10. Februar 2012 07:56 | |||||
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Endlich kommt "seine Hoheit" auch in das Lesachtal
Eine Faschingssitzung im Lesachtal ist etwas Besonderes: Nur alle paar Jahre wird sie veranstaltet, dann aber ist fast die gesamte Bevölkerung für dieses Unternehmen aktiv.

Fotos © Guggenberger Dieses urige Lesachtaler Männerballett wird in Liesing garantiert niemanden kalt lassen
Mit einem kräftigen "Lie-Lie" wird am Samstag die fünfte Jahreszeit im Lesachtal wachgeküsst. Nach vier Jahren närrischer Pause haben sich die Mitglieder der Trachtenkapelle und des gemischten Chores Liesing zusammengesetzt und gemeinsam mit der örtlichen Theatergruppe ein abwechslungsreiches Programm erarbeitet. Eines vorweg - die närrischen Akteure mit dem Schlachtruf "Lie-Lie" haben sich wieder viel Lustiges und Interessantes einfallen lassen. Die Regentschaft für diesen Abend übernimmt das Prinzenpaar Andreas I. (Andreas Lanner) und ihre Lieblichkeit, die hübsche Prinzessin Michaela I. (Michaela Wilhelmer). Gespannt darf man auf die Darbietungen der Lesachtaler "Dancing Stars" sein. Seit November trainieren die Kandidaten heimlich für ihren Auftritt. Wohin fließen die EU-Millionen - nach Maria Luggau, St. Lorenzen, Liesing oder Birnbaum? Für den Sieger wartet als Belohnung ein prall gefüllter Geldkoffer.

Hypo-Millionen - Immer auf der Lauer nach Pointen sind die beiden Jäger Hubert Obernosterer und Martin Guggenberger auf ihrem Hochsitz. Ihnen entgeht kaum ein Hoppala aus dem Dorf- und Talgeschehen. Und sie haben beim Pirschgang ganz sensationell die verschleuderten Hypo-Millionen gefunden. Interessantes zum Erraten gibt es bei "Was gibt es Neues?" Soviel darf verraten werden - "Vorsicht bei einem aus dem Ausland importierten Gerät!"

Kaiser im Tal - Erstmals nach "Nordslowenien" kommt Kaiser Ferdinand I. und beschwert sich bei seinen Gästen, dass man im Lesachtal keine Glaskugeln kennt. Eine Augenweide ist auch in diesem Jahr die Garde - und deren Konkurrenz, das originelle "Männerballett", tanzt heuer zur Hochform auf, strapaziert die Lachmuskeln und lässt garantiert kein Auge trocken. Übrigens: Für optimale Stimmung sorgen Moderator Julius Stöffler und die Band "Du und I extendet" aus Birnbaum. Die beiden Regisseure Andrea Guggenberger und Gerald Fister waren nach der Generalprobe sehr zufrieden. Sie sind überzeugt, dass es bis zur nächsten Sitzung keine vier Jahre dauern wird. Die Vorbereitungszeit war für alle Beteiligten sehr lustig, aber: "Schade, dass es am Samstag leider schon wieder vorbei ist."
Faschingssitzung: Samstag, 23 Jänner 2010 im Kultursaal Lieisng, 19.30 Uhr
"Brot fürs Leben" zog Bilanz
Verein "Brot fürs Leben" hat 24.000 Euro der Organisation "Menschen für Menschen" übergeben.

