecore von Duna aus Ungarn, darauf folgten die Screamo-Hardcoreler Dimitrij, nicht aus Russland, sondern aus Wiener Neustadt.

Scarabeusdream, die durch einige Liveauftritte und fleißige Mundpropaganda in Graz doch schon recht bekannt sind, betraten die Bühne erst kurz vor Mitternacht und mäanderten gekonnt zwischen minimalistisch ruhigen Phasen und brachialem Krach, zwischen Klavier und Schlagzeug, zwischen Genie und Wahnsinn,  hin und her. Nicht mehr wirklich U-Musik, aber dennoch total Rock'n'Roll: Am Schluss kriegte das Equipment auch noch eine drauf. Reinhören in "sample your heartbeat to stay alive": http://www.myspace.com/scarabeusdream 

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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

"Wo sind jetzt die Fotos?", schreibt Autor Martin G-Punkt Wanko. Lieber M.G.W., hier sind sie, und Du an erster Stelle. Wer sonst noch so bei der Eröffnung des Forum-Festivals in Graz (bis 5. Mai) dabei war: 

Forum-Festival: www.forumstadtpark.at/forumfestival

Wanko-Blog: www.m-wanko.blogspot.com 

Andreas Prückler

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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

5 Tage Dienstreise in  Amsterdam: Klimawandel, Erderwärmung, Hochwasserschutz, Co2-Senkung, Dämme, Deiche, Energiespareffizienz... uff!

Nach so viel Wissensvermittlung muss Ablenkung her, Entspannung.

Nein, nicht was Sie schon wieder denken. Dutch-Culture heißt nicht ausschließlich sich durch die unzähligen Coffeeshop-Variationen entlang der Grachten zu hanteln.

Ich probierte es mal mit Ablenkung a la Valie Export: "Tap and touch", zum ersten Mal Videos ihrer Aktion gesehen, bei der Männer, Frauen ohne Namen durch den Kartonvorbau begrapschen durften... Ihre einzige Aufgabe: genau zu stoppen.

Der graumelierte Typ neben mir am Kopfhörer staunte sich gezählte sieben Mal durch die Sequenz...! Ob Kunst-Grapschen auch in Etzersdorf oder so ziehen würd?

Stadtbesichtungen der besondern Art. Die witzige Ausstellung "Mapping City" im Stedelijk Museum (www.stedelijk.nl) ist noch bis 20.Mai zu sehen!

und der alte Postbau zahlt sich schon alleine wegen der Terrasse im 11. Stock und dem Ausbilck über Amsterdam aus!

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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

 

Ich hol' mir schnell ein Drama aus dem Automaten . . . Arnold Graggaber und Matthias Hafner haben für das Festival im Grazer Forum Stadtpark "Peep Ateliers" entwickelt, in denen Künstlerinnen und Künstler bis 5. Mai für Aufträge bereitstehen. Für 1 Euro bekommt man vier Minuten Arbeitszeit, für 2 Euro acht Minuten usw. Das soll zum Nachdenken anregen, es macht aber auch Spaß. Bei der Festival-Eröffnung hat Andrea Schlemmer in den Peep Ateliers heiße Luft verkauft, Bert Könighofer Comics. Und auf Ewald Palmetshofers Automaten stand nicht nur "Drama" drauf, es war auch Drama drin. Seinen 1-Euro-Job werde ich mir im Badezimmer aufhängen:

A: Du, und?
B: Was, und?
A: Na, ich mein: und? Also: und. Ich mein hast du das auch, ich mein das Gefühl, dass das so langsam alles, ich mein du weißt schon. Gehts dir gut? Ich mein, gehts dir. Ich mein: gut? Wie gehts dir?
B: Ich hab heut geduscht.


Schriftsteller Ewald Palmetshofer


Zeichner Bert Könighofer


4-Minuten-Arbeit von Bert Könighofer

Forum-Festival: www.forumstadtpark.at/forumfestival

Andreas Prückler

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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

Und es gibt sie doch! Nicht nur New York, Los Angeles, Detroit oder Berlin hat seine Rapper, auch in Graz gibt es eine sprechsingende Szene (Musikexperten beziffern die Zahl Ernst zu nehmender Künstler an der Mur auf 10).

