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26. Mai 2012 01:19
Florinda Ke Sophie - Grazer Galeristin, Malerin und Traumdeuterin
Mitglied seit: 24.04.2008
 

Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs

Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.

Mit der Bitte um Ihr Verständnis,

Das Team von Kleine Zeitung Digital

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von florinda am: 14.11.2010, 09:33 Uhr

Herzliche Einladung zur
 
Ausstellung FORM-NONKONFORM
 
Vernissage: Freitag, den 19. November 2010, um 18 Uhr
Bildungshaus Schloss Retzhof
8430 Leitring/Wagna, Dorfstraße 17

 
Ausstellende Künstlerinnen:
Milena Houska Pavlin (Maribor, SLO),
Cvetka Hojnik-Dorojevic (Lendava, SLO),
Florinda Ke Sophie (Graz, Österreich)

Eröffnungsworte:
Dr. Joachim Gruber, Direktor des Bildungshauses Schloss Retzhof
Mag.a Ivanka Gruber, Präsidentin des Vereines
„Österreichisch-Slowenische Freundschaft“ Graz

 
Vorstellung der Künstlerinnen:
DiR Curt Schnecker, Präsident des Stmk. Kunstvereines „Werkbund“
 
Musik:
Karlheinz Donauer, Piano, Hsiao-yun Lien, Vokal

Ehrenschutz:
Mag. Dr. Kurt Oktabetz,
Honorarakonsul der Republik Slowenien
 
Ausstellungsdauer:
von 19. November 2010 bis 15. Jänner 2011
Besuch der Ausstellung nach telefonischer
Vereinbarung (03452/82788-0)

Form –Nonkonform
Oder: Über den inneren Kampf zur Reduktion zu gelangen

Es ist ein Ringen. Ein Ringen gegen das, was es nicht gibt. Mein Gehirn weigert sich. Es weigert sich den Pinsel zu führen, um etwas darzustellen was Nichts bedeuten soll, was keine Aussage haben soll. Das Ringen äußert sich im stundenlangen Sitzen vor der Leinwand, im Anstarren selbiger, während mein Gehirn rasend ist und nicht weiß, was es tun soll, welche Befehle es in meine Hand fließen lassen soll. Es äußert sich dann plötzlich in wilden Strichen, in Unkoordiniertheit, in permanenten Übermalungen des Vorherigen, im groben kratzen und schaben mit Werkzeugen, als würde man ein Rennpferd blutig peitschen, um es voran zu treiben. Es äußert sich in Verzweiflung und dem Gefühl, dass es einen im Arbeitsprozess innerlich zerreißt nach allen Seiten.

Das Gehirn sagt, das gibt es nicht, deshalb weigere ich mich, es zu tun. Aber ich zwinge mich, zwinge mein Gehirn und zwinge meine Hand. Ich will eine Abstraktion.

Doch mein Gehirn will eine Form, will etwas, dass es kennt, etwas, das schon mal dagewesen ist. Ich füttere mein Gehirn und gebe ihm eine blaue Kugel, nein, ich gebe ihm die Illusion einer blauen Kugel und male sie auf den Karton. Jetzt geht es, es geht leichter, wenn etwas da ist, was es schon einmal gab. Eine Form, ein Symbol, eine Andeutung, etwas greifbares für das Gehirn, dass es schon gesehen und abgespeichert hat. Von dieser Form der Kugel komme ich, kommt mein Gehirn zum Nonkonformen, zum ungleichartigen, zum wesensfremden, dem unterschiedlichen, nichtssagenden, unüblichen, anomalen, dem irregulären und regelwidrigen, das am Ende wenigsten noch die Erwartung erfüllt, über die Farbgebung eine Harmonie zu erzeugen obwohl im Duktus das Chaos herrscht, weshalb die Form in der Nonkonformität auch einfach nur vollkommend verstörend wirken kann.

© Florinda Ke Sophie, Graz 2010.
www.florinda.at

http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/beitrag/11298276/43374745/_1

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von florinda am: 07.11.2010, 08:32 Uhr

F i l m p r ä s e n t a t i o n

 

S Y M P O S I O N  -  ODER:

 

WARUM SCHAUST DU NICHT?

 

Termin: Dienstag 09.11.2010 um 19h

 

Galerie Blaues Atelier,

Schörgelgasse 8, 8010 Graz

Eintritt nur nach tel. Voranmeldung,

Freiwillige Spende

Kontakt/Anmeldung: Florinda 0650 8171610

und florinda@inode.at

www.galerie-blaues-atelier.at

Zusätzliche Präsentation des Triptychons

„Anrufung der kleinen Bärin“

von Heinz Trenczak, nur an diesem Abend!

S Y M P O S I O N  -  ODER:

WARUM SCHAUST DU NICHT?

