25. Mai 2012 22:29 | |||||
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Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
Eine Verschmelzung der beiden FM4-Paralleluniversen "Salon Helga" und "Im Sumpf" bot am Samstagabend das Grazer Literaturhaus. Nach einem Mini-Brainstorming wurde "Im Helga" geboren und schon sitzen die Moderatoren Christoph Grissemann, Dirk Stermann, Fritz Ostermayer und Thomas Edlinger an einem gemeinsamen Tisch. Und trotzdem wieder jeder für sich.
In den folgenden 90 Minuten kamen den rund 200 Zuhörern quasi ein Best Of der zwei Duos zu Ohren. Kreativ, unvorstellbar, witzig und oftmals geschmacklos. Vor allem die letzten beiden Attribute wurden vom überwiegend studentischen Publikum dankbar aufgenommen.
Ster- und Grissemann lasen die ersten 18 Seiten ihres in der Entstehung befindlichen Romans "Debilenmilch". Die tragische Geschichte vom Aufstieg und (vor allem) Fall der Familie Sauermann aus Lübeck und Köln. Die Konditoren, "dank der Sahne" zu Ansehen und Reichtum gekommen wurden den Lübeckern bald "zu reich und vulgär" und deshalb aus der Hanse vertrieben.
Es folgte die "Flucht" nach Köln wo das Kuckucksei Bruno schon als Zweijähriger täglich lieterweise Kaffee trank, nachdem er zuvor stundenlang geduscht hatte. Vater Oskar Sauermann starb vorzeitig an "breitem Darmschleier (einem vertieften Vordarm", der Mutters Leben bestand aus "Herumhurerei und Trunksucht", die der zweite Gatte und eigentliche Vater Brunos "an ihr vergötterte". Später musste Brunos Schule aus hygienischen Gründen abgefackelt werden, bevor er mit dem neuen Papa dem 1. Kölner Quallenmuseum (Zu sehen gibt es eine Qualle) einen denkwürdigen Besuch abstattet.
Der Roman ist meist tragisch und durchzogen von menschlichen Abgründen und plattdeutschem Einschüben.
Brunos wird später zum Gründer von Eduscho. Der Name stammt von seiner sich in jedem Hotel wiederholenden Frage über die Zimmerausstattung: "Hobs e Dusch o?"
Fritz Ostermayer und Thomas Edlinger präsentierten die Elixiere der Erregung und stießen dabei in bis dato gänzlich unbekannte Sphären der (meist) flüssigen Genussmittel vor.
Ostermayer und Edlinger schwören bespielsweise auf Eichkätzchensperma, welches schon Elvis Presley als Haargel und
Getränk verwendete. Weiters soll es auch am GTI-Treffen zu den drei beliebtesten Stimmungsmacher zählen. Weitere detaillierteste Ausführungen zum über das Liebesleben sowie Körperteile des Eichkätzchens bleiben an dieser Stelle unerwähnt.
Weiters empfehlen die beiden Elixier-Experten den Patchouli-Likör. Der Stoff aus dem die Albträume sind aus dem Hause der Schaß-Schamanen. Zutaten: Patchouli, Mottenkugeln, Strichnin und Kirsch- oder auch Pfefferminzlikör.
Zum Löffeln eignet sich die Mehlmargharita (im Klumpenform) bestehend aus Margarine oder Teer, Mehl und einer Flasche Tequila.
Dankbare Aufnahme fand das Erregungs-Elixier Kernöl. Dabei bleibt vor allem das "Mur-U-Boot" in Erinnerung (Schnapsglas voll mit Kernöl) sowie die Exklusiv-Enthüllung, "dass steir. Kernölbauern den unwissenden Tirolern Motoröl statt Flüssigen Kürbis verkaufen."
Thomas Edlinger berichtete von seinen Erfahrungen nach der Kernöl-Therapie. Völlig beölt habe er beim Roten Kreuz all sein Blut spenden wollen und unterhielt sich mit Tieren.
Unterbrochen wurden die Vorträge von einem Hass- sowie einem Liebeslied, live gesungen von Fritz Ostermayer. Die Stimme erinnerte an Johnny Cash, sein Aussehen an Paul Newman. Die Lieder an vieles, nur nicht an Musik. Auch nicht, wenn sich Ostermayer dabei auf den Boden legte.
Als Christoph Grissemann das Aussehen von Dirk Stermann folgend charakterisierte: "Von hinten wie Richard Gere, von vorne wie Helmut Kohl", erdreisteten sich einige der Zuschauer zu applaudieren. Das brachte Stermann zu der Drohung: "Das letzte Mal, dass ich in diese Scheiß-Stadt komme."
Na, hoffentlich nicht. Wir haben viel gelernt und noch mehr gelacht.