Einer der derzeit auftstrebendsten Nachwuchs-Rapper aus Graz ist Canice Charlesworth. 22 Jahre jung, gebürtiger Wiener und einen Namen tragend, der auf eine Eigenkreation, um der besseren Vermarktung willen schließen lässt. Doch weit gefehlt! Der Vater ist Engländer.

Dieser besagte Canice feuerte am 14. April den Startschuss zu seiner Solokarriere ab. Im Grazer "Veilchen" lud er zur CD-Release und präsentierte er seine erste EP  (Stufe zwischen Maxi-CD und Album) mit dem Titel "Underdog" Die Hip Hop-Fans nahmen die Einladung dankend an fünf Euro Eintritt in Kauf und füllten den engen Keller fast bis auf den letzen Platz (rund 150 Besucher).

Was sie von Canice um Schlag Mitternacht eineinhalb Stunden zu hören bekamen, wurde begeistert zur Kenntnis genommen. Und diese Begeisterung ist durchaus verständlich. Auf dem Album kommt Canice' Rap zwar noch professioneller daher, doch ist die Live-Performance für einen Hobby-Musiker respektabel. Sein Sprechgesang wirkt zumeist sicher und souverän, seine Ausdauer spricht für eine gute Kondition. Die Texte sind typisch für seine Szene: familiäre Probleme, Arbeitslosigkeit, Abrechnung mit den Kritikern und auch ein wenig Liebe.  Das Publikum hat er im Griff und es gehorchte ihm auch. Nicht nur an dieser Stelle merkte der Zuseher Canice bisherige Bühnenerfahrung mit "Crews" wie  "SX4D" sowie "Another Bad Character".

Eines verwundert aber schon: warum  hebt sich ein steirisch-wienerischer Rapper so gar nicht von den deutschen Künstlern der selben Zunft ab? Würde Canice nach seinem Gig behaupten er sei Deutscher, keine würde es in Frage stellen. Ist es denn überhaupt möglich, einem Genre wie Rap eine österreichische Note zu geben?  Es muss möglich sein, denn so fehlt Canice noch etwas diese besondere, eigene Note, um nicht noch in 15 Jahren nur in Graz das "Veilchen" zum Rappen zu bringen.  

 Canice' EP "Underdog" mit acht Songs,  produziert von den Grazern Stiffla & Deem ist unter age2@gmx.net erhältlich.

Christoph Steiner

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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

Hätte am selben Abend in Wien nicht noch ein Konzert der momentan schwer angesagten britischen Maximo Park stattgefunden, wäre das Konzert von CSS und Tilly And The Wall wohl komplett ausverkauft gewesen, so war es immerhin kurz davor.

Im rammelvollen Lokal am Donaukanal eröffneten die aus Nebraska stammenden Tilly and The Wall den Abend mit einem mit gerade mal einer halben Stunde leider viel zu kurzem Programm. Der Clou bei der Band sind nicht nur ihre supernetten, fröhlichen Mitsing-Songs (konsequenterweise heißt eine Single "Sing Songs Along"), sondern das Ersetzen eines Schlagzeugs durch - Steptanz. Wer Michael Flatley also nie ausstehen konnte und sich aber trotzdem für den Klang von Stepschuhsohlen erwärmen kann, war hier goldrichtig. 

 

CSS (die Abkürzung für "Cansei der Ser Sexy" - das Sexy-sein leid sein) aus Sao Paolo, Brasilien, kamen nach einer ganz schön langen Umbaupause auf die Bühne, Sängerin Lovefoxxx im glänzenden, hautengen Catsuit und mit Backstage-Catering-Obst im Haar. Das Obst wurde dann ins Publikum geworfen - da freut sich der Hausverstand -, Lovefoxxx benötigte aber ein Weilchen, bis sie ihre Haare vom letzten Rest Weintrauben befreit hatte. Bei so viel Electroclash-verstärkten Rocksound (unter anderem wurde der Rotzgören-Klassiker "Pretend we're dead" von L7 gecovert) hat man aber auch besseres vor! Stagediven zum Beispiel, was Lovefoxxx sich nicht nehmen ließ: Zwei Mal sprang die Sängerin von der Bühne, um vom begeisterten Publikum immer wieder sicher auf die Bühne getragen zu werden. Schließlich wollten sie noch ein paar Songs hören - und zwar in allen Stilen von Heavy Metal bis R'n'B ("if Aaliyah was still alive, she would probably sing this song"). Tolles Konzert!