Dokumentarfilm von Heinz Trenczak

Österreich 2006, 97 Minuten, DVD-Video, Farbe

 

Mit: Siegfried Amtmann, Anna Fürpaß, Luis Fürpaß, Franz Gruber, Hubert Lang, Monika Pfeifer, Ingeborg Plepelits-Pass, Hannes Puntigam, Luis Sammer, Josef Taucher, Edith Temmel, Herwig Tollschein, Gustav Troger u. v. a.

Im Sommer 2005 hatte die frisch gegründete styrianARTfoundation eine Reihe von bekannten, arrivierten und einige junge, noch unbekannte Künstlerinnen und Künstler zu einer dreiwöchigen Klausur nach Stift Rein, knapp 20 km nördlich von Graz, eingeladen. Das Ziel hatte Edith Temmel, die Initiatorin und künstlerische Leiterin dieses Symposions, so formuliert: "Die Malerklausur in memoriam Josef Fink führt die Idee des unvergessenen Seelsorgers, Filmemachers, Kunstkritikers und Künstlers fort und fördert ein fruchtbares Miteinander von arrivierten und jungen Künstlern..."Drei Wochen lang waren vier Frauen und acht Männer zu Gast in der ältesten Zisterzienser-Abtei Europas, (freiwillig) mehr oder minder "eingeschlossen", um sich ohne Störung oder Ablenkung, in geradezu idyllischer Umgebung, voll und ganz ihrer Arbeit, dem kreativen Tun hingeben zu können. Ich war der Dreizehnte, der Mann mit der Kamera, und ich filmte nahezu unaufhörlich und beobachtete die heterogene Gruppe während dieser Zeit - bei der Arbeit in dem alten Gemäuer so wie beim Zusammensein im benachbarten Gasthof, bei und nach Tisch zu Mittag und am Abend...Alles in allem sind rund 16 Stunden Videomaterial zusammengekommen, woraus mein Cutter Arthur Summereder und ich einen programmfüllenden Dokumentarfilm montiert haben, der auf der einen Seite meine Beobachtungen in Rein zu Protokoll gibt, auf der andren Seite ein Bündel spannender Geschichten erzählt; denn jede Künstlerin und jeder Künstler äußert sich naturgemäß höchst individuell, hat je eigene Handschrift, je eigenes Temperament, je eigenes Tempo, je eigene Methode, je eigene Materialien etc. Und ebenso naturgemäß sind nicht stets alle einer Meinung. Da kann es auch schon einmal funken und knistern - im übertragenen Sinn, aber auch real, etwa wenn im Nachbardorf der Blitz einschlägt, und die Feuerwehr vorbeirast mit Blaulicht und Martinshorn...

Graz, im November 2006, Heinz Trenczak

http://de.wikipedia.org/wiki/Trenczak

„Heinz Trenczak studierte Musik und war u. a. auch Musikredakteur, arbeitete aber in den letzten Jahren vor allem als Filmemacher bzw. Dokumentarfilmer. Im Rahmen der Kultur-hauptstadt Graz 2003 schuf er z. B. „Granny’s Videos“ – eine biografische Dokumentation als Beitrag zur Geschichte des 20. Jahrhunderts. Unschwer ist auch in der vorliegenden Arbeit der filmische Bezug erkennbar und bestimmend. Die fotografischen Bildausschnitte selbst fungieren gleichsam als materielle Filmleinwand, auf der sich die Bewegung der Figur einzeichnet, d. h., die Figur ist der eigentliche Film – als Verdeckung, Aussparung oder chimärische Transparenz. Nur in einer Bildsequenz entsprechen sich Bild und Figur, nur hier befinden sie sich „in“ der gleichen Seinsform, nur hier befindet sich die Figur auch „in der Wirklichkeit“ der fotografischen Repräsentation. Unterläuft H. Trenczak – erfahren in der Welt des Dokumentarischen – damit die fragwürdigen Ebenen der dokumentarischen Medien hinsichtlich dessen, was die eigentliche Wirklichkeit ist?“ Erwin Fiala (zum Triptychon „Anrufung der Kleinen Bärin“, 2005)

Mag. Dr. Erwin Fiala ist Kultur-, Kunst- und Medienphilosoph an der Universität Graz

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von florinda am: 31.10.2010, 09:04 Uhr

Galerie Zwischenbilder presents:

AndersWelten. Grenzgängerische Bilder von Antonia Wöhrer und Johnny Fortmüller

Eine Kooperation von culture unlimited

und Galerie Blaues Atelier

Eröffnung: Mittwoch, 3. Nov. 18:00 Uhr

Mit Stadträtin Mag.a Dr.in Martina Schröck

Ort: Galerie Zwischenbilder, Schmiedgasse 26, 8010 Graz

Dauer: 4. November bis 14. Jänner 2011

Unser Leben im scheinbar abgesicherten Alltag ist oft nur ein Gang über dünnes Eis. Wie gehen wir um mit dem Unvorhergesehenen, dem Unnormalen, wie meistern wir die Konfrontation mit Alter, Tod, Verschwinden oder auch dem drohenden Verlust der eigenen Identität? In dieser Ausstellung wagen Antonia Wöhrer und Johnny Fortmüller die Perspektive jenseits der Routine des Geläufigen, einmal von der Außen- und einmal von der Innenwelt her zu betrachten. Mit Herz und Mut zum Ausloten von Grenzgefilden, aber auch mit viel Witz und Poesie.