Bild: Guggenberger, Hochhold und Lexer mit "Spendenbuch"
Stolz präsentierte Werner Lexer den ersten Jahresbericht des Vereins "Brot fürs Leben". 24.000 Euro wurden der Organisation "Menschen für Menschen", vertreten durch Geschäftsführer Christian Hochhold, übergeben. "Auf äthiopische Verhältnisse umgerechnet, haben damit über 200 Kinder ein Jahr lang zum Essen", freut sich Lexer, dessen Erwartungen für das erste Vereinsjahr weit übertroffen wurden. Erfreut über das Spendenaufkommen zeigten sich auch Bürgermeister Franz Guggenberger sowie die Vorstandsmitglieder Elfriede Stabentheiner, Andrea Unterguggenberger und Elisabeth Unterüberbacher.
Bankverbindung: Raiffeisenbank Kötschach-Mauthen BLZ: 39364 Konto Nr.: 20.008 IBAN: AT97 3936 4000 0002 0008 BIC: RZKTAT2K364
Mit Pauken und Trompeten
40 Blechbläser und acht Schlagwerker stellten beim Abschlusskonzert des Lesachtaler Blechbläser Workshops ihr Können unter Beweis.
Josef Steinböck (Universität München), Gerald Kubin (Musikschule), Tobias Guggenberger, Ishido Yujro aus Japan und Johann Viertler (von links)
Ein wahres Klangerlebnis bot das Abschlusskonzert des 3. Blechbläser Workshops in der Hauptschule Lesachtal. Unter der Leitung von Josef Steinböck von der Universität München wurden über 40 Bläser und Schlagwerker von acht Referenten wie Markus Pichler oder Bernhard Pronebner, beide von der Wiener Staatsoper, drei Tage lang unterrichtet. Jüngster Teilnehmer war mit 13 Jahren Tobias Guggenberger aus St. Lorenzen auf dem Schlagwerk. Mit über 60 Lenzen musizierte Johann Viertler aus Sillian als Ältester mit Begeisterung auf seiner Posaune. "Das zeigt, dass hier jeder etwas lernen kann, ob jung oder alt, von Anfängern über Studenten und Musiklehrer bis zu den Profis", freut sich der Organisator Gerald Kubin über die große Teilnahme.Vorbild für dieses Seminar ist ein von Markus Pichler organisierter Workshop in Bad Goisern. "Hier treffen sich seit vielen Jahren Bläser zur Fortbildung", sagt Musikschulleiter Kubin. Von Pichler kamen hilfreiche Tipps und die Kontakte zu den Referenten. Diese wurden gemeinsam mit Reinhold Pargger, dem Leiter des Brass-Ensembles Lesachtal umgesetzt. Anfangs wurde nur für Posaunen ein Fortbildungskurs ausgeschrieben, heuer waren - außer Horn - alle Blechinstrumente vertreten. Seit zwei Monaten studiert der Japaner Ishido Yujiro in München und freute sich mit seiner Tuba am Workshop teilnehmen zu können.

1943, zur Zeit des zweiten Weltkrieges, kam Frau Johanna Petschnig als junge Lehrerin an die Volksschule Liesing im Lesachtal. „Hundert Schüler in acht Schulstufen musste ich in einer Klasse als 23-jährige Lehrerin unterrichten“, erinnert sich Frau Petschnig. Nach einem Gespräch mit der Schulabteilung wurde ihr geraten, die Klassen zu teilen. So hat sie die ersten vier Klassen am Vormittag unterrichtet und die Schüler der fünften bis zur achten Schulstufe kamen zum Nachmittagsunterricht.
Seit 60 Jahren wirkt sie nun schon als Sekretärin im Pfarramt Liesing. Pfarrer Peter Granig ersuchte sie 1947 ihn bei den schriftlichen Arbeiten zu unterstützen. Es war für die in Pogöriach bei Villach geborene Lehrerin eine Selbstverständlichkeit, dieser Bitte nachzukommen. Es blieb aber nicht bei den Kanzleiarbeiten. „Sie wurde sehr bald zum vorbildlichen Mittelpunkt schulischer und außerschulischer Erziehungsarbeit“, wie es Regierungsrat Karl Erlacher anlässlich ihrer Pensionierung in einer Zeitung festhielt. Wichtig war ihr stets die Kinder- und Jugendarbeit in der Pfarre. „Der Segen dieser profunden Erziehungsarbeit“, setzt Inspektor Erlacher in seinem Bericht fort, „wird sich gewiss noch auf weitere Jahrzehnte auswirken“. In der Tat ist es so, Jungschar- und Jugendarbeit sind heute noch wesentliche Schwerpunkte in der pfarrlichen Arbeit und bilden die Früchte ihres Wirkens.

Mehr Bilder von der Geburtstagsfeier gibt es unter www.tk-liesing.at

Familie Jack und Hemmi Boumann verbringen ihren Urlaub seit 45 Jahren bei Josefa Obernosterer in Niedergail bei Liesing. „Wir haben mit geschlossenen Augen einen Punkt auf der Landkarte fixiert“, erinnern sich der 80-jährige Jack und seine zwei Jahre jüngere Frau. Die Wahl ist auf das Lesachtal gefallen. Von der damaligen Gemeinde Liesing wurde Prospektmaterial angefordert und schließlich landeten sie am Bauernhof „Bliamla“ Obernosterer. „Sie wollten keine 10 Minuten bleiben“, erinnert sich Seniorchefin am Bauernhof, Anna Obernosterer an die erste Begegnung mit Familie Bouman. „Sie waren aber von der langen Fahrt so müde, dass sie nicht gleich wieder zurückfuhren“, erzählt Anna und freut sich, dass die schon lange Freunde gewordenen Gäste an die siebzig Mal den langen Weg nach Niedergail gefunden haben. Wandern war die große Vorliebe der Familie Bouman. Es gibt kaum ein Gipfelbuch im Tal, in dem nicht ihr Name eingetragen ist. Auch Winterurlaube verbrachten die beiden im Lesachtal, dabei hat ihnen die Nachbarin eine eigene Langlaufloipe gespurt. Mit seinen 80 Jahren fährt Jack Bouman die 1.100 km von der holländischen Stadt Lochem bis ins Lesachtal immer noch in einem durch. Das Wandern fällt den beiden schon etwas schwerer aber Ziele, wie „die Niedergailer Alm oder die Steineckenalm stehen immer noch am Programm“.
Chronistin alpiner Brotkultur
Gerade rechtzeitig zur Woche des Brotes (12. - 18. Oktober) erschien im Mitteldeutschen Verlag das Buch "Brot - Teil des Lebens". 
Die Verbindung von Japan mit Kärnten und Osttirol ist um eine Facette reicher: Ein Buch zum Lesachtaler Brot, verfasst in Japan, ist neu am Markt. Zur Vorgeschichte: 2008 errichtete der Osttiroler Ofensetzer Josef Steinringer ein Brotbackhaus nach Lesachtaler Vorbild in der Millionenstadt Tokyo. Erste Versuche im Brotbacken machten die Japaner beim Lesachtaler Brotfest. Im Land der aufgehenden Sonne waren es Brigitte und Ernst Joast aus Lienz, die in einem mehrwöchigen Kurs den Japanern das Backen im neuen Backhaus beibrachte. Und Yoshiko und Hiroshi Suzuki waren ein halbes Jahr Lehrlinge in der Bäckerei Joast in Lienz. Mittlerweile haben die beiden in der Olympiastadt Nagano eine Bäckerei geründet und "schon bald gibt es frisches Schwarzbrot", schreibt Yoshiko Suzuki.
Jetzt gibt es auch ein Buch zum Lesachtaler Brot - geschrieben von einer Japanerin: Die Universitätsprofessorin, Ethnologin und Europa-Spezialistin Eiko Funada beschäftigt sich schon über 40 Jahre lang mit dem Thema "Europäische Brotkultur". "Ich kenne viele Regionen in Europa", sagt die Volkskundlerin, "aber nirgendwo habe ich noch so viel erhaltenes Brauchtum rund ums Brot gefunden wie im Lesachtal." 1978 begann Eiko Funada mit den ersten Erhebungen zur Tradition des Brotbackens. Nahezu 80 Gewährsleute hat die Forscherin befragt. Kaum ein Haus im Tal ist ihr unbekannt. "Ich kenne deshalb fast jede Küche, den Esstisch, die Schublade und oft sogar den Inhalt." Sie untersuchte aber auch jeden Backofen im Tal und erforschte, wie die Hausfrau das Brot bäckt. In ihrem Buch "Brot - Teil des Lebens" schildert sie den mühsamen Arbeitsvorgang vom Korn bis zum fertig gebackenen Brot. Für jeden Arbeitsgang gab es Überlieferungen der Vorfahren, dazu kam die eigene Erfahrung und Weisheit. "So haben die Lesachtaler ihre Brotkultur bewahrt und eigene festliche Bräuche entwickelt, die in diesem Buch festgehalten sind." Auch viele alte Hausrezepte finden sich in dem Werk."Man kann von einer nachhaltigen Forschung reden, wie sie heute nicht mehr möglich ist", schreibt Konrad Köstlin vom Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien. Das betrifft die zeitliche Dauer und die Intensität der Langzeitstudie. Immer wieder kam Funada ins Lesachtal und hat die Frauen beim Brotbacken beobachtet und "diese haben der remden mehr und gewiss anderes erzählt, als sie das einer Wissenschaftlerin aus Österreich oder gar einem Mann erzählt hätten", meint Köstlin.
Herausgeber des Buches ist das Komitee zum Lesachtaler Brotfest, erschienen ist es im Mitteldeutschen Verlag. Die Neuerscheinung wird 2010 bei der Leipziger und auch bei der Frankfurter Buchmesse vorgestellt.
Wo gibt es das Buch?
Buchhandlung Moser, Kötschach
Bäckerei und Konditorei Matitz, Kötschach
In den Geschäften des Lesachtales
Buchhandlung Tyrolia, Lienz
Buch u. Papier Geiger, Lienz
Bäckerei und
Konditorei Joast, Lienz
Oder einfach unter www.brotfest.at bestellen.
Der Bike- und Run Duathlon auf die Politze oberhalb von St. Lorenzen im Lesachtal vergangenes Wochenende war nur etwas für Hartgesottene. Start, für das fast 70 Teilnehmer große Feld, war in St. Lorenzen, mit dem Mountainbike oder zur Fuß musste die Strecke über 6 km bei 500 Metern Höhenunterschied auf die Lackenalm bewältigt werden. Wer sich den Titel Politzengams holen wollte, musste noch einmal 750 Höhenmeter auf den Riebenkofel laufen.


Am Samstag, 3. Oktober wird in Sterzen bei Maria Luggau das modernste Stallgebäude des Lesachtales eröffnet. Vor einigen Jahren stand Michael Oberluggauer vor der Entscheidung, die Landwirtschaft weiter zu betreiben oder täglich zu einem Arbeitsplatz außerhalb des Tales zu pendeln. Er hat sich für ersteres entschieden und an der Stelle des alten Stallgebäudes ein neues erricht. Der Neubau wurde auch notwendig, da der Betrieb seiner Frau Rosmarie mit zu bewirtschaften ist. Dieser liegt auf der gegenüberliegenden Seite am Guggenberg, „und zwei Wirtschaftsgebäude zu betreuen ist sehr schwierig“. So wurde ein neues Stallgebäude für rund 30 Großvieheinheiten errichtet. „Gebaut wurde nach neuesten Erkenntnissen der Tierschutzverordnung“, schildert Oberluggauer, „nach Erfahrungswerten, die ausreichend erprobt wurden“. Ein großer Ruhebereich für das Vieh, verschiedene Koppeln für Jungvieh, ein Melkstand und ein 630 m³ fassender Güllekeller, der täglich umgewälzt wird, sichern beste Bedingungen für Tiere und Bauern. Auch in der Scheune fällt die Arbeit durch einen Heubergekran um einiges leichter und „beste Heuqualität liefert die RTS Heutrocknung“, ist der Jungbauer überzeugt.Er lädt am Samstag, 3. Oktober zum Tag der offenen Stalltür. Um 10 Uhr wird das Gebäude von Servitenpater Andreas M. Baur gesegnet und anschließend kann das modernste Stallgebäude des Tales besichtigt werden

Im Rahmen eines Maturaprojektes hat Lukas Guggenberger eine Homepage für die Trachtenkapelle Liesing erstellt. Unter www.tk-liesing.at erfährt man viel Interessantes von den Liesinger Blasmusikern.

Unter dem Motto "Die Bezirkshauptmannschaft kommt zum Bürger" konnten die Lesachtaler ihre Anliegen in ihrem Heimatort erledigen.
"Die Bezirkshauptmannschaft Hermagor kommt zum Bürger", hieß es am Mittwoch in der Gemeinde Lesachtal. Der Andrang im Amtsgebäude in Liesing war groß. Schließlich ersparten sich die Lesachtaler über zwei Stunden Fahrzeit um ihre Anliegen zu lösen.
Die Dienstleistung ging von der Ausstellung von Reisepässen, Umtausch von Führerscheinen bis hin zur Impfberatung. Sogar gegen Diphtherie-Tetanus und Kinderlähmung konnte man sich impfen lassen. Mit Förster Albin Oberluggauer stand auch die Bezirksforstbehörde den Lesachtalern Rede und Antwort. Anträge auf Pflegegeld oder Familienbeihilfe wurden gestellt und vieles mehr konnte vor Ort erledigt werden. "Wir möchten damit der zunehmenden Zentralisierung entgegenwirken", meint Bezirkshauptmann Heinz Pansi, "und uns mit dieser Aktion dem Bürger einen Schritt nähern". Für diese österreichweit beispielgebende Aktion wählte er von 16 bis 19 Uhr vollkommen atypische Zeiten. "Es wurden rund 40 neue Reisepässe und an die 30 Führerscheinkarten ausgestellt", zeigte sich der Bezirkshauptmann zufrieden und plant diese Aktion auch in anderen Gemeinden des Bezirkes.

