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Album "Re-View"
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Springseven Tag 1/2
von NinaMueller am: 29.06.2007, 13:01 Uhr

Springseven, das Grazer Festival für elektronische Kunst und Musik, geht in die siebte Runde. Da New Young Pony Club für das Eröffnungskonzert leider recht kurzfristig abgesagt haben, springen SteedLord aus Island ein. Die sind zwar durchaus originell und passen gut zum NuRave-Thema des Abends, aber so richtig überzeugen sie mich nicht. Irgendwie erinnert das ganze an Snap! (ja, die mit der "Power"), der lustige Prolostyle der Bandmitglieder belustigt auch nicht ewig. Die Sängerin hat aber eine sehr tolle Stimme.

Shitdisco, die jetzt zum Hauptact mutiert sind, enttäuschen leider auch irgendwie. Ihr Album enthält ein paar tolle Tracks, die man sich als echte Liveknaller vorstellt, aber es dann doch nicht so richtig sind. Langsam wird es auch kalt auf der Kasemattenbühne, dabei sollten die wilden Schotten doch eher einheizen! Auch ein Prodigy-Cover (ihr erster großer Hit "No Good") macht es nicht besser. Kein schlechtes Konzert, aber ich hätte mir eben mehr erwartet. Aber die Lasershow (!!!)war toll...

 

Richtig geil wird dann aber der Auftritt von Whomadewho, einem Kopenhagener Trio, das mit Engelsflügeln und E-Gitarren (eine durchaus sexy Kombination!) antritt, um die tanzhungrige Partycrowd im Dom im Berg auf eine heiße Nacht vorzubereiten. Der Gesang erinnert ein wenig an QUOTSA-Sänger Josh Homme! Leider hat der Gig etwas zu früh begonnen und ich habe den Anfang verpasst. Weiter gerockt wird mit dem Hamburger Duo Digitalism, die mit "Idealism" ein tolles Album veröffentlicht haben, das diesmal auch wirklich hält, was es versprochen hat. Thumbs up! Lange Arbeitstage und lange Tanznächte vertragen sich leider nicht, und so gebe ich wenig später nach dem Auftritt w. o.

Tag 2:
Im Bewusstsein, dass es am nächsten Tag schon nach England geht, wird das (schon wieder?) ein relativ minimaler Springseven-Tag und ich lasse die Turntablerocker im p.p.c. gleich mal links liegen. Umso weniger stört es mich, als ich erfahre, dass Fanta-Viertel Michi Beck krankheitshalber absagen musste.

Im Dom im Berg beginnt der Abend für mich mit einem überraschend netten Auftritt des Rappers Lotek - mit Liveband. Sehr sympathische Sache, und macht schon etwas Lust auf das, was da in der Postgarage wartet: Grandmaster Flash, der große. Und der ist auch der Grund, warum sich der Dom im Berg schon ab halb eins (trotz toller 4Hero!) zu leeren beginnt: Jeder, aber auch jeder, will den Grandmaster sehen. Und dementsprechend wurschteln sich die Leute auch in der Postgarage, die wohl selten so viele Besucher auf einmal hatte.

Ab ca. drei Uhr betrat er dann die Bühne und ließ sich kräftigst bejubeln. "The man who invented hip hop" stand bescheiden in den Visuals. Was folgte, war ein durchaus berechenbares Set von anscheinend fast allen Hip Hop- (und auch anderen) Hits der Welt, von Michael Jackson über Queen bis hin zu House of Pain "Jump arooooound", das nicht mal besonders toll gemixt, aber darum ging es nicht. Es ging um Party, Party, Party, und zwar möglicherweise die fetteste, die Graz jemals gesehen hat. Trotzdem nicht so meine Sache!

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