Text: Dr.in Ulrike Schuster, Graz 2010

Dr.in Ulrike Schuster / culture unlimted

+43.316.837122

www.culture-umlimited.com

Florinda Ke Sophie / Galerie Blaues Atelier

florinda@inode.at

+ 43.650.8171610

www.galerie-blaues-atelier.at

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von florinda am: 17.10.2010, 09:25 Uhr

Herzliche Einladung zu

„Kunst in der Kaserne“

Ausstellung sechs großformatiger Panther Ölgemälde von Florinda Ke Sophie und Gemeinschaftsausstellung:

Der Kasernkommandant der Gablenz-Kaserne OBST Rudolf Wabnegg MSD erlaubt sich respektvoll zur Vernissage einzuladen:

Ort: Gablenz Kaserne, Straßgangerstr.360,

8054 Graz

Eröffnung: 20. Oktober 2010 um 19h

Begrüßung durch den Kasernkommandanten der Steiermark, OBST Rudolf Wabnegg MSD, 

Eröffnung Florinda Ke Sophie

 

Tel. Voranmeldung unter 050201/5043014 erbeten

 Ausstellungszeitraum: Oktober 2010-April 2011

Info/Kontakt: Florinda Tel.: 0650/8171610 und  

florinda@inode.at

www.kulturserver-graz.at/kalender/event/251311290

Teilnehmende KünstlerInnen: Florinda Ke Sophie, Dr.in Elisabeth Kickenweiz, Robert Tomaschek, Sandor Csok und Eduard Shugle Hois 

Unter dem Motto „Die Pantherisierungs-Offensive“ und nach dem „1. Grazer Panther-Spaziergang“ durch die Innenstadt, gehen die Panther nun das 1. Mal auf Urlaub. Wohin? Ab in die Kaserne. Warum? Die Panther wollen auch mal raus! Präsentation sechs großformatiger Ölgemälde zwischen 2007 und 2010 entstanden, von Florinda Ke Sophie, Malerin, Bildhauerin und Autorin.

Weiters präsentiert werden Aktbilder in Acryl von Dr.in Elisabeth Kickenweiz, Ferrari-Zeichnungen von Robert Tomaschek, klassisch-zeitgenössische Bildhauerei von Sandor Csok und Bildobjekte aus Leder von Eduard Shugle Hois. 

Über die Künstlerin Florinda Ke Sophie: 1965 in Deutschland geboren. Seit 2001 in Graz als Bildhauerin und Malerin unter dem Pseudonym Florinda Ke Sophie künstlerisch tätig, seit 2006 freischaffend. Profi für Steirische Panther in großformatiger Ölmalerei und Drachen-Keramiken. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Autorin (Prosa, Lyrik, Kunstkritiken, "Minna-Kautsky- Literaturpreis" Graz 2004 & 2007, Eigenlesungen Künstlerhaus Graz). Gründerin und Obfrau des Kunstvereins M.I.A.Z.W.O.A., Gründerin und Kuratorin der Galerie Blaues Atelier, Ausstellungen regionaler und Internationaler KünstlerInnen. Lesungen, Modellier-Workshops und

Einzelunterricht.

www.florinda.at

 

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von florinda am: 02.10.2010, 18:05 Uhr

Herzliche Einladung zur Eröffnung der Ausstellung

„Die mit dem grünen Dackel tanzt“

Mittwoch 06.10.2010 um 19h

Galerie Blaues Atelier,

Schörgelgasse 8, 8010 Graz

Ausstellungsdauer: 07.10-29.10.2010

Öffnungszeiten: Mi, Do, Fr 14-18h,

Sa 11-16h und nach tel. VoranmeldungKontakt: Florinda 0650/8171610,

florinda@inode.at

www.galerie-blaues-atelier.athttp://www.kulturservice.steiermark.at/cms/beitrag/11345221/4467602/_1

Ausstellung der deutschen Künstlerin Maike Günther. Bereits im Jahre 2008 präsentierte die international ausstellende Malerin ihre damals noch abstrakten Werke in der Galerie Blaues Atelier und lädt heuer zur Besichtigung ihrer neuen Serie von teilweise großformatigen Neo-Popart-Gemälden ein.

