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Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.

Mit der Bitte um Ihr Verständnis,

Das Team von Kleine Zeitung Digital

von gangflow am: 07.04.2005, 16:26 Uhr

Foto: G. FladertVarberg liegt ziemlich genau auf halbem Weg von Halmstad nach Göteburg. Laut Eigendefinition auf der Homepage www2.varberg.se gehört das Städtchen zu einer der expandierendsten Regionen Schwedens. 

Eigentlich sind wir nur mit dem Auto in der
Gegend herumgekurvt - ein zweifelhaftes Vergnuegen mit einer
ueberaus emotionalen Französin (Julie) in einem kleinen Twingo,
der wie die Hölle geht, auf schwedischen Strassen zu fahren. Die
Autofahrer hierzulande halten sich nämlich peinlichst genau an die
Geschwindigkeitsbegrenzungen (am liebsten noch darunter). Julie: "Merde, merde, fucking Swedes". Dann den dritten Gang reingedroschen undnix wie auf die linke Fahrspur. Ihre Uberholmanöver waren selbst nach österreichischen Massstäben... kreativ.
Schätze mal wir wären kollektiv des Landes verwiesen worden, wenn uns
die Kieberei erwischt hätte.  Hat sie aber zum
Glueck nicht, weil die hier oben davon ausgehen dass sich wegen der
rigorosen Strafen eh niemand traut zu schnell zu fahren.

In Varberg sind wir dann eher
zufällig angekommen. Das Städtchen/Die Gemeinde/Der Markt/Das Dorf
(keine Ahnung wie die richtige Bezeichnung lautet) ist relativ bekannt
wegen seines Badehauses,
das auch im Winter geöffnet hat (hier wird das Meerwasser so weit
erwärmt, dass man darin baden kann.) Das Badehaus birgt ein ziemlich
nettes Cafe, das Kaffee-Junkies wie Schreiber dieser Zeilen mit
erfreulich niedrigen Preisen ueberrascht (umgerechnet cirka 1 Euro
40 oder so fuer eine megamässig grosse Tasse).

Die
zweite Sehenswuerdigkeit in Varberg ist das Schloss, dass
ausserordentlich gut erhalten ist. (eigentlich ist in Schweden alles
gut erhalten weil es nämlich in Schweden seit seit 400 Jahren oder so
keinen Krieg gegeben hat. Ähnlich wie die Schweiz hat
sich Schweden gegenueber Hitler - kooperativ - verhalten, am
Anfang durften sogar deutsche Truppen durchmarschieren.  Erst
später, als sich der Endsieg partout nicht einstellen
wollte, haben sich die schlauen Schwedinnen und Schweden auf die
Seite der Aliierten geschlagen).  

Schloss Varberg konnten wir nur von aussen beaugapfeln, das im Inneren
untergebrachte Museum war blöderweise geschlossen. In frueheren
Zeiten muss das eine ziemlich uneinnehmbare Festung gewesen sein
- von ihrer frueheren Stellung zeugt noch der Name
Varberg (=Wehrburg) sowie ein gutes Dutzend Kanonen
die sowohl auf die Zufahrtswege als auch aufs Meer hin gerichtet
sind.  Arme Schweine muessen das gewesen sein, die
einmal geglaubt haben, Varberg angreifen zu muessen (oder
warscheinlich eher: denen glauben gemacht wurde, dass sie es muessten).

 

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