Nina Müller

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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

Schon im Vorjahr haben die "Cooks Of Grind" am Gründonnerstag im Exil (Graz) einen Hasen serviert, heuer stand eine  - auch von Stadtrat Miedl subventionierte? - Musical-Aufführung auf dem Menüplan. Wer "Cooks Of Grind Superstars" nicht gesehen hat, weil er oder weil er nicht im völlig überfüllten Exil war, kann sich die Videos auf Youtube ansehen:

http://www.youtube.com/watch?v=ZBiIm8qwnnU und http://www.youtube.com/watch?v=QiUpKN8SUCs

Das "freaked out Micro Musical", aufgeführt von der um ein paar Gaststars erweiterten Männerkochgruppe, bestand zunächst aus einem gemeinsamen Abendessen der Jünger und einer umgetexteten Coverversion von "Jesus Christ Superstar", bei der sich Andrew Lloyd Webber wohl im Grab umgedreht hätte, wenn er nicht noch leben würde.

Folsche Melanzani, Gobelbissen mit Sauce,

folsche Titt'n und a Gulasch vom Osterhos,

...

Wos koch'ma heit

Für die hungrigen Leit

Cooks Of Grind  - wir san die besten Freind

Cooks Of Grind Superstars - in da Kuchl und an der Bar

...

Im Exil-Hinterzimmer gab's dann noch Zigarren (Faschierte Würstel im Blätterteig) und Gnadencocktails (aus einem Schokohasen gezapfter roter Wodka mit Marienmilch aus der Bananenmilch-Flasche). Und die flüssigen Sünden konnte dann noch mit einer Fußwaschung gleich wieder loswerden.

Nina Müller

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von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

Die Bishops sind ein britisches Zwillingspaar, das sich in der Retrowelle mit Sixties-Sounds und Beatles-Musik nach oben surfen will. Dank einer Unzahl an Gigs in ganz Europa haben sie sich mitterweile zu einer tollen Live-Band entwickelt, die ihr Publikum (in Graz: ca. 200 junge Hipster) im Griff hat. Nach zwei Auftritten im Rahmen der "Sound of London"-Schiene im Nonstop-Kino am Bahnhof war dies ihr bereits dritter, und dank Radio-Soundportal-Promo am besten besuchter Auftritt.

Hier zum Vergleich: der eine Bishop

 

und hier der andere Bishop

Mit "I can't stand it anymore" soll noch im April die zweite Single erscheinen und das Debütalbum dürfte auch nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen, der nächste Steiermark-Gig steht hingegen schon fest.

Nina Müller

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von NinaMueller am: 31.07.2007, 18:17 Uhr

This is Hardcore: Kann man am selben Abend den neuen Film von David Lynch verkraften und dann noch ein Konzert der kalifornischen Avantgarde-Popper Xiu Xiu genießen? Man kann - zumindest einigermaßen.

Um 20 Uhr luden MacGuffin zur Graz-Premiere von "Inland Empire", dem neuen Film vom Maestro des Mystery-Dramas, David Lynch. Wegen der Überlänge des Films bekamen die Premierengäste den Buffet-Inhalt gleich vor Anfang der Vorstellung ausgehändigt und lauschten im Saal des Rechbauerkinos mit Papiersackerln (Inhalt: Bierdose, Tramezzini, Gummibärli - was braucht man mehr?) gutgelaunt der launigen Premierenansprache von Heimo Sver und Christof Huemer ("beim Martin Wanko bedanken wir uns auch, der will das so, keine Ahnung warum").

 

Dann: 172 Minuten Ratlosigkeit. Waren Lynchs Werke immer schon für ihre Rätselhaftigkeit bekannt (und auch von mir geliebt), so hat er es diesmal auf die Spitze getrieben. Die Handlung des Films wirft Fragen über Fragen auf und beantwortet keine einzige davon auch nur ansatzweise. Laura Dern schleppt sich durch einen Plot im Plot im Plot, der Zuschauer verliert sich wie die Hauptdarstellerin immer mehr in der Handlung. "Inland Empire" muss man mehr wie eine Kunstinstallation als einen Film begreifen, meint der "Spiegel" in einer Kritik - und da ist wohl was dran ...