Zur Ausstellung: Adieu Abstraktion. Welcome Pop-Art. Maike Günther lässt endlich den grünen Dackel raus. Und das äußert sich so: Der giftgrüne Dackel ragt im Profil dargestellt, mit seiner Schnauze in ein gelbes Puzzleteil. Zwei isolierte Hände etwas darüber, jeweils in den Farben Türkis und Lila gehalten, zeigen wie im Gruß, zum Betrachter auf. Körperhaftes steht flächig-bunt und durch Outlines getrennt über dem Dackel. Ein roter Kreis in einem orange-farbenen Feld könnte eine weibliche Brust markieren, da die Form unterhalb der Schulter angesiedelt ist. Allerdings sieht man keinen Nippel, was Fragen aufwirft. Ist die minimalistische Brust daher vielleicht nur ein roter Tennisball, weil die Figur mit uns und ihren Bildmanifesten Andeutungen spielen möchte? Oder hat die derart Dargestellte ihre lustspendenden Erhebungen verloren und ihrem ursprünglichen Nutzen des Still- und Nuckelvermögens für Andere entzogen? Das orange Etwas, in dem der rätselhafte rote Kreis verortet ist, mündet jedenfalls in ein Halsförmiges geschwungenes Farbfeld. Darauf aufgesetzt ist ein Mittelding aus Ball- und Eierförmigen Kopf. Das Gesicht schaut uns geradeheraus entgegen. Jedenfalls mit einem Auge. Denn das zweite Auge ist geschlossen und wird reduziert als fetter schwarzer Strich dargestellt. Das „Eyes wide shut“ deklariert ein Habitus der Ambivalenz. Sehen und nicht sehen können. Wobei das Gemälde keinen Rückschluss darauf zulässt, warum die Augen nicht beide geöffnet sind, wie es in einer zwischenmenschlichen Begegnung und daraus resultierenden Kommunikation zu erwarten wäre. Durch das Medium des Bildes schaut die Künstlerin sich selbst und/oder uns entgegen. Interessant hierbei ist, wie sie es tut. Mit einer halbseitigen, hoffentlich nur temporären Blindheit, die eine Halbwahrheit oder Noch-Nicht-Ganz-Erkenntnis andeuten mag.Ich stehe als Betrachter vor diesem Werk. Und es signalisiert mir eindeutig und zugleich doppelbödig ein sowohl als auch: ich seh dich, ich seh dich nicht. Und zwar ohne mit der Wimper zu zucken, denn dieses Wesen ist auch Wimpern- und Augenbrauenlos. Und ist somit einem weiteren weiblichen Attribut verlustig gegangen, hat also an dem geschlechtstypischen Ausdruck- und ihrer Strahlkraft verloren. Nix da mit Augenklimpern und Anmache. Das Erstaunliche an diesem Werk und der neuen Malrichtung der Künstlerin, welche uns die nur scheinbar lustigen Bilder in einem Zyklus präsentiert, ist nicht das, was vorhanden und erkennbar ist, sondern das was fehlt. Denn auch Unentdeckbare, weil nicht vorhandene Ohren, keine weiteren Gliedmaßen oder klar definierte Körperpartien lassen diese Figur aus Puzzleteilen picassoesk-zerschnitten, aus einem einfarbigen Hintergrund dimensionslos hervortreten. Zur Taubheit verdammt, im Bild ohne Beine und Fluchtmöglichkeit gemalt worden zu sein, verharrt die Figur und kann ihrem Schoßhündchen, dem sie bildkompositorisch aufgesessen ist, nicht entfliehen. Ohne Ablenkung, direkt, ohne Tiefe und flächig in der typischen Abbildhaftigkeit einer Neo-Pop-Art, welche sich nur auf das Menschhafte bezieht und die für die Stilrichtung üblichen Alltagsgegenstände ausklammert, starrt sie uns wartend an.  Basis des Werkes - der titelspendende grüne Dackel mit ungeöffneter Schnauze, welche nicht mal ein loses, oder gar bissiges und wehrhaftes Mundwerk andeutet, weil kein entsprechender Strich vorhanden. Korrespondierend ist sein geschlossenes Mundwerk mit dem geschlossenen eindeutig weiblich roten Mund, mit leicht nach oben gezogenen Mundwinkeln im viergeteilten Sektoren-Gesicht. Korrespondierend ist seine Körperfarbe mit einem grünen Kapperl oder einer grünen Schädeldecke, jedenfalls unattraktiv-unweiblich-unbehaart, die am oberen, mittleren Bildrand die mit dem Dackel verbundene Figur abschließt. Wieso ein Dackel und kein Bernhardiner? Wieso ein Dackel ohne Beine und ohne Rute als Ausdrucksmittel für Freude oder Demut, als des Menschen bester Freund? Wo doch die Dackelseele für Eigensinn und Hilflosigkeit interpretiert wird. Ist Maike Günther im Grunde ihres Herzens eine Dadaistin, die ihre abstrakte Phase in die verwandte Alltags- und Dingwirklichkeitswelt der Pop-Art, mit mehr als bemerkenswerten Ergebnissen bringt?

© Florinda Ke Sophie, Graz 2010.

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von florinda am: 02.10.2010, 17:58 Uhr

Regen begünstigte Massenansturm in Grazer Top-Galerie Pressemitteilung 11/2010 Zur Ausstellung „5 Jahre – 13 Samurai_innen“: Unter Einbeziehung des Publikums ereignete sich am Freitag (17.09.) ein ungewöhnliches Kunsthappening in der Grazer Top-Galerie Blaues Atelier. Ins jeweils andere Geschlecht verkleidet, fand bei strömenden Regen ein regelrechter Massenansturm von teilweise „transsexuellen“ Campingsessel-TrägerInnen statt, um die dort ausgestellten und breitgefächerten Kunstwerke zu besichtigen und an der 1. Grazer Camping-Sessel-Prämierung teilzunehmen. Das Publikum nutzte die Gelegenheit um zur PiratIn, SamuraiIn oder TuntIn zu mutieren. So wurde der interaktive Kunst-Event von der in fescher Männerbekleidung „gegenderten“ Gemeinderätin Waltraud Haas-Wippel eröffnet, die sich als „Der Pate“ verkleidet hatte. Teilnehmende KünstlerInnen der 5-Jahresfeier der Galerie Blaues Atelier, bzw. des Kunstvereins M.I.A.Z.W.O.A. waren: der Wiener preisgekrönte Prof. Christoph Überhuber, Ken Dowsing, Ralf Kopp, Marion Kerns-Röbbert, Antonia Wöhrer, Michaela List, Annemarie Hamedler, Thommy Ha, Martin Trebuch, Sandor Csok, Paul Brenner, Johnny Fortmüller und die Galeristin Florinda Ke Sophie. Zu den begeisterten Besuchern zählten u.a. der Filmemacher Heinz Trenczak, die Kunsthistorikerin Dr.in Ulrike Schuster und der Direktionsrat (Hypo a. D.) und Präsident des Steiermärkischen Kunstvereins WERKBUND, Curt Schnecker.Der Gewinner des 1. Preises, ein nagelneuer Campingsessel samt Panther-Shirt, war der unter dem Pseudonym bekannte Carl Lagerfeld Junior. Dieser mit einem Bauchladen Ausgestattete, präsentierte während der Veranstaltung auf einem DVD-Player den Spielfilm „Die 13 Samurai_innen“ und japanische Wasabinüsse. Die Galerie Blaues Atelier wurde so durch die reichhaltigen kreativen Beiträge aller Beteiligten zu einer Insel der von Berührungsängsten Freien und für die Kunst aufgeschlossenen Grazer. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung mit Jazz vom Feinsten durch die „Schlossbergs“, der von Sepp Liendl (Projektant bei der Andritz AG) gegründeten Schlossberg-Band.

Die Kunstwerke aus den Bereichen Fotografie, Bildende Kunst und Bildhauerei waren in der Galerie Blaues Atelier bis zum 29.09.2010 zu sehen.

 Weitere Fotos (Jakob Winkelmayer) zum Download und zur Veröffentlichung unter: http://picasaweb.google.at/galerieflorinda/5Jahre13Samurai_innen?feat=directlink Der Film zum Kunst-Happening wird auf http://www.youtube.com/user/florindakesophie1 veröffentlicht werden. 

Verantwortlich/Kontakt: Florinda Ke Sophie

Tel.: +43/650/8171610 und

florinda@inode.at

www.florinda.at und

www.galerie-blaues-atelier.at

 

 

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von florinda am: 08.09.2010, 10:24 Uhr

Let´s panther! 

Der 1. Grazer Panther-Spaziergang wird stattfinden:

 

Freitag 10.09. ab 16h in der Grazer Fußgängerzone Herrengasse-Schmiedgasse mit mehreren Umrundungen.

Bei freitäglichen Regenwetter ist der Ersatztermin Samstag 11.09. ab 11h gleiche Route.

Zwei großformatige blaue Panther-Ölgemälde (1,60x1,60m) der Künstlerin Florinda Ke Sophie werden auf Rollen und mit Stangen versehen,  durch die Grazer Innenstadt geschoben. Denn:

Die Panther wollen auch mal raus!

Verantwortlich/Kontakt: Kerstin Eberhard=Florinda Ke Sophie

Tel.: 0650/8171610, florinda@inode.at,

www.florinda.at und

www.galerie-blaues-atelier.at

 

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von florinda am: 19.08.2010, 12:01 Uhr

Gemeinschaftsausstellung

zum 5-jährigen Bestehen

der Galerie Blaues Atelier und

des Vereins M.I.A.Z.W.O.A.:  

"5 Jahre – 13 Samurai_innen" –

Fotografie- Skulpturen-

und Bilder-Ausstellung

der KünstlerInnen des Vereins und

der 1. Grazer Campingsessel-Prämierung,

Bogenschießen und Verkleidungsvorschrift 

Ort: Galerie Blaues Atelier,

Schörgelgasse 8, 8010 Graz

Termin: Freitag 17.09.2010 um 19h 

Eröffnung in Stv. für den Kulturstadtrat Frau GR.in Waltraud Haas-Wippel.

Die Veranstaltung steht unter dem Ehrenschutz von Kulturlandesrätin Dr.in Bettina Vollath.

