10. Februar 2012 10:03 | |||||
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
Bewusst essen – hochwertige Lebensmittel genießen – sich die Natur unverfälscht auf den Teller holen….
Biologischer Landbau ist die Antwort auf diese Bedürfnisse. Die Bio – Bauern garantieren eine ganzheitliche Produktqualität.
Wer Obst und Gemüse in Bio-Qualität kauft, vermeidet zusätzlich Chemikalienrückstände, da die biologische Landwirtschaft weder synthetische Düngemittel noch Pestizide verwendet. Dadurch produzieren die Bio-Bauern gesunde Lebensmittel und schonen gleichzeitig Boden, Grundwasser und Tierwelt. Frisch und gesund genießen ist ein persönlicher Gewinn an Lebensqualität und ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz!
Gemüse aus biologischem Anbau
Biobauernmarkt Klagenfurt
14 Biobauern aus Kärnten, der Steiermark und dem Alpe-Adria-Raum bieten jeden Freitag ihre Biospezialitäten in der Kaufmanngasse nahe dem Benediktinerplatz an.
Angebot: Frischfleisch vom Rind, Kalb, Schwein, Huhn, Lamm, Wild, Selchwaren, Fisch, Schaf-, Ziegen- und Kuhmilchprodukte, Gemüse und Obst, kaltgepresste Öle, Getreideerzeugnisse, Eier Honig, Wein, Liköre, Säfte, Frischkräutersaucen.
Öffnungszeiten: Freitag, 7.00 – 13.00 Uhr.
Vom 11. bis 20. September laden die Bio-Aktionstage wieder österreichweit dazu ein, Bio zu genießen. Bio-Boten verteilen Bio-Milchpackerl und Gewinnspielkarten - Hoffeste, Verkostungen und Bio-Infostände runden das Angebot ab.
Bio-Infoboten
Mehr als 100 Bio-Boten werden Mitte September dazu einladen, Bio zu genießen. In allen österreichischen Landeshauptstädten verteilen sie gratis Bio-Milch, Teilnahmekarten zum Bio-Gewinnspiel und "Bio- Sticker".
Bio-Infostände
Von Eisenstadt bis Bregenz stehen Biobäuerinnen Interessierten für Fragen zur Verfügung. Für alle Bio-Fans gibt es gratis "Wir sind Bio" Keramik-Milchbecher. Kinder können mit verbundenen Augen Bio-Produkte verkosten, ihren Geschmackssinn schärfen und mit etwas Glück einen von neun Kindergeburtstagen auf einem Biobauernhof gewinnen.
Großes "Wir sind Bio"-Gewinnspiel
Sechs Fragen zum Thema Bio richtig beantworten, einsenden und schon sind Sie im Rennen um tolle Preise von Einkaufsgutscheinen bis hin zu Genusswochenenden im Bio-Hotel oder am Biobauernhof. Als Hauptpreis winkt ein Gutschein für eine Woche in einem österreichischen Bio-Hotel Ihrer Wahl!
"Wir sind Bio"- Gewinnspielkarten werden von den Bio-Boten verteilt und liegen im Bio-Fachhandel sowie bei den Bio-Infoständen auf.
Einsendeschluss für das Gewinnspiel ist der 31. Oktober 2008!
BIO AUSTRIA
8.15 Uhr. Es ist zwar kein großer Andrang, aber immerhin herrscht reges Markttreiben. Das Angebot bei Gemüse entspricht der Jahreszeit, meiner Meinung aber eher dürftig (bereits ausgesucht?). Beim Obst dominieren Äpfel und Zwetschken.
Ansonsten das übliche Angebot von Fleisch, Selchwaren, Getreide, Mehl, Selbstgebackenes, Schnäpse und Liköre. Gleich beim Eingang befindet sich der Stand mit dem Holzofenbrot. Beim nächsten Besuch werde ich mir die Sache etwas näher ansehen.
Bewusstsein der ÖsterreicherInnen für regionale, biologisch produzierte Produkte - besonders Lebensmitel - gestiegen
Wien - Immer mehr KonsumentInnen kaufen ethisch bewusst ein und verlangen Lebensmittel mit mehr Wert. Herkunft und Rohstoffe aus der Region, Nachhaltigkeit und naturnahe Produktion, Ressourcenschonung, artgerechte Tierhaltung und faire Preisgestaltung spielen dabei eine wesentliche Rolle, erklärte der frühere EU-Agrarkommissar und Präsident des Ökosozialen Forums (ÖSF), Franz Fischler, am Dienstag bei einer Podiumsdiskussion zum Thema "Nachhaltig produzieren, konsumieren & genießen - wie können mündige KonsumentInnen die Lebensmittelqualität beeinflussen?".