Nach dieser existenziellen Erfahrung im schlecht belüfteten Kinosaal schnell weiter in die Postgarage, wo die Headliner der Wire Globe Labelnight noch warten. Xiu Xiu sind in einem kleinen Kreis von Musikkennern mit Schräg-Hang so etwas wie eine Kultband, und dass sie ihre einzige europäische Clubshow des Jahres in Graz spielen, darf ruhig als kleine Sensation gesehen werden. Mit Soap&Skin hat einer der Support Acts leider abgesagt, somit ist es ein Glück, dass ich noch rechtzeitig bin ...

Die Musik von Xiu Xiu klingt live noch etwas rauer als auf Platte, umso verwunderlicher ist es also, dass ausgerechnet dies das erste Mal ist, dass ich doch tatsächlich bei einem Rockkonzert angemault werde, doch ein wenig stiller zu sein ("Do spült die Musik"). Das Konzert ist dafür kurz, aber sehr intensiv, Jamie Stewart schwitzt wie verrückt und die Band wechselt zwischen euphorisierenden Orchestersamples und Krach hin und her, Zugabe gibt es leider keine. Vielleicht die beste Band, die man sich nach "Inland Empire" anschauen kann!

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von NinaMueller am: 03.08.2007, 14:24 Uhr

This is Hardcore: Kann man am selben Abend den neuen Film von David Lynch verkraften und dann noch ein Konzert der kalifornischen Avantgarde-Popper Xiu Xiu genießen? Man kann - zumindest einigermaßen.

Um 20 Uhr luden MacGuffin zur Graz-Premiere von "Inland Empire", dem neuen Film vom Maestro des Mystery-Dramas, David Lynch. Wegen der Überlänge des Films bekamen die Premierengäste den Buffet-Inhalt gleich vor Anfang der Vorstellung ausgehändigt und lauschten im Saal des Rechbauerkinos mit Papiersackerln (Inhalt: Bierdose, Tramezzini, Gummibärli - was braucht man mehr?) gutgelaunt der launigen Premierenansprache von Heimo Sver und Christof Huemer ("beim Martin Wanko bedanken wir uns auch, der will das so, keine Ahnung warum").

 

Dann: 172 Minuten Ratlosigkeit. Waren Lynchs Werke immer schon für ihre Rätselhaftigkeit bekannt (und auch von mir geliebt), so hat er es diesmal auf die Spitze getrieben. Die Handlung des Films wirft Fragen über Fragen auf und beantwortet keine einzige davon auch nur ansatzweise. Laura Dern schleppt sich durch einen Plot im Plot im Plot, der Zuschauer verliert sich wie die Hauptdarstellerin immer mehr in der Handlung. "Inland Empire" muss man mehr wie eine Kunstinstallation als einen Film begreifen, meint der "Spiegel" in einer Kritik - und da ist wohl was dran ...

Nach dieser existenziellen Erfahrung im schlecht belüfteten Kinosaal schnell weiter in die Postgarage, wo die Headliner der Wire Globe Labelnight noch warten. Xiu Xiu sind in einem kleinen Kreis von Musikkennern mit Schräg-Hang so etwas wie eine Kultband, und dass sie ihre einzige europäische Clubshow des Jahres in Graz spielen, darf ruhig als kleine Sensation gesehen werden. Mit Soap&Skin hat einer der Support Acts leider abgesagt, somit ist es ein Glück, dass ich noch rechtzeitig bin ...

Die Musik von Xiu Xiu klingt live noch etwas rauer als auf Platte, umso verwunderlicher ist es also, dass ausgerechnet dies das erste Mal ist, dass ich doch tatsächlich bei einem Rockkonzert angemault werde, doch ein wenig stiller zu sein ("Do spült die Musik"). Das Konzert ist dafür kurz, aber sehr intensiv, Jamie Stewart schwitzt wie verrückt und die Band wechselt zwischen euphorisierenden Orchestersamples und Krach hin und her, Zugabe gibt es leider keine. Vielleicht die beste Band, die man sich nach "Inland Empire" anschauen kann!

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von NinaMueller am: 03.08.2007, 14:51 Uhr

"Da hab ich ein Leben lang Angst vor dem Sterben gehabt,
und jetzt das!"
soll Karl Valentin einmal gesagt haben. Inspiriert von diesem Satz hat die Berliner Theatercompagnie Familie Flöz das Stück "Infinita" entwickelt, das heuer bei La Strada zu sehen war. 

