25. Mai 2012 22:35 | |||||
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Hätte am selben Abend in Wien nicht noch ein Konzert der momentan schwer angesagten britischen Maximo Park stattgefunden, wäre das Konzert von CSS und Tilly And The Wall wohl komplett ausverkauft gewesen, so war es immerhin kurz davor.
Im rammelvollen Lokal am Donaukanal eröffneten die aus Nebraska stammenden Tilly and The Wall den Abend mit einem mit gerade mal einer halben Stunde leider viel zu kurzem Programm. Der Clou bei der Band sind nicht nur ihre supernetten, fröhlichen Mitsing-Songs (konsequenterweise heißt eine Single "Sing Songs Along"), sondern das Ersetzen eines Schlagzeugs durch - Steptanz. Wer Michael Flatley also nie ausstehen konnte und sich aber trotzdem für den Klang von Stepschuhsohlen erwärmen kann, war hier goldrichtig.
CSS (die Abkürzung für "Cansei der Ser Sexy" - das Sexy-sein leid sein) aus Sao Paolo, Brasilien, kamen nach einer ganz schön langen Umbaupause auf die Bühne, Sängerin Lovefoxxx im glänzenden, hautengen Catsuit und mit Backstage-Catering-Obst im Haar. Das Obst wurde dann ins Publikum geworfen - da freut sich der Hausverstand -, Lovefoxxx benötigte aber ein Weilchen, bis sie ihre Haare vom letzten Rest Weintrauben befreit hatte. Bei so viel Electroclash-verstärkten Rocksound (unter anderem wurde der Rotzgören-Klassiker "Pretend we're dead" von L7 gecovert) hat man aber auch besseres vor! Stagediven zum Beispiel, was Lovefoxxx sich nicht nehmen ließ: Zwei Mal sprang die Sängerin von der Bühne, um vom begeisterten Publikum immer wieder sicher auf die Bühne getragen zu werden. Schließlich wollten sie noch ein paar Songs hören - und zwar in allen Stilen von Heavy Metal bis R'n'B ("if Aaliyah was still alive, she would probably sing this song"). Tolles Konzert!
Nina Müller