In den vergangenen Jahren habe sich das Bewusstsein für die Schattenseiten unseres Konsums auch bei vielen bisher eher lethargischen KonsumentIen geschärft, ergänzte Tanja Busse, Autorin des Bestsellers "Die Einkaufsrevolution. Die KonsumentInnen entdecken ihre Macht". Die grüne Welle, der Bioboom oder die Entdeckung von Green Fashion zeige, dass "der schlafende Riese Konsument erwacht ist und seine Macht zu nutzen beginnt", so Busse.
Als typisches Kleinbauernland sei Österreich daher besonders gefordert, künftig noch stärker auf Qualität zu setzen, erklärte Fischler. Kleinere Betriebe hätten dabei den Vorteil, naturnäher und damit hochwertiger produzieren zu können. "Insgesamt bestehen bei uns gute Möglichkeiten, mündige Konsumenten aktiv mitbestimmen zu lassen sowie das Top-Segment einheimischer Lebensmittel und das Standing gesellschaftlich verantwortungsvoller Unternehmen auszuweiten", sagte Fischler und verwies auf das neue Gütesiegel "gut so!", das im heurigen Oktober vorgestellt werden soll.
Regionale Produkte
Beim Kauf von Bio-Lebensmitteln werde mittlerweile in der Hälfte der Fälle darauf geachtet, ob die Produkte auch aus der Region kommen, sagte der Meinungsforscher Rudolf Bretschneider von GfK Austria. In Österreich werde - im Vergleich zu Deutschland - öfter "Bio" gekauft. Die Kerngruppe der LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) sei in Deutschland bereits in zehn Prozent der Haushalte zu finden - diese weisen einen deutlich höheren Anteil an Fair Trade Produkten, eine Pro-Region Haltung und vermehrte Bio-Affinität auf.
"Durch höchste Qualitätsansprüche, die Stärkung der Veredelungsketten, eine gezielte Markenpolitik durch entsprechende Kennzeichnungen und gute Marketinginstrumente bestehen sehr gute Chancen, nachhaltig produzierte Lebensmittel in den heimischen Handelsketten und Supermärkten zu positionieren. Dadurch wird die naturnahe Landwirtschaft, die 'Agrikultur', wie wir sie in Österreich kennen, gefordert.", so Fischler. (APA)
derStandart.at, 22.09.2008
Bio Austria: Vize Kirchweger fordert deutlichere Herkunftsbezeichnung
LINZ. 80 Prozent der Österreicher glauben laut „market“, dass Bio-Lebensmittel an Bedeutung gewinnen werden. Die RollAMA, eine Markterhebung der Agrarmarkt Austria, bestätigt dies. 97.486 Tonnen Bio-Lebensmittel wurden 2007 von Österreichs Haushalten gekauft (plus 8,2 Prozent).
Heuer setzt sich der Trend, gebremst durch die steigenden Lebensmittelpreise und die hohe Inflation, fort. Bis Ende April wurde ein Mengenwachstum von 1,1 Prozent registriert.
Petra Kirchweger, Vize-Obfrau von Bio Austria und Landwirtin in Molln, sieht Nachholbedarf in der Aufklärungsarbeit über die Herkunft von Lebensmitteln. Bio-Ware aus dem Ausland sei oft zu klein herkunftsbezeichnet.
Laut Grünem Bericht erzielten Biobetriebe 2007 im Schnitt 24.866 Euro Einkommen (plus vier Prozent). Das ist zwei Prozentpunkte unter dem Durchschnitt aller Betriebe. (haas)
OÖNachrichten vom 24.09.2008
Fair gehandelte Waren wie Kaffee, Tee, Kakao, Bananen und Orangensaft verbessern die Lebenssituation in den Erzeugerländern erheblich. „Bio-faire Lebensmittel erhöhen den Effekt noch mehr“, sagt Sabine Schuster-Woldan von der Verbraucherzentrale Bayern. Die bundesweiten „Fairen Wochen“ standen dieses Jahr unter dem Motto „Doppelt gut! Bio im Fairen Handel“.
„Wer faire Lebensmittel kauft, leistet aktive Entwicklungshilfe und trägt dazu bei, dass die Welt ein Stück gerechter wird“, so die Verbraucherzentrale.
Der faire Handel garantiert den Produzenten aus Afrika, Asien und Südamerika Mindestpreise für ihre Waren und langfristige Arbeitsverträge. „Sie haben dadurch ein sicheres Einkommen und können ihren Kindern einen regelmäßigen Schulbesuch ermöglichen“, betont Schuster-Woldan. Bioanbau wird besonders gefördert und spielt eine wichtige Rolle.
Er schützt die Gesundheit der Arbeiter durch Verzicht auf Pestizide und Chemiedünger. Gleichzeitig wird das Bedürfnis der Verbraucher hierzulande nach Lebensmitteln ohne Schadstoffe und Gentechnik erfüllt. Fair gehandelte Produkte erkennt man am Trans-Fair-Siegel oder am Logo der Importeure wie „gepa“ oder „el-puente“. Mittlerweile sind sie nicht nur in Bio- und Weltläden, sondern auch immer mehr in Supermärkten und Discountern zu finden.