 

Inhalt laut Selbstbeschreibung: Ein kurzer Einblick in die Unendlichkeit von Geburt, Sex und Tod und allem was sonst noch komisch ist. Ganz ohne Worte wird die Geschichte eines kleinen Kindes, das sich gegen die größeren Geschwister durchsetzen muss, und die eines alten Manns im Rollstuhl, der ins Altersheim kommt, erzählt. Die Masken der Schauspieler sind dabei so ausdrucksstark, dass man glauben möchte, sie weinen oder lachen sogar.

Die kleinen Kinder, die den Publikumsbereich der altehrwürdigen Oper einfach zum Ballspielen nutzen, sind dabei um nichts kindischer als die alten Herren, die in zum Brüllen komischen Szenen sich mit Radioantennen verbiegen, um einen besseren Empfang zu haben, Tabletten klauen und die Krankenschwester ärgern.

Wunderbare Bilder am Ende des Stücks, als die vier alten Käuze gen Himmel fahren und plötzlich von ihren Gebrechen erlöst sind: Der eine macht, ohne sich aus seinem Rollstuhl zu erheben, einen Handstand auf demselben, der andere wirft seinen Stock weg und macht einen Flic-Flac.

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von NinaMueller am: 06.08.2007, 14:58 Uhr

 

Wieder etwas gelernt: Wenn jemand in einem Bett auf der Straße Theater spielt, sollte man lieber rechtzeitig kommen. So am eigenen Leib erfahren bei Adrian Schvarzstein, der am Mariahilferplatz dermaßen umringt von begeisterten Besuchern war, dass man bestenfalls mit Stelzen etwas gesehen hätte. Aber es muss ganz lustig gewesen sein, wie den ständigen Lachern aus dem Kreis der Eingeschworenen zu entnehmen war.

Zum Glück lud der mehr komische als feurige Spanier nur wenig später zu einem "Dans" auf den Lendplatz. Die armen kleinen Kinder, die inzwischen die kleine Bühne als Spielplatz auserkoren hatten, wurden weggescheucht, und Schvarzstein begann sein kurioses Programm mit ausgiebiger Publikumsbeteiligung. Einer musste die Drehorgel bedienen, einer den Paravent halten und viele Damen wurden mehr oder weniger zum Tanz gedrängt. Als Belohnung gab es Ruhm und Kekse, zum Ende des Auftritts sollten alle tanzen, was in der Heimat von Schvarzstein wahrscheinlich besser funktioniert als im doch recht reservierten Graz.

Zum Festival-Finale ließ die französische Kompanie "Transe Express" in ihrem Stück "The Lazy Kings" die barocke Beerdigung desselben proben. Nachdem zuerst ein Leichenzug durch die Herrengasse stattfand, bekamen die Zuseher am Hauptplatz nach langer Wartezeit ein buntes, akrobatisches Spektakel auf einer riesigen Gerüstpalme, die einem überdimensionalen, lebendigen Mobile glich, vor dem Rathaus zu sehen.

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von NinaMueller am: 16.08.2007, 13:22 Uhr

Unsere kleine Steiermark im Festivalzentrum ist fertig aufgebaut - der springfestival-Raum ist richtig gemütlich geworden und wir haben schon die ersten Besucher begrüßen dürfen. Leider noch ohne Dirndl, aber das Dirndl im Dirndl (Elli) kommt bald. Es gibt feinsten steirischen Wein, Kürbiskerne, Schnaps, frisch-saftig-steirische Äpfel und Wurst ("hmmm lecker!").

Das Etap-Hotel, in dem wir schlafen, ist halt ein Etap-Hotel - not Hilton but clean. Und es "hat ein Fenster nach außen!" (Andi).

Gestern Abend leider wegen dringendem Duschbedürfnis nach dem Aufbauen das Unplugged-Konzert der Fehlfarben verpasst, aber dafür das zweite Konzert, Apparat feat. Raz Ohara und die grandiosen Battles gesehen. Das Gloria, ein ehemaliges Kino und daher mit nach hintem höher werdenen Boden ausgestattet, war zum Platzen voll (davon wahrscheinlich die Hälfte akkreditiert), Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Dschungel-Bereich. Bei Apparat, der eigentlich knarzigen Techno macht und angeblich mit Gianna Nannini (!) an einer Rockoper (!) arbeiten soll, fanden wir uns seltsamerweise an Coldplay und U2 erinnert, womit niemand gerechnet hätte. Als Bestätigung liefen erstgenannte, die wie ich vorgestern im Nachtprogramm auf Pro7 gesehen habe, zu Deutschlands (ca.) 85. nervigster Band gewählt wurden, auch in der Umbaupause. Schön, aber wieder mal etwas von Raz Ohara zu hören, der seit seinem Debütalbum irgendwie in der Versenkung verschwunden ist.

Dann die Battles, die ich heuer schon am ATP Festival sehen durfte: Nicht von ungefähr sind die Gitarren wie bei Jazzern hochgeschnallt, so komplex sind die Stücke der Band zu spielen. Obwohl die Songs wegen ihrer vielen Passagen mit stark repetitivem Charakter so wirken, als würde man bei einer Jam Session allererster Güte zuhören dürfen, ist das alles genau geplant und so gespielt, wie es auf Platte klingt. Eine Band, die auf einem Rockfestival genauso funktionieren dürfte (und hat, siehe ATP) wie auf einem Jazzfestival wie auch auf einem Elektronikfestival.

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von NinaMueller am: 16.08.2007, 13:44 Uhr

 

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von NinaMueller am: 17.08.2007, 15:09 Uhr

Ich darf verkünden, dass Kernöl und Wein aus der Steiermark hier mehr als nur gut ankommen - vor allem bei den Gästen aus Amsterdam und Reykjavik ... Auch von den bei uns im Zimmer aufgehängten Fotos von Graz Tourismus und Steiermark Tourismus interessieren sich die Leute sehr für Murinsel und Kunsthaus ("sieht aus wie so'n Octopus!").

Über gestern Abend gibt es leider von meiner Seite nicht viel zu berichten - Müdigkeit und ein bisschen "morgen müssen wir fit sein" machten es leider unmöglich. Bei Uffie & Feadz und der Mediengruppe Telekommander im Gloria war es aufgrund völliger Überlastung der Location unmöglich, reinzukommen, außerdem soll es eine wilde Schlägerei gegeben haben ...

Das "morgen müssen wir fit sein" bezog sich übrigens auf den heutigen Springfestival-Abend im Stadtgarten. Das Line-Up ist eines der fettesten auf der c/o pop und ist eine Mischung aus britischen, südafrikanischen und steirischen Künstlern:

Dubstep Floor

Digital Mystikz (DMZ, London/UK)
Loefah (DMZ, London/UK)
MC Sgt. Pokes (DMZ, London/UK)
DJ Pinch (Tectonic, Bristiol/UK)
Plastician (DMZ, London/UK)
Amtrac (Bass Or Die, Graz/A)
Focus (Bass Or Die, Graz/A)
Visuals: springseven Workshop

Styrianstylez / Studio 672

Live: Binder & Krieglstein (Essay, Graz/A)
Live: Soap & Skin (Shitkatapult, Graz/A)
Zeiger Soundsystem & Friends (springfestival, Graz/A)
Visuals: springseven Workshop

Nu Rave Bar

Live: The Bulgarian (Potty Mouth, Cape Town/RSA)
Live: Bumm Bum Boys (Bumm Bumm, Graz/A)
Etepetete (Bumm Bumm, Graz/A)
Visuals: The VJ-Girls (Graz/A)

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von NinaMueller am: 18.08.2007, 15:44 Uhr

Heute, Samstag, ist Public Day auf der co/pop affair, das heißt, es ist noch viel mehr los als sonst: Aus allen Räumen wummert, blubbert und breakt es, ein paar Meter weiter spielt sogar eine ziemlich laute Rockband. Die Wände sind noch zusätzlich mit Kunstwerken, Graffiti und vielen vielen Flyern dekoriert, unsere Nachbarinnen vom Raum für Kunst und Musik e.V. bieten Bananen- und Erdbeer-Milkshakes an. Und wir hoffen, noch viel mehr steirischen Wein und Infos übers Springfestival an den Mann/die Frau zu bringen.