Kontakt: Florinda 0650/8171610 oder  

florinda@inode.at

www.galerie-blaues-atelier.at

Eintritt: Freiwillige Spende

Ausstellungsdauer: 18.09.-30.09.2010

Öffnungszeiten: Mi, Do, Fr 14-18h,

Sa 11-16h und nach tel. Vereinbarung 

Am 17.09. verkleiden sich Frauen bitte als Männer und Männer als Frauen, denn diese Veranstaltung ist gegendert! Als Verkleidung werden auch Details akzeptiert: z.B. bei Frauen eine schwarze Augenklappe (wie man sie bei Piraten oftmals vorfindet) oder ein echt cooler Hut. Bei Männern akzeptieren wir als Verkleidung Stöckelschuhe, Büstenhalter mit wenig oder viel drin, Lippenstift oder wenigstens peppige Ohrringe.Mitzubringen ist außerdem zur Verabschiedung des Sommers (je nach Vorhandensein) ein origineller, schiacher oder total klasse Campingsessel. Dieser wird an der 1. Grazer Campingsessel-Prämierung teilnehmen. Die Jury wird sich unter Gender-Mainstreaming-Aspekten spontan zusammen finden (so hoffen wir). Die/der GewinnerIn erhält einen nagelneuen Campingsessel. Versprochen. Außerdem gibt’s Bogenschießen, falls wir einen geeigneten Platz dafür finden und nicht die Gefahr droht, dass man in Wadeln, Autoreifen oder Fensterscheiben schießt. DAS ALLES GIBT ES NUR BEI UNS! Auch Happi und Getränke.  

Teilnehmende KünstlerInnen: Special Guests: Prof. Christoph Überhuber http://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_%C3%9Cberhuber und Ken Dowsing (der bekannte Trickfilmer und Animateur von "Fritz the cat", der sich derzeit mit der Gesamt-Illustration von "Ulysses" einen Namen macht) http://de.wikipedia.org/wiki/Ken_Dowsing

sowie: Ralf Kopp, Florinda Ke Sophie, Marion Kerns-Röbbert, Antonia Wöhrer, Michaela List, Mag. Annemarie Hamedler, Thommy Ha, Martin Trebuch, Paul F. Brenner, Johnny Fortmüller, Sandor CsokDie Galerie Blaues Atelier wird von dem Verein multimediales, interdisziplinäres, analoges, zweckorientiertes, weltweites, offensives, art-unternehmen mit der Kurzbezeichnung M.I.A.Z.W.O.A., in Graz betrieben. Der Verein und die Galerie wurden 2005 von der freischaffenden Künstlerin Florinda Ke Sophie gegründet, in der Intention zeitgenössische Kunst, Künstler und Kulturschaffen auf regionaler und internationaler Ebene zu fördern. Bisher wurden KünstlerInnen aus Österreich, Deutschland, Slowenien, Mazedonien, Albanien, Ungarn, Iran, Brasilien, USA und Mexiko ausgestellt. Die Galerie hatte vormals ihren Sitz in der Grazer Kunstmeile. In der im Mai 2007 neu eröffneten Galerie in der Schörgelgasse 8 Nähe Dietrichsteinplatz, 8010 Graz, präsentiert sich eine wechselnde Künstlergemeinschaft mit über 40 kulturellen Veranstaltungen von 2005 bis heute.

Verantwortlich: Florinda Ke Sophie = Kerstin Eberhard, Obfrau

Kontakt: 0650/8171610  

florinda@inode.at 

www.florinda.at und

www.galerie-blaues-atelier.at

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von florinda am: 04.07.2010, 09:47 Uhr

Herzliche Einladung zur Vernissage und Ausstellung
„Millionär der Lebensfreude“ –
oder von Einer, die mit dem Glück tanzt.

Gemalte (glückliche) Beziehungen und
Begegnungen von Tanja Baj (Kärnten)

Eröffnung: Samstag 10.07.2010 um 16h
Galerie Blaues Atelier

Schörgelgasse 8, 8010 Graz
Tel./Kontakt: Florinda 0650 8171610
florinda@inode.at
www.galerie-blaues-atelier.at
Ausstellungsdauer: 12.07.-30.07.2010
Öffnungszeiten: Mi, Do, Fr 14-18h, Sa 11-16h und nach tel. Vereinbarung mit Florinda


Tanja Baj, geb. 1979 in Kärnten, gewann bereits im zarten Alter von 4 Jahren einen Zeichenwettbewerb bei dem sie den ersten Preis erhielt: eine Stoffkuh. Im darauffolgenden Jahr gewann sie bei einem weiteren Zeichenwettbewerb ein lebendes Huhn. Angespornt durch diese immense Steigerung, aber auch durch das elterliche Verbot, das Huhn behalten zu dürfen, machte sie in späteren Jahren eine Ausbildung zur Bildnerischen Kunsterzieherin bei Prof. Gerhard Koutny. Sie beschäftigt sich malend und ausstellend seit Jahren mit Begegnungen und Beziehungen. Tanja Baj ist Mitglied der IG Bildende Kunst Wien und präsentiert ihre Werke in Pastellkreide erstmals in Graz.
 