Quelle: Verbraucherzentrale
„Zurück zum Ursprung“
Der Handel mit biologischen Lebensmitteln boomt. Laut Arbeiterkammer stehen zurzeit mehr als neunzig registrierte Biomarken in den heimischen Regalen. Die meisten biologischen Produkte erkennt man allerdings erst, wenn man genauer auf die Packung schaut.
Weil viele Produkte nicht unter dem Markennamen Bio vermarktet werden, tut sich der Konsument oft schwer. „Unter welchem Namen der Bioproduzent seine Waren anbietet, wird gesetzlich nirgendwo vorgeschrieben, auch wenn das unter Umständen nicht gut für den Verbraucher ist“, sagt Heinz Schöffl vom Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Wien.
Am einfachsten erkennt man Bioprodukte bei den Handelsketten „Zielpunkt“, „Plus“ und „Penny“. Hier werden sie unter den Markennamen „BioBio“ und „Echt Bio“ verkauft. Etwas schwieriger wird es bereits bei den Biomarken „Natur aktiv“ von Hofer, „Natur pur“ von Spar, „Ja! Natürlich“ von Billa, Alnatura, Sonnentor, Tonis Freilandeier, Bergkräuter, Demeter und sojarei.
Blick aufs Etikett ist nötig
Wer genauer auf die Packung schaut, entdeckt aber schon bald irgendwo den entscheidenden Hinweis. „Bioprodukte erkennt man nämlich bereits an der Aufschrift Bio. Nur Lebensmittelhersteller, die einen Vertrag mit einem staatlich anerkannten Bio- oder Kontrollverband haben, dürfen damit auch auf der Packung werben“, sagt der Experte.
Spätestens bei gentechnikfreiem Rapsöl von Rapso, den regionalen „Zurück zum Ursprung“-Produkten von Hofer und sogar bei fair gehandelten Fairtrade-Produkten blicken viele Konsumenten nicht mehr durch. Ein detektivischer Blick aufs Etikett verrät aber auch hier relativ rasch, dass oftmals nicht nur die Bezeichnung Bio im Markennamen, sondern auch als Zusatzbezeichnung auf der Packung fehlt. Daher gilt: Auch wenn Rapso bei der Pflanzenölherstellung auf gentechnikfreies Saatgut verzichtet und damit ein wesentliches Kriterium des biologischen Anbaus erfüllt, ist der Einsatz von chemisch-synthetischen Spritz- und Düngemitteln erlaubt.
Gentechnikfreie Lebensmittel sind daher noch lange nicht biologisch, sondern höchstens ein kleiner Schritt zurück zum Ursprung. Genauso wie die meisten Produkte der gleichnamigen Lebensmittelmarke von Hofer. Seit 2008 lässt der Lebensmitteldiskonter neben Brotsorten auch Gemüse aus kontrolliert biologischem in- und ausländischen Anbau herstellen. Alle anderen „Zurück zum Ursprung“-Produkte werden zwar ausschließlich von heimischen Bauern, aus fairem Handel und sogar aus gentechnikfreier Produktion, aber eben zu herkömmlichen Produktionsbedingungen hergestellt.
OÖNachrichten vom 01.10.2008
Wie Sie Bio-Lebensmittel erkennen
Was ist Bio? Was bedeutet das für die Herstellung? Wer kontrolliert, ob Bio auch wirklich Bio ist? Diese und noch mehr Fragen beantwortet Bianca Schürger, Ernährungsberaterin beim Verbraucherservice Bayern in Würzburg.
Als Bio-Lebensmittel dürfen in der Europäischen Union (EU) nur solche Lebensmittel gekennzeichnet werden, die nach der Öko-Verordnung der Europäischen Gemeinschaft (EG) hergestellt werden. Entsprechend dieser Verordnung dürfen bei Bio-Lebensmitteln keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel und leicht lösliche mineralische Dünger zum Einsatz kommen.
Zudem verlangt die Verordnung eine artgerechte Tierhaltung. Die zulässige Anzahl an Tieren ist von der Größe der Betriebsfläche abhängig. Die Fütterung muss mit ökologisch produzierten Futtermitteln (ohne Zusatz von Antibiotika und Leistungsförderern) erfolgen.
Beim Ackerbau sind abwechslungsreiche, weite Fruchtfolgen einzuhalten. Die Bestrahlung von Bio-Lebensmitteln und der Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen sind verboten.
Die Kontrolle von Bio-Lebensmitteln erfolgt durch verschiedene Stellen. Wie Lebensmittel aus konventioneller Herstellung unterliegen sie der amtlichen Lebensmittelüberwachung. Zudem wird jeder Bio-Betrieb einmal jährlich von einer anerkannten Öko-Kontrollstelle überprüft. Die Kontrolleure stellen sicher, dass die Hersteller alle gesetzlichen Auflagen die ökologische Landwirtschaft betreffend erfüllt haben.
