26. Mai 2012 01:20 | |||||
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
Herzliche Einladung zur
Ausstellung FORM-NONKONFORM
Vernissage: Freitag, den 19. November 2010, um 18 Uhr
Bildungshaus Schloss Retzhof
8430 Leitring/Wagna, Dorfstraße 17
Ausstellende Künstlerinnen:
Milena Houska Pavlin (Maribor, SLO),
Cvetka Hojnik-Dorojevic (Lendava, SLO),
Florinda Ke Sophie (Graz, Österreich)
Eröffnungsworte:
Dr. Joachim Gruber, Direktor des Bildungshauses Schloss Retzhof
Mag.a Ivanka Gruber, Präsidentin des Vereines
„Österreichisch-Slowenische Freundschaft“ Graz
Vorstellung der Künstlerinnen:
DiR Curt Schnecker, Präsident des Stmk. Kunstvereines „Werkbund“
Musik:
Karlheinz Donauer, Piano, Hsiao-yun Lien, Vokal
Ehrenschutz:
Mag. Dr. Kurt Oktabetz,
Honorarakonsul der Republik Slowenien
Ausstellungsdauer:
von 19. November 2010 bis 15. Jänner 2011
Besuch der Ausstellung nach telefonischer
Vereinbarung (03452/82788-0)
Form –Nonkonform
Oder: Über den inneren Kampf zur Reduktion zu gelangen
Es ist ein Ringen. Ein Ringen gegen das, was es nicht gibt. Mein Gehirn weigert sich. Es weigert sich den Pinsel zu führen, um etwas darzustellen was Nichts bedeuten soll, was keine Aussage haben soll. Das Ringen äußert sich im stundenlangen Sitzen vor der Leinwand, im Anstarren selbiger, während mein Gehirn rasend ist und nicht weiß, was es tun soll, welche Befehle es in meine Hand fließen lassen soll. Es äußert sich dann plötzlich in wilden Strichen, in Unkoordiniertheit, in permanenten Übermalungen des Vorherigen, im groben kratzen und schaben mit Werkzeugen, als würde man ein Rennpferd blutig peitschen, um es voran zu treiben. Es äußert sich in Verzweiflung und dem Gefühl, dass es einen im Arbeitsprozess innerlich zerreißt nach allen Seiten.
Das Gehirn sagt, das gibt es nicht, deshalb weigere ich mich, es zu tun. Aber ich zwinge mich, zwinge mein Gehirn und zwinge meine Hand. Ich will eine Abstraktion.
Doch mein Gehirn will eine Form, will etwas, dass es kennt, etwas, das schon mal dagewesen ist. Ich füttere mein Gehirn und gebe ihm eine blaue Kugel, nein, ich gebe ihm die Illusion einer blauen Kugel und male sie auf den Karton. Jetzt geht es, es geht leichter, wenn etwas da ist, was es schon einmal gab. Eine Form, ein Symbol, eine Andeutung, etwas greifbares für das Gehirn, dass es schon gesehen und abgespeichert hat. Von dieser Form der Kugel komme ich, kommt mein Gehirn zum Nonkonformen, zum ungleichartigen, zum wesensfremden, dem unterschiedlichen, nichtssagenden, unüblichen, anomalen, dem irregulären und regelwidrigen, das am Ende wenigsten noch die Erwartung erfüllt, über die Farbgebung eine Harmonie zu erzeugen obwohl im Duktus das Chaos herrscht, weshalb die Form in der Nonkonformität auch einfach nur vollkommend verstörend wirken kann.
© Florinda Ke Sophie, Graz 2010.
www.florinda.at
http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/beitrag/11298276/43374745/_1