25. Mai 2012 22:29 | |||||
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Was war noch am Samstag? Die "Familienmusik" Kings of Leon gaben ein recht KOLes Set mit Songs aus ihren mittlerweile drei Alben (Schwerpunkt natürlich auf frischem Material aus "Because of the Time" zum Besten, waren aber auch schon mal besser.
Auf einen kurzen Sprung zu Schauspielerin Juliette (Lewis) und ihren Licks, die halt leider nicht besonders interessanten altbackenen Schweinerock (oder heißt das hier "Sau-Rock"?) spielen. Frau Lewis gibt alles, in hautenger Plastikhose, dafür aber barfuß, trotzdem will das nicht so richtig kicken. Vor allem, wenn man als befangener Fan schon in Gedanken beim nächsten Act ist: Sonic Youth.
Die Götter des artsy Noiserock, die heuer im August auch in der Wiener Arena spielen werden, hatten zu meiner großen Freude Pavement-Bassist Marc Ibold als Verstärkung von Kim Gordon mit dabei. Kim, die ein extravagantes glitzerndes Kleidchen trug, hatte dafür bei einigen Songs die Hände frei, um sich ganz dem Tanzen - oder eher dem Sonic-Youth-typischen coolen Hüpfen zu widmen. Das Set bestand zum Großteil aus Songs des aktuellen Albums, "Rather Ripped", dazu noch ein Querschnitt aus alten Songs. Zugabe war "Kool Thing", wobei Kim Gordon den Sprech-Part etwas aktualisierte - "Hey, next American Idol, what are you going to do about the Iraq war?" Tolles Konzert, ein Besuch der Wiener Arena am 26. August kann nur ausdrücklich empfohlen werden.
Danach noch einige große Acts, für mich allerdings eher Nachher-Programm. Pearl Jam lieferten bestimmt eine gute Show, genau wie Placebo, aber nach Sonic Youth klingt für mich alles ein wenig zu straight und damit irgendwie uninteressant ....
Die Gute-Nacht-Musik lieferten dann die Queens Of The Stone Age, die gleich mit zwei Hits ("Feel Good Hit Of The Summer", dem perfekten Festival-Song) in die Vollen gingen.
Der Sonntag begann bis jetzt ganz gut mit den New Yorkern The Bravery, die mit monströsem Sound und guter Kleidung vielleicht mehr überzeugen konnten, als mit tollen Songs, und den Schweden von The Sounds, deren (natürlich blonde) Frontfrau das Publikum fest im Griff hatte. Ein Sprung noch zu Pixies-Chef Frank Black, der mit "I wanna live in Los Angeles" thematisch nahtlos an das Art Brut'sche "Moving to L.A." anknüpfte. Und jetzt kommen die fantastischen Mogwai. Bis später!