Wer einem ökologischen Anbauverband angehört, wird darüber hinaus überprüft, ob er die Richtlinien des Anbauverbandes einhält. Diese Richtlinien sind in vielen Punkten strenger als die Vorschriften der EG-Öko-Verordnung. Bio-Lebensmittel, die aus Drittländern auf den europäischen Markt gelangen, müssen ebenfalls die Anforderungen der EG-Öko-Verordnung erfüllen.
Die EU sieht die verpflichtende Kennzeichnung mit einem EU-weit einheitlichen Label vor. Darüber hinaus bleibt die Nutzung privatrechtlicher Label und staatlicher Öko-Siegel erlaubt. In Deutschland ist es das sechseckige Siegel mit der Aufschrift „Bio“. Es ist ein markenübergreifendes Zeichen für biologisch erzeugte Lebensmittel. Neben dem staatlichen Bio-Siegel findet man auf Bio-Lebensmitteln auch die Zeichen der ökologischen Anbauverbände wie Bioland, Naturland oder Demeter.
Das Öko-Logo darf nur angebracht werden, wenn mindestens 95 Prozent der Zutaten ökologischen Ursprungs sind. Verbraucher können Bio-Lebensmittel auch daran erkennen, dass sie alle den Code der Kontrollstelle (zum Beispiel „DE-0XX-Öko-Kontrollstelle“) tragen.
Die Begriffe „Öko“ und „Bio“ sind gesetzlich geschützt. Sie gewährleisten, dass in der gesamten Produktionskette die Vorschriften der EG-Öko-Verordnung eingehalten werden. Formulierungen wie „aus kontrollierter Landwirtschaft“ oder „aus umweltschonendem Anbau“ sind keine Garantie, dass es sich um ein Bio-Lebensmittel handelt.
Das neue Lebensmittel-Label "gut so!" soll laut Initiatoren den österreichischen Konsumenten helfen, sich im bestehenden Gütesiegel-Dschungel zurecht zufinden.
Sortiment umfasst derzeit 20 Produkte
Das Siegel wird vom Ökosozialen Forum für angeblich "faire Produkte" vergeben und verlangt von Lebensmitteln, dass sie "fair" gegenüber der Natur, den Produzenten, den Tieren, der Zukunft und den Konsumenten sind. Im ersten Schritt wurden rund 20 Milchprodukte mit dem Siegel versehen. In den kommenden fünf Jahren soll das "gut so!"-Sortiment auf 600 Produkte ausgeweitet werden.
Das nach Eigenangaben europaweit einzigartige Qualitätsprogramm werde der wachsenden Nachfrage von Konsumenten nach hochwertigen, nachhaltig hergestellten Lebensmitteln gerecht und sichere neue Marktchancen für heimische Erzeugnisse, versprach der Präsident des Ökosozialen Forums und ehemaliger EU-Agrarkommissar Franz Fischler am Dienstag vor Journalisten.
Einige Produkte, die mit dem grün-weißen Siegel gekennzeichnet sind, sind bereits im Handel erhältlich, erklärte Hermann Hagspiel von faiera, die eine Tochtergesellschaft des Ökosozialen Forum ist und die Gütesiegel vergibt. Derzeit sind die Milchprodukte nur regional über Lebensmittelketten und den Direktverkauf erhältlich.
In einem weiteren Schritt - voraussichtlich bis Jahresende - ist eine österreichweite Listung vorgesehen. Die wichtigen Handelsketten hätten dafür "ihre Kooperationsbereitschaft signalisiert", sagte Hagspiel. Die "gut so!-Milch, die von Tirol Milch erzeugt wird, soll in den kommenden ein bis zwei Monaten auf den Markt kommen, erklärte Molkerei-Geschäftsführer Andreas Geisler.
Für die Lebensmittel, die mit dem neuen Siegel versehen sind, erhalten die Bauern "faire Preise", versicherte Fischler. So zahlt Tirol Milch den Produzenten der "gut so!"-Milch 6,5 Cent zusätzlich je Liter. Für die Konsumenten bedeutet dies aber höhere Preise. Wer die "gut so!"-Milch kauft, muss je Liter 1,09 Euro (Leichtmilch) beziehungsweise 1,19 Euro (Vollmilch) bezahlen.
Momentan ist das "gut so!"-Sortiment auf Milchprodukte beschränkt, aber demnächst werden Backwaren, Fleisch, Obst und Gemüse folgen.
Grundsätzlich ist das neue Zeichen offen für konventionell erzeugte Produkte sowie für Bioprodukte. Das AMA-Gütesiegel als amtliches Herkunftszeichen bleibe bestehen, zumal für "gut so!" das AMA-Zeichen Voraussetzung sei und darauf aufsetze. Regelmäßige Überprüfungen durch staatlich anerkannte Kontrollstellen soll die Einhaltung der Kriterien bestätigen, sagte Hagspiel.