Sie strahlt. Und ihre Augen sind so groß und leuchten, als wäre sie noch ein kleines Kind, das zum ersten Mal einen Weihnachtsbaum mit soeben entzündeten und duftenden Wachskerzen sieht. Voll froher Erwartung für den Lauf der Dinge, brennt sie darauf, Freude in das Leben anderer Menschen zu bringen. Und ihre Bilder sagen: umarmt euch Leute, haltet einander lieb, seid doch füreinander da. Das sind die eigentlichen, wahren Millionen, die das Leben für euch bereit halten kann.
Seit Jahren arbeitet die junge Kärntner Malerin Tanja Baj, welche in der Kommunikation mit einer ausgesuchten Höflichkeit agiert, an einem never ending Werkzyklus, der einzig und allein die Begegnungen und Beziehungen von Menschen zum Inhalt hat. Sie sagt mit tiefster Begeisterung und Überzeugung, dass sie möchte, dass wir Menschen uns einander Gutes tun. Wie ein Kind zerstrittener Eltern nimmt sie uns deshalb bei der Hand und stellt uns vor ihre gemalten Visionen einer schöneren und auf positive Gefühle aufbauenden Zukunft: schau hin, man könnte einander umarmen. Und so sind auf fast jedem Bild sich einander umarmende Menschen dargestellt, weil die Umarmung den Menschen als das uns Verbindende vom Du zum Ich werden lässt. Der österreichisch-jüdische Religionsphilosoph Martin Buber formulierte in seiner Schrift „Ich und Du“ einmal, was Tanja Baj mit ihrer Bildsprache vermitteln möchte:
„Alles wirkliche Leben ist Begegnung.
Die Beziehung zum Du ist unmittelbar. Zwischen Ich und Du steht keine Begrifflichkeit, kein Vorwissen und keine Phantasie; und das Gedächtnis selber verwandelt sich, da es aus der Einzelung in die Ganzheit stürzt. Zwischen Ich und Du steht kein Zweck, keine Gier und keine Vorwegnahme; und die Sehnsucht selber verwandelt sich, da sie aus dem Traum in die Erscheinung stürzt. (…) Das Wir entsteht nur, wo Du gesprochen werden kann und eine Mitte vorhanden ist. (…) Gefühle begleiten das metaphysische und metapsychische Faktum der Liebe, aber sie machen sie nicht aus; und die Gefühle, die es begleiten, können sehr verschiedener Art sein. Gefühle werden »gehabt«; die Liebe geschieht. Gefühle wohnen im Menschen, aber der Mensch wohnt in seiner Liebe. Das ist keine Metapher, sondern die Wirklichkeit: die Liebe haftet dem Ich nicht an, so dass sie das Du nur zum »Inhalt«, zum Gegenstand hätte, sie IST zwischen Ich und Du (…).“
So möchte die Künstlerin mit Ihrem Werkzyklus ein Bewusstsein für gegenseitige Wertschätzung und Respekt schaffen und mit den Bildern eine Brücke aus Liebe schlagen. Ihre mit Pastellkreide gezeichneten Figuren sind ständig in nahem Kontakt zueinander, sind sich zugewandt, halten sich gegenseitig fest, kuscheln zu zweit oder sind in Gruppen vorzufinden. Und auch da, sich einander haltend und gegenseitig stützend. Oft umgibt sie ein farblich kontrastierender Reif, in deren Mitte sie sich wie im Tanz im allerkleinsten Kreise um sich selber drehen.
Die Figuren sind auf einem warmen Hintergrund streng minimalistisch ausgearbeitet: In ihrer sorgsam anhaltenden Reduktion haben sie zwar einen Kopf aber keine Gesichter, sie haben einen Torso und sie haben Arme aber keine Hände, weil die Arme des einen mit den Armen des anderen bereits verschmolzen sind. Sie haben Beine, die nur stehend aber sich nicht bewegend dargestellt werden und sie haben keine Füße, weil die Beine einfach in den Boden wachsen und durch die sich daraus ergebende Körperverlängerung eine Rundheit der Darstellung verhindern würden. Die Figuren wirken wie frisch aus dem Boden sprießende Frühlingsblumen, wie etwa ein Feld phallisch anmutender Krokusse, die kurz davor stehen, ihre Knospen zu entfalten und sich dem Leben und dem was es bieten kann, von Angesicht zu Angesicht öffnen zu wollen.
© Text Florinda Ke Sophie, Graz 2010.

 

 

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von florinda am: 07.06.2010, 11:20 Uhr

Herzliche Einladung zur Vernissage

und Ausstellung

"Automobile -

echt feurig oder echt am Arsch"

Grafik und Malerei von Robert G. Tomaschek 

Dienstag, 08.06.2010 um 19h

Galerie Blaues Atelier

Schörgelgasse 8 am Dietrichsteinplatz,

8010 Graz

www.galerie-blaues-atelier.at

Kontakt Florinda, Tel.: 0650 8171610,

florinda@inode.at

Ausstellungsdauer: 09.06.-02.07.10

Öffnungszeiten: Mi, Do, Fr 14-18h,

Sa 11-16h und auf tel. Anfrage 

Robert Gordon Tomaschek wurde 1987 in Graz geboren und lebt heute in Kaindorf a. d. Sulm. Er arbeitet in Aquarell- und Ölmalerei, Grafik- und Drucktechniken, in seinem Spezialgebiet, den Automobil-Darstellungen, wie auch in der Landschaftsmalerei.

 

Die eisige Kälte kriecht in die Ritzen und Spalten des metallischen Mantels eines längst verstorbenen Automobils, welches in der Landschaft, in der Nähe einer Siedlung verschrottungsreif zurückgelassen wurde. Das Dach des roten VW-Käfers ziert, einer königlichen Krone gleich, der alte Reifen eines Traktors. Der Käfer ist – post mortem - von Gestrüpp eingewachsen und ruht in einer winterlichen Gegend. Einsam. Verlassen. Vergessen. Die Schneedecke ruht sanft auf dem Verstorbenen. Auf einem, der nicht mehr gebraucht wurde, der seine Dienste wohl getan haben wird, für den es sich nicht lohnte, weitere Investitionen zu tätigen. Links liegen gelassen, ist er der Verrottung preisgegeben und harrt einer Zersetzung, die viele Jahre in Anspruch nehmen könnte. Würde man dieses vor sich hin „verwesende“ Auto als Symbol für einen Menschen interpretieren, weil der Begriff „Auto“ aus dem griechischen kommend, das „Selbst“ bedeutet, könnte man dem jungen Künstler Tomaschek eine Neigung zum Todestrieb unterstellen. Da der Todestrieb laut Freudscher Interpretation, nach Zurückführung des Lebens in den anorganischen Zustand des Unbelebten, also der Starre und damit des Todes, strebt. Das „weiße Leichentuch“ aus Schnee würde diese Interpretationssicht bestärken.

Fakt ist, dass Robert Tomaschek sich vorzugsweise in seiner künstlerischen Arbeit dem äußerst Individuellen zuwendet. Der Gegenpol zum verstorbenen VW-Käfer wäre hier als Ausdruck seines jugendlichen Lebenstriebs, der rassige Lamborghini Diablo oder ein Ferrari in voller Fahrt. Tomaschek bewegt sich in einem Spannungsfeld der Extreme: Fahruntüchtiges, bewegungsunfähiges, die Non-Mobilität also, gegen hochkarätige PS- und Nobelkarosserien. Der Volks-Wagen - der Wagen fürs Volk, ein echter Lahmarsch für alle, liegt im Widerstreit mit den Superkutschen für wenige Einzelne, einer elitären Prestigeklasse und den Siegertypen, die es im Leben geschafft haben. Wie etwa ein Michael Schuhmacher, Jochen Rindt oder Enzo Ferrari, die auf seinen Bildern dargestellt werden. Menschen also, die sich durch ihr herausragendes Können und Wirken als Identifikationsfiguren anbieten und durch die Darstellung in Tomascheks Werken seine (mögliche) innere Spaltung aufzeigen: Auf der einen Seite das Morbide, das dem Tode geweihten und auf der anderen Seite das vor Vitalität und Lebensfreude strotzende. Das im Leben schnell vorwärtskommende.

Daher gilt eine weitere Leidenschaft ebenso der einschienigen Fortbewegungsart, der guten alten Eisenbahn mit Dampflokmotoren, welcher sich Tomaschek in Grafik, Malerei und in der Buchillustration widmet. Die eingleisige, also die unwendige und die für das Mobil absolut nur in eine Richtung führende, urtümliche und nostalgisch anheimelnde, relativ langsame Fortbewegungsart, könnte hierbei symbolisch den Künstler selbst repräsentieren. Der junge Tomaschek auf seinem selbstgewählten Lebensweg: Ist diese tonnenschwere Lok erst einmal in Gang gekommen, rollt sie auf ihrer vorgegebenen Lebens-Bahnstrecke, kann sich ihrer Lebensreise und ihrem Potenzial so leicht nichts in die Quere stellen. (Denn was würde geschehen, wenn man in die Versuchung käme gegen eine Dampflok anzurempeln?)

Freilich bleiben die Automobile auf ihren Wegen oft alleine, wie es sich für einen Künstler gehört: man fühlt sich in seinem Tun von seiner Umwelt unverstanden und eben einfach anders. Vielleicht mit ein Grund, warum man auf den Automobil-Werken nur eher selten irgendwelche Menschen sieht. Egal ob Nobelwagen, Traktor, LKW oder Käfer, die Old- und Youngtimer bleiben scheinbar lieber für sich.

© Text Florinda Ke Sophie, Graz 2010

 
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