25. Mai 2012 22:33 | |||||
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
"Nu Rave" oder "New Rave" ist eine relativ neue Schublade in der immer enger werdenden Kommode der englischen Musikpresse, in die Bands gestopft werden, die Rock und Elektronik verbinden und sich dabei an den 90er Jahren respektive der Rave-Kultur orientieren. Ja, alles, aber auch alles kommt zurück! Soweit so gut, der Scheiß ist ziemlich hip und zwei der bekanntesten Bands dieser Szene (die natürlich keine ist) eröffnen am 16.5. das Springseven Festival in Graz: Shitdisco und New Young Pony Club.
Zwei Gruppen, die möglicherweise gar nicht schreien, wenn man sie ebenfalls in diese Lade stopft, wurden von einem magentafarbenen Telekommunikations-konzern eingeladen, um deren jugendliches Image wieder mal ein bisschen aufzupeppen und um ohne irgendwelche nennenswerten Veröffentlichungen oder auch nur eine Internetpräsenz (Myspace gilt nicht!!!) vorweisen zu können, gleich mal eine fette Österreich-Tour zu absolvieren.
Eine schwammige Idee, wohl entstanden im Kopf irgendeines Marketing-Verantwortlichen, die - zumindest in Graz - nicht aufging. Da die Band Neon Plastix kurzfristig wegen Gerichtsverhandlungen absagen mussten (da kommen Erinnerungen an Herrn Doherty wieder hoch), sprangen kurzfristig ihre Freunde von Battant ein, um den Grazern zu zeigen, dass selbst 17-jährige Briten mehr drauf haben, als Österreich je hervorbringen wird. Schade nur dass keine Grazer da waren -> das Foto oben zeigt Band eins auf der Bühne und Band zwei davor. Battant gaben sich aber dennoch große Mühe, die wahrscheinlich völlig überzogene Gage (die haben sich sicher ins Fäustchen gelacht) zu rechtfertigen und lieferten eigentlich ein klasse Konzert ab. Ein bisschen Devo, Stooges und Velvet Underground, dazu Ravebeats aus dem Sampler - das wäre durchaus tanzbar gewesen.
Noch viel mehr Retro und noch viel viel mehr Rave kam dann von Clarky Cat, die sich laut Pressetext auf die Band "Fall and Gang of Four" (sic!) beziehen und die allein schon wegen ihren Outfits sehenswert waren. Was für uns jetzt noch aussieht wie Fasching, könnte bald ernsthafte Mode sein - Achtung! Hauptsache neon, scheint das Schlagwort zu sein. Musikalisch schöpften sie durchaus auch im Scooter-Fach, ließen im Gegensatz zu ihren Outfits die Retro-Rave-Geschwülste aber durchaus unpeinlich pumpen.