26. Mai 2012 03:09 | |||||
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Natürlich hat man, wenn man in ein fremdes Land kommt, bestimmte Vorstellungen von diesem. Diese hatten wir auch. Irland – die grüne Insel, jede Menge Regen, jede Menge Schafe, ein mystisches Land voller keltischer Kultur. Nun, Schafe haben wir bisher noch nicht so viel gesehen – liegt aber wahrscheinlich daran, dass in der Gegend in der wir sind eher mehr Kühe gehalten werden. (Irland hat Unmengen an unterschiedlichen Buttersorten – mindestens an die 20, wenn nicht mehr, aber nur eine Sorte ist ungesalzen - für unsre empfindlichen österreichischen Gaumen
) Aber ansonsten stimmt das Klischee von Irland - Regen, keltisch, grün.
Was ich aber eigentlich sagen wollte. Auch die Irländer (wir nennen die Einheimischen hier lieber so
) haben bestimmte Vorstellungen von Österreich – falls sie es überhaupt kennen. Zum einen glauben viele, dass wir Österreichisch sprechen (was ja in einer gewissen Art und Weise auch stimmt) und viele wissen auch, dass wir Berge haben.
Aber es geht auch anders. Eine Studienkollegin fragte uns, wie wir es in Österreich nur aushalten, wenn das ganze Jahr über Schnee liegt – Irland müsste ja fast eine Erholung für uns sein ...
Besonders schockiert hat uns eine Aussage auch von einer Studienkollegin, die wirklich geglaubt hat, dass wir in Österreich noch den Nationalsozialismus verherrlichen und uns mit „Heil H*****“ begrüßen (I am speechless). Obwohl wir ihr erklärt haben, dass dies bei uns verboten ist, hatte ich so das Gefühl, dass sie uns nicht wirklich geglaubt hat. Eigentlich schockierend, dass Jemand, der studiert, so ein Bild von uns hat. Vielleicht ist sie auch nur eine Ausnahme, aber trotzdem ...
Was uns noch aufgefallen ist. Irland ist ja nach wie vor von der katholischen Kirche geprägt und ich glaub ich hab auch schon mal geschrieben, dass Kondome und Pille bis vor ein paar Jahren sehr schwer zu erhalten waren. Und dass man für eine Abtreibung nach England fahren muss. Vielleicht gibt es deshalb hier so viele Teenagerschwangerschaften/-mütter. Was aber auffällig ist. Nur sehr wenige Paare zeigen in der Öffentlichkeit, dass sie zusammen sind. Ein Kollege hat uns gesagt, dass man sich eigentlich nicht vor anderen küsst (zumindest nicht mehr als ein Bussi) und man sieht auf den Straßen auch wenige Pärchen Hand in Hand spazieren gehen (zumindest weniger als bei uns). Und zeigt man öffentlich, dass man zusammen gehört, wird man teilweise komisch angestarrt – so ist es mir zumindest passiert.
Da stimmt das Sprichwort
„ANDERE LÄNDER, ANDERE SITTEN“
wirklich.