Vienna Online
Österreich: Anti-Gentech-Kampage
Die Umweltorganisation Greenpeace und der österreichische Verband Bio Austria starteten eine EU-weite Anti-Gentechnik-Kampagne. Anlass waren die von der EU geplanten neue Regelungen für den Schutz von gentechnikfreiem Saatgut.
Um der Forderung nach einem generell gentechnikfreiens Europa Ausdruck zu geben, wurde in einem Feld bei Breitenbrunn mit Buchweizen das Zeichen. "NO GMO" ausgesät. Ähnliche Aktionen sollen in den nächsten Wochen europaweit durchgeführt werden. Das Zeichen ist von Flugzeugen aus gut zu sehen.
In Österreich wird kein gentechnisch verändertes Saatgut verwendet. "Wir haben das Recht noch nicht auf EU-Ebene durchgesetzt, dass sich Österreich als Staat als gentechnikferei Zone deklarieren darf. Diese Recht wollen wir einfordern und durchsetzen", so Roman Liebhart, Vorstand von Bio Austria.
Von der EU-Kommission werden in den nächsten Wochen Fragen zum Schutz von Saatgut vor gentechnischen Verunreinigungen behandelt. Greenpeace und Bio Austria fordern, dass die Reinheit des derzeitigen Saatguts garantiert werden muss.
Quelle: bio-markt.info - Veröffentlichungsdatum: 20.10.2008 - Copyright © fruchtportal.de
Auch frische Waren gibt es im Bio-Handel
Pressemitteilung von: Proplanta (openPR) Bioprodukte gewinnen im Handel immer mehr an Bedeutung. Zu den Bio- und Naturkostläden, die bereits in den 1970er Jahren entstanden, haben sich mittlerweile große Supermärkte, aber auch Geschäfte mit speziellem Sortiment wie Metzgereien und Bäckereien gesellt.
Einen Überblick über Anbieter im Bio-Handel aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz bietet jetzt das Agrar-Branchenbuch Agrifinder. Der kleine Naturkostladen um die Ecke findet sich darin ebenso wie Bio-Supermärkte, Bio-Metzgereien und Bio-Bäckereien. Auch der Großhandel mit Produkten des ökologischen Landbaus kommt nicht zu kurz.
Mit der durchdachten Rubrikstruktur und zahlreichen geografischen Filtermöglichkeiten lassen sich sehr präzise Suchergebnisse erzielen. Über die Umkreissuche lassen sich die Treffer auf die nähere Umgebung eingrenzen. Die optionale Standort-Anzeige in Google Maps bietet dem Nutzer eine ergänzende kartografische Übersicht.
Der Agrifinder von Proplanta bündelt Anbieter von Produkten und Dienstleistungen rund um die Landwirtschaft. Das Spektrum reicht von Herstellern, Landhandel, Service & Beratung, Direktvermarktern, Lohnunternehmen und Organisationen bis hin zu Behörden und Bildungseinrichtungen.
Pressemitteilung von: Proplanta
Sie finden den Agrifinder unter http://www.agrifinder.com/.
Biogemüse – Bunte Gesundheit auf dem Teller
Auf Gemüse aus ökologischem Landanbau muss heute niemand mehr verzichten. Denn sollte man den Wochenmarkt verpasst haben, bietet der Supermarkt mittlerweile ein reichhaltiges Sortiment an Obst und Gemüse in allen Variationen.
Selbst exotische Früchte sind mittlerweile auch aus biologischem Anbau zu haben. Zwar wird immer versucht, das Angebot der Jahressaison anzupassen, denn dies vermeidet lange Transportwege, doch auch Bananen oder Ananas aus biologischer Landwirtschaft sind mittlerweile zumindest in den Bioläden gut zu bekommen.
Bioläden haben schon lange nicht mehr den Anschein von Tante für Ökofreaks. Mittlerweile gibt es in den deutschen Großstädten sogar schon Supermärkte, die sich ausschließlich auf Bioprodukte spezialisiert haben. Gerade Mütter, die ihren Babys ihre Nahrungsbreichen selbst aus Gemüse aus ökologischem Anbau, sind dankbar für das reichhaltige und zunehmende Angebot an Biogemüse.
Denn neuste Studien aus diesen Bereichen belegen, dass der Anteil an Vitaminen und Mineralien in Biogemüse höher ist und das Obst auch keine Rückstände an Pestiziden, die in der herkömmlichen Landwirtschaft zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden, aufweißt.
Biogemüse und Bioobst ist daher gerade in der Babynahrung ein wichtiger Bestandteil.
Doch Gemüse kann man auch verarbeiten. Zu leckeren Brotaufstrichen, in Dosen oder Einmachgläsern oder zu Pasten. Auch hier muss niemand mehr auf Gemüse aus ökologischer Landwirtschaft verzichten. Denn nicht nur im Internet, in denen man bequem von zu Hause aus sich die biologische Frische ins Haus holen kann, auch im sonstigen Lebensmittelhandel werden mittlerweile auch vegetarische Tiefkühlpizzas oder anderweitige Fertigprodukte aus ökologischem Anbau angeboten.