Gestern Abend gaben M.I.A. ihr einziges Deutschlandkonzert im restlos ausverkauften Gloria. Maya Arupragasam und Cherry gaben wirklich alles, tanzten auf der Theke und holten zum Leidwesen der Security gegen Ende des Konzerts sogar große Teile des Publikums auf die Bühne:

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von NinaMueller am: 18.08.2007, 18:22 Uhr

Heute, Samstag, ist Public Day auf der co/pop affair, das heißt, es ist noch viel mehr los als sonst: Aus allen Räumen wummert, blubbert und breakt es, ein paar Meter weiter spielt sogar eine ziemlich laute Rockband. Die Wände sind noch zusätzlich mit Kunstwerken, Graffiti und vielen vielen Flyern dekoriert, unsere Nachbarinnen vom Raum für Kunst und Musik e.V. bieten Bananen- und Erdbeer-Milkshakes an. Und wir hoffen, noch viel mehr steirischen Wein und Infos übers Springfestival an den Mann/die Frau zu bringen.

 

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von NinaMueller am: 27.08.2007, 17:52 Uhr

Mit einem "Varieté der österreichischen Seele" wurde das Sommerfest im Theater im Bahnhof von Hannes Löschel, Wolfgang Vincenz Wizlsberger (Kollegium Kalksburg) und Christoph Bochdansky eröffnet.

Das darf man sich laut Einleitung so vorstellen: Das Unterrösterreich ist ein Land, das sich verfassungsgemäß auf Phantastik konstituiert. Zu erreichen über einen Pfad aus lieblicher Verklärung, Heraufbeschwörung eines mystischen Österreichs, einem Gemisch aus Tarockei und Kakanien, Feenland und Zauberspiel, neurotischen Angstzuständen und einem bösartigen Blick auf eine quälende Gegenwart.

Praktisch war das eine sehr abwechslungsreiche Mischung aus phantasievollem Puppentheater, "Zaubererei", umgetextetem Wienerlied und vielen Skurrilitäten. Zum Beispiel diesem ziemlich plötzlich aus einem Sakko aufgetauchten Kerl hier: 

Nach Grillwürstel und Salatbuffet dann einer der hierzulande leider sehr raren Auftritte von maschek, die diesmal nur zu zweit auftraten, was man dem Programm aber nicht angehört hat. "maschek redt drüber" kennt man unter anderem aus Dorfers Donnerstalk: Das Trio spricht live bösartige Texte über Fernsehausschnitte. Die Opfer diesmal: Arabella Kiesbauer, Alfred "i wü net Bundeskanzla werdn" Gusenbauer , der Fionanzminister ("ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dich") muss einen neuen Job suchen und Josef Broukal, der mit einem Linux-Vortrag Nationalratspräsident Andreas Khol zum Einschlafen bringen soll. 

 

".... und Grinsen'S beim Bewerbungsgespräch net, Grinsen ist der Schmuck der Dummen" - KHG beim Bewerbungscoaching
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von NinaMueller am: 04.09.2007, 16:04 Uhr

Ein verspäteter Nachbericht zu Sonic Youth live in der Wiener Arena (26. August 2007).

Als Thurston Moore letzte Woche in einem Interview mit Contact Music die Bemerkung fallen ließ, er bedaure, dass sich Sonic Youth nicht wie viele andere Bands (gemeint waren vor allem die Pixies und Dinosaur Jr.) aufgelöst hätten, denn dann würden sie jetzt wahrscheinlich in teuren Limousinen Champagner schlürfen, ging ein Raunen durch die Indie-Blogs auf der ganzen Welt. Sonic Youth geldgierig? Kann er das ernst gemeint haben?

 

Wie auch immer, Thurston hat wahrscheinlich Recht: Der Einfluss der Band auf den Indie-Rock der 90er und damit auch die Verkaufszahlen-Explosion in der alternativen Rockmusik nach Nirvana ist unbestreitbar, doch ihr Status als die grauen Eminenzen, die sich vornehm im Hintergrund halten und sich mehr für künstlerische Ansprüche als finanzielle Aspekte interessieren, ebenso.

Wie das Konzert jetzt endlich war? Ein Ereignis. ALLE waren da, ob Pressefuzzis, Plattenverkäufer, beeinflusste Bands (gesehen unter anderem Killed by 9V Batteries, Lady Lynch und Kreisky), Bar- und Clubbesitzer, ... ALLE fanden sich schon zwischen fünf und sechs Uhr Nachmittags in der Arena ein, um auf IHRE Band zu warten. Verkürzt wurde die Wartezeit durch interessante Gespräche ("Warst du auch beim letzten Konzert in der Arena?" - "Gehst du nächsten Mittwoch zu Dinosaur Jr.?" - "Welche ist deine Lieblings-Sonic-Youth-Phase?") und die aus China stammende Vorgruppe Carsick Cars, brave Schüler der SY-Schule, die somit nix Neues bieten konnten, aber doch einen ganz netten exotischen Anblick boten. Demnächst live zu sehen gemeinsam mit Sonic Youth in Peking!

Wie angekündigt, betraten die Mutter und Väter des Indie-Noiserocks um dreiviertel acht Uhr Abends die Arena-Bühne. "10, 20, 30, 40, tell me that you wanna hold me" - der 1994er-Hit "Bull in the Heather" erwies sich als Traum von einem Eröffnungssong. Darauf folgen ca. 90 Minuten lang Songs aus allen Schaffensperioden des Quartetts von "Shaking Hell" (1983, die Schlussnummer) bis "Do you believe in Rapture?" (2006), die offensichtlichen Hits fehlen. Die eingefleischen Fans, also so ziemlich das gesamte Publikum, bejubeln trotzdem jeden einzelnen Song, den sie natürlich kennen: "Von welchem Album ist das noch mal schnell?"

Ziemlich kool und routiniert (das kann man von einer Band, die seit 1981 besteht, wohl auch erwarten) wird das Konzert runtergespult und ist viel zu schnell wieder vorbei. Doch Sonic Youth sind unantastbar und rechtzeitig zu Columbo zu Hause zu sein, das hat auch was.

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von NinaMueller am: 10.09.2007, 18:48 Uhr


von vorne ...


... und von hinten!

 

 

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von NinaMueller am 11.09.2007, 00:12Uhr
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Collection:Slippy, 7. September 2007, Forum Stadtpark
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Collection:Slippy, 7. September 2007, Forum Stadtpark
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Collection:Slippy, 7. September 2007, Forum Stadtpark
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von NinaMueller am 11.09.2007, 00:13Uhr
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Collection:Slippy, 7. September 2007, Forum Stadtpark
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von NinaMueller am 11.09.2007, 00:13Uhr
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Collection:Slippy, 7. September 2007, Forum Stadtpark
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von NinaMueller am: 11.09.2007, 00:23 Uhr

mit lila, anzüglich, gegenalltag, pixie, palo alto, unartig, mija t. rosa

Innerhalb einer Woche sollten die Modedesigner aus ein und demselben Stoff Kleidung entwerfen, die mehr an Kunst als an Tragbarkeit orientiert ist. Die Aufgabe bestand darin, denselben Stoff wie alle anderen zu verwenden und ihn umzugestalten: Drucken, Färben, Reißen, Nähen, Knoten, Kleben, Legen oder Bemalen: Verändern war das Grundprinzip.

 

 

 

 

 

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von NinaMueller am: 11.09.2007, 15:37 Uhr

Die aus Südkorea stammende Regisseurin Sung Hyung-Cho stellte am Montag, 10. September, im Grazer Augartenkino, ihren Dokumentarfilm "Full Metal Village" vor - übrigens die Österreichpremiere.  

Hyung-Cho erwies sich dabei als mindestens so witzig wie ihr Film, der den Culture Clash zwischen den Einwohnern des verschlafenen Dorfs Wacken und den einmal im Jahr in Scharen einfallenden Metalfans schildert und erklärte die Unterschiede in der Rezeption in den deutschen Premierenkinos: In Norddeutschland wurde sehr viel gelacht, und zwar an den richtigen Stellen, in Ostdeutschland verbrauchten die Leute ihre Lacher zu früh, sodass sie an den Pointen schon nicht mehr konnten.

Ob die Grazer gut gelacht haben, wurde leider in der folgenden Publikumsdiskussion nicht geklärt, dafür beantwortete die Regisseurin, die sich selbst als "Fern-Ossi" bezeichnet, sogar Fragen wie "Ist der Titel an Stanley Kubricks Film 'Full Metal jacket' angelehnt?" und bat jeden Besucher, mindestens fünf Leuten den Film weiterzuempfehlen. Ich hoffe, meine Schuldigkeit hiermit getan zu haben ...

Näheres zum Film im Kultur-Weblog.

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