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09. Februar 2010 08:06
Menschenrechte
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von hartheim am: 10.06.2009, 08:15 Uhr

Erstmalig sind 120 Werke der Sammlung Prinzhorn in Österreich zu sehen-Ausstellungsort ist Stift Admont:Informationen zu Öffnungszeiten und mehr unter:www.stiftadmont.at

Der Einfluss dieser Kunstwerke auf Picasso,Dali und Co ist unübersehbar-dass die Erschaffer der Werke der Prinzhornsammlung als Geisteskranke zu einem Leben als Internierte in Anstalten verurteilt waren und in weiterer Folge der Tötungsmaschinerie des Nationalsozialismus zum Opfer fielen wird findet bei dieser Ausstellung kaum Beachtung.

3 Kommentare   Kommentieren
http://meinekleine.kleinezeitung.at/hartheim/stories/363957/modTrackback
Kommentare
danke
von ulrisch am: 12.06.2009, 14:54 Uhr
danke für den hinweis und die kritik, werde beim nächsten besuch und evtl. mal beim gespräch mit dr. braunsteiner (kurator) nachfragen. Ihr Frater Ulrich
Prinzhorn - die Zweite
von ulrisch am: 16.06.2009, 16:50 Uhr
so jetzt habe ich mich informiert.
Zwei der Künstler sind von den Nazis ermordet worden. Von den anderen weiß man nicht, wie sie gestorben sind. Mutmaßungen könnte man anstellen. Die Austellungsmacher wehren sich seit Jahren dagegen, dass die Künstler der Collection ausschließlich als Opfer des Euthanasieprogramms betrachtet werden. Prinzhorn hat schon weit vor 1933 seine Werke gesammelt.
Wir sehen also eine Austellung von Bildern und Zeichnungen, die schon vor 1933 bestand. Die Erinnerung an die Nazis ist wichtig und es wird erwähnt - vielleicht zu wenig; aber wenn man die Künstler ausschließlich als Opfer darstellen würde, wäre das eine Engführung. LG aus Admont Ihr Ulrisch
Es geht dabei letztlich wohl auch um rechtliche Gründe; so wollte eine Berliner Ausstellung über Euthanasie die Werke für sich reklamieren. Doch die Prinzhorn Collection besteht nicht einfach aus Werken ermordeter Künstler, sondern die Sammlung ist - wie gesagt - schon weit vor dem Euthanasieprogramm vorhanden gewesen und richtungsweisend für die Moderne Kunst.
prinzhorn die zweite
von hartheim am: 17.06.2009, 11:59 Uhr
sehr geehrter bruder ulrich,
es ist richtig,dass nicht alle künstler der sammlung prinzhorn fer ns-euthanasie zum opfer gefallen waren und dass die wahre identität der künstler durch prinzhorn selbst mithilfe von pseudonymen verdeckt wurde ,entspricht auch meinen kenntnissen zu dieser sammlung.ich kenne auch die diskussion zur ausstellung in berlin und stimme weder der meinung der sammlungseigentümer noch der des verbandes der psycherf. gesamt betrachtet zu.meine intention geht in eine richtung,die der frage dringlich nachzugehen hat,in wieweit der fatale und vernichtende geist des nationalsozialismus vom lebensunwertem leben heute noch immer in psychiatrien und behindertenheimen und der allgemeinheit vorhanden ist.gerade in österreich und deutschland werden behinderte menschen noch immer nicht als vollwertig gesehen und behandelt,was teilweise furchtbare auswirkungen hat.
im nationalsozialismus hatte man tausende menschen mit behinderung(körperlich,geistig und psychisch) in gaskammern(zb:hartheim) durch nahrungsentzug,injektionen u.vm. zu tode gebracht,um ein erbgesundes deutsches volk zu schaffen.und gerade deshalb sollte die empfindlichkeit gegenüber dokumenten(teilweise vor der nazizeit entstanden) die mit dieser haltung in verbindung stehen respektvoll und mahnend behandeln.
trotzdem finde ich die präsentaion dieser sammlung(teile daraus) sehr begrüssenswert,zumal es für mich persönlich positiv überraschend ist,dass der stift admont als austellungsort gewählt worden ist.
ich werde eine datei einstellen,die auszüge aus dem buch:"Wahnsinnige Schönheit,Prinzhorn-Sammlung" enthalten wird und für sie,sollten nsie das buch nicht ohnedies schon kennen,möglicherweise interessant sein könnte.
lg
claudia heresch-jury
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