Doch wie erkennt man diese und wann kann man sicher sein, dass die Richtlinien für Erzeugung von ökologischen Lebensmitteln auch tatsächlich eingehalten wurden?
Ein guter Hinweis für die Kennzeichnung bietet das Biosiegel. Dieses ist rechtlich geschützt und obliegt einer staatlichen Kontrolle. Produkte, die dieses Siegel tragen, sind unter bestimmten Merkmalen im Sinne der ökologischen Landwirtschaft erzeugt worden. Der Verbraucher sollte sich daher beim Kauf von Ökoprodukten an diesem Siegel orientieren.
optikur
Bio-Nahrung als ökologische Alternative
Schon längst hat Bio-Nahrung den Ruf verloren, nur etwas für überzeugte Ökos zu sein. Seit diversen Lebensmittel-Skandalen hat sich die verträgliche und durch Verbände überprüfte Alternative zu Industrie-Lebensmitteln zu einer gern gekauften und etablierten Marke entwickelt, die es mittlerweile sogar auch schon in Supermärkten zu kaufen gibt.
Bio-Nahrung besitzt viele Vorteile gegenüber der meist deutlich preisgünstigeren Industrie-Produktion. Während in der Großproduktion meist eine Vielzahl von Konservierungsstoffen, Farb- und Geschmacksstoffen, Pestiziden und anderen toxische Mitteln eingesetzt werden, ist Bio-Nahrung gesund und eine ausgeglichene Nahrung, die auf unnatürliche Zusatzstoffe verzichtet. Dafür bekommt der Käufer, der bereit ist, mehr Geld für Bio-Nahrung auszugeben, durch die Frische mehr Vitamine, Minerale und durch den Verzicht auf Chemie mehr natürlichen Geschmack.
Ein weiterer Vorteil von Bio-Nahrung ist, dass beim biologischen Anbau und der naturgerechten Produktion von Bio-Nahrung die Umwelt geschont wird.
Generell gilt bei Bio-Nahrung die Devise, dass Wert auf Natürlichkeit gelegt wird, also Produkte angeboten werden, die in der Nähe produziert wurden und auch zur Saison passend sind.
Doch nicht nur bei pflanzlichen Erzeugnissen der Bio-Nahrung wird Wert auf Verträglichkeit gelegt. Auch bei tierischen Produkten wird genau darauf geachtet, dass keine unnatürlichen Methoden angewandt werden. Massentierhaltung, Mästung oder gentechnisch verändertes Futter kommen bei der Produktion tierischer Bio-Nahrung nicht zum Einsatz.
Viele Bio-Verbände schreiben deshalb den Erzeugern vor, dass ihre Tiere nur mit Futter versorgt werden dürfen, das aus Bio-Anbau stammt oder stellenweise sogar vom Hof des Erzeugers kommen muss.
Durch das Bio-Siegel bekommt der gesundheitsbewusste Konsument eine Garantie bei Bio Nahrung, dass er gesunde und natürliche Lebensmittel kauft, die frei von chemischen Zusätzen sind. Na dann: Guten Appetit!
optikur
Bio Lebensmittel - Gut für Mensch und Umwelt
Biolebensmittel haben gegenüber Erzeugnissen aus konventionellem Anbau viele Vorteile. Ihre Produktion ist nicht nur für die Umwelt verträglicher, insgesamt sind sie durch ihren geringeren Gehalt an Schadstoffen und Pestiziden für den Menschen gesünder. Neben den gesundheitlichen Kriterien sind es vor allem auch sozialpolitische Aspekte, die immer mehr Menschen zu Lebensmitteln aus ökologischem Anbau greifen lassen.
Denn der Genuss mit gutem Gewissen ist ins Bewusstsein vieler Menschen gerückt. Deswegen steigt die Nachfrage nur nach Obst, Gemüse und Fleisch aus biologischer Landwirtschaft kontinuierlich. Auch seine Fertigsuppe kann man sich mittlerweile im Bioformat kaufen.
Der Einsatz von Chemie ist in der ökologischen Landwirtschaft nahezu verboten. Nur für den Obst- und Weinbau sind wenige Kupfer- und Schwefelverbindungen zugelassen. Ein Grund dafür, warum in Deutschland nahezu 75 Prozent der Babynahrung aus Ökoprodukten hergestellt werden.
Denn auch Schadstoffe in der Nahrung können Allergien hervorrufen und Krankheiten wie Krebs begünstigen. Gerade für Babys und Kleinkinder ist es daher wichtig, so wenig wie möglich mit Schadstoffen belastete Nahrung zu sich zu nehmen.
Manchmal sind die Vorteile des biologischen Genusses auch deutlich ersichtlich. Denn aufgrund des geringeren Wasseranteils verkleinert sich das Biofleisch beim Braten kaum. Auch halten sich manche Ökogemüsesorten besser als die Kollegen aus dem konventionellen Anbau.
Insgesamt haben sich die Pflanzen in den letzten Jahren auch als besonders widerstandsfähig erwiesen. Geeignete Sortenwahl, organische Düngung und eine vielfältige Fruchtfolge machen dies möglich.
Wer Bio-Lebensmittel produziert, muss viel mehr als das eigentliche Produkt im Auge behalten. Denn der Leitgedanke des ökologischen Landbaus ist das Wirtschaften im Einklang mit der Natur.
Obwohl gesetzlich zugelassen, verzichtet der Öko-Landwirt auf chemische Mittel zur Vermeidung oder Bekämpfung von Unkraut und tierischen Schädlingen in der Landwirtschaft (chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel), leicht lösliche und daher schnell wirksame Düngemittel oder gentechnisch veränderte bzw. hergestellte Zutaten.
Wer Bio-Lebensmittel kauft, erhält ein Produkt, das weniger Umweltschäden anrichtet und dadurch weniger Kosten an anderen Stellen verursacht (etwa teure Trinkwasseraufbereitung). Bio-Erzeugnisse sind daher Lebensmittel, deren Erzeugung streng kontrolliert wird, und, die den Tierschutz besonders berücksichtigen.
optikur
Hybridautos, Fair Trade Bananen und dreistufiger Sauerteig - Wer oder was sind eigentlich Lohas?
Hauptsache Bio: Lohas sind Genussmenschen mit Bewusstsein.
Lohas ist keine Abwandlung von "lol". Genauer gesagt steht diese Abkürzung für "Lifestyle of Health and Sustainability", also Gesundheit und Nachhaltigkeit. Schenkt man aktuellen Studien Glauben, sind sie - nach den Krochern - das nächste große Ding in Österreich.
Sie haben das Gewissen ihrer Elterngeneration - zumeist Alt 68er oder jene, die es gerne gewesen wären - aufgesogen um dann - inmitten einer von Konsum und Globalisierung geprägten Welt - etwas völlig Neues zu schaffen; etwas das sich bisher auszuschließen schien. Lohas sind Genussmenschen mit Bewusstsein.
Das bedeutet man kann Markenklamotten tragen und trotzdem in den Bio-Supermarkt gehen. "Grünkern und Gucci" titelte der Spiegel bereits 2005 und griff damit einen Trend auf, der erst einige Jahre später so richtig zu beobachten war.
Ursprünglich kommt der Begriff natürlich aus den USA. Der Soziologe Paul Ray beschrieb bereits im Jahr 2000 das Phänomen der Lohas in dem Buch "The Cultural Creatives". In den Vereinigten Staaten entsprechen angeblich 30 Prozent der Verbraucher diesem Typ. Der Journalist Fred Grimm beschreibt die Entwicklung der Lohas folgendermaßen: "Erst kamen die Anti-Konsumisten der 1980er Jahre. Ihr Motto: Ich kaufe, also bin ich ein Schwein. Dann die Yuppies der 90er: Ich kaufe, also bin ich. Heute sei das Motto der Lohas: Ich kaufe, also bin ich der Bestimmer."
Das Geschäft mit dem Gewissen
Kritiker gibt es viele. Sie beschreiben die Lohas als Konsumopfer, die ihr schlechtes Gewissen durch noch mehr Konsum besänftigen wollen. Denn überall wo ein Trend entdeckt wird, ist die Werbeindustrie schon zur Stelle. Mit dem Gewissen lassen sich nämlich hervorragend Geschäfte machen. Bei H&M gibt es mittlerweile T-Shirts aus Bio-Baumwolle, Fair Trade Bananen werden bei Billa prinzipiell nur in größeren Mengen verkauft (im Gegensatz zu "gewöhnlichen" Bananen) und dreistufiger Sauerteig ist längst kein Begriff mehr, den nur die Brot-Industrie zu ihrem aktiven Wortschatz zählt.
Es gibt Gerüchte darüber, dass das US-Label American Apparel, das mit fairen Produktionskosten und qualitativen Materialien wirbt, nun auch eine Filiale am Kohlmarkt eröffnen will. Baumwoll-Basics zwischen Louis Vuitton und Chanel? Die traurige Wahrheit an diesem Trend ist: Qualität ist Luxus. Bei einem Brotpreis von fünf Euro pro Kilo ist Gesundheit und Nachhaltigkeit einfach bald nicht mehr leistbar.
Artikel vom 04.11.2008 16:59 | KURIER | Stella Reinhold
Lebensmittel: Zu wenig Produkte ohne Gentechnik
Mangelnde Kennzeichnung macht es Verbrauchern schwer, gentechnisch (un)veränderte Lebensmittel zu erkennen
Oft wissen Verbraucher nicht, ob bei der Erzeugung bestimmter Lebensmittel gentechnisch veränderte Futterpflanzen verwendet wurden.
Die meisten Verbraucher stehen gentechnisch veränderten Lebensmitteln skeptisch gegenüber. Auch tierische Produkte, bei deren Erzeugung die Tiere mit Gen-Pflanzen gefüttert wurden, lehnen laut Verbraucherzentrale Hamburg viele Konsumenten ab.
