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von hibiskus am: 20.08.2009, 13:13 Uhr

 

 

 

Ich richte mir ein Zimmer ein in der Luft / unter den Akrobaten und Vögeln: / mein Bett auf dem Trapez des Gefühls / wie ein Nest im Wind / auf der äußersten Spitze des Zweigs. // Ich kaufe mir eine Decke aus der zartesten Wolle / der sanftgescheitelten Schafe die / im Mondlicht / wie schimmernde Wolken / über die feste Erde ziehn. // Ich schließe die Augen und hülle mich ein / in das Vlies der verläßlichen Tiere. / Ich will den Sand unter den kleinen Hufen spüren / und das Klicken des Riegels hören,/ der die Stalltür am Abend schließt. // Aber ich liege in Vogelfedern, hoch ins Leere gewiegt. / Mir schwindelt. Ich schlafe nicht ein. / Mein Hand  / greift nach einem Halt und findet / nur eine Rose als Stütze.

 

-hilde domin-

(deren lyrik ich über alles liebe, wäre am montag 100 Jahre alt)

....

 

3 Kommentare   Kommentieren
http://meinekleine.kleinezeitung.at/hibiskus/stories/371574/modTrackback
Kommentare
Hallo liebe HIbi...
von canarias am: 20.08.2009, 19:29 Uhr
Schöne lyrik hast du da,gefällt mir auch!Hab auch was für dich!

Hilde Domin:

Nicht müde werden

Nicht müde werden
Sondern dem Wunder
Leise
Wie einem Vogel
Die Hand hinhalten

Liebe grüße von Grete.Ich hoffe,ich les jetzt öfters was von dir.
Lyrik ist Balsam für die Seele.
von mensch am: 21.08.2009, 07:57 Uhr
Ein Text den ich im Stande bin "Nachzuempfinden"!
Lyrische Texte wirken wie eine heilende Pflanze und mögen uns Stütze im Leben sein. Ob es wie in diesem Fall eine Rose ist, das Schweigen oder ein Birkenhain sei sekundär. Lyrik bleibt Balsam der Seele und macht glücklich aber auch Hoffnung in schweren Tagen.
L. G. Mensch
((-:
von Andromeda44 am: 20.01.2010, 23:58 Uhr
Wunderwunderschön!
Das Gedicht und dein Rosenstraußfoto!!!
Ja das kann ich nachempfinden, die Natur ist die schönste Wohnung...
Aber huschi huschi brrrr, nicht im Winter...

Bei dir ist die Bloguhr auch im September stehen geblieben...

Grüße von Rosie
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