Die seit dem 1. Mai 2008 gültige Kennzeichnung "Ohne Gentechnik" soll den Verbrauchern helfen, Produkte zu erkennen, bei deren Produktion nur gentechnisch unveränderte Pflanzen verfüttert wurden. Doch bislang finden sich nur vereinzelt mit diesem Label gekennzeichnete Produkte in den Supermarktregalen wieder.
Das Sortiment von Produkten, die das freiwillige Siegel "Ohne Gentechnik" tragen ist bislang klein. Das geht aus einer aktuellen Marktrecherche der Verbraucherzentrale Hamburg und dem gemeinnützigen Verein Slow Food hervor. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) fordert deshalb Lebensmittelhandel, Erzeuger und Verarbeiter auf, ihren Widerstand gegen das Label aufzugeben und gekennzeichnete Produkte ins Sortiment aufzunehmen.
Keine Wahlfreiheit für Verbraucher
Das fehlende Angebot hat zur Folge, dass nach wie vor viele Verbraucher mangels Wissen gegen ihren Willen tierische Grundnahrungsmittel wie Milch, Eier und Fleisch konsumieren, bei deren Erzeugung gentechnisch veränderte Futterpflanzen verwendet wurden.
"Ohne Angebote keine Wahlfreiheit", kritisiert Gerd Billen, Vorstand des VZBV die Zurückhaltung der Erzeuger und des Handels, "nur wenn Hersteller und Handel die Kennzeichnung einsetzen, können sich die Verbraucher für oder gegen den Einsatz gentechnisch veränderter Futtermittel entscheiden."
Gezielt nach Produkten "Ohne Gentechnik" suchen
Silke Schwartau, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Hamburg fordert die Verbraucher auf, gezielt nach "Ohne Gentechnik"-Produkten zu fragen: "So lange der Gegenbeweis nicht angetreten wird, muss man davon ausgehen, dass tierische Produkte, die nicht mit dem Siegel gekennzeichnet sind, mit gentechnisch verändertem Futtermittel hergestellt wurden." Dies gelte auch für die Eigenmarken des Handels.
Genfreier Mais
Die schmutzige Seite des Biogeschäfts
Bioskandal. Auf krummen Wegen und zuweilen falsch deklariert kommt Biogetreide nach Österreich. Diese Machenschaften zerstören den Glauben an eine „gute“ Branche.
Salzburg (SN). Konventionell erzeugtes Getreide wird in Deutschland auf die Reise geschickt und kommt über Italien in Österreich als Biogetreide an. Mit Pflanzenschutzmitteln belastetes „Biogetreide“, das von dem einen Futterhersteller abgelehnt wird, nimmt der nächste, ohne lange zu fackeln. Das Protokoll einer Zeugenvernehmung, das in Biokreisen kursiert, zeigt die Abgründe des Biobusiness. Mit den Vorstellungen, die sich ein Konsument von Bioprodukten und Biolandbau macht, hat das nichts zu tun.
Wie alle anderen Bauern leiden auch die heimischen Biolandwirte unter einem massiven Kostendruck. Besonders angespannt ist die Lage bei Futtergetreide. Es soll bio und dennoch möglichst billig sein. Das zieht dubiose Geschäftemacher an. Die Fälle, in denen sich das als bio gelieferte Futtergetreide in Analysen als ganz normale konventionell erzeugte Ware erweist, häufen sich.
Dem Vernehmen nach liegen tausende Tonnen falsch deklarierter Ware in Sperrlagern. Wie viel davon trotzdem auf den Markt gekommen ist, ist ungewiss. An der Wiener Getreidebörse läuft ein Verfahren, die Kripo ermittelt, gegen italienische Firmen laufen strafrechtliche Verfahren.
Das wurde jetzt auch Andreas Kocourek von der Agentur für Biogetreide zu viel. In einem Schreiben an Geschäftspartner warnt er vor Direktimporten. Diesem Schreiben beigefügt ist ein polizeiliches Vernehmungsprotokoll, in dem Kocourek, einer der besten Kenner der Szene und selbst (noch nicht rechtskräftig) wegen Unregelmäßigkeiten bei Importen verurteilt, Einblick in die Machenschaften gibt – „zu Ihrer Information, als auch zur Vorbereitung für allfällige Ermittlungen der Kriminalpolizei“.
Darin hält der Drittel-Eigentümer der Agentur für Bio Getreide fest, dass es bei einer italienischen Firma, über die sein Unternehmen Biogetreide importierte, immer wieder Verunreinigungen mit Lagerschutzmitteln und Pestiziden gab. Von mehr als 500 Lieferungen dieses Lieferanten zwischen November 2007 und September 2008 waren laut Kocurek fast 100 Lieferungen falsch deklariert. „Als pauschale Rechtfertigung gaben die Mitarbeiter dieser Firma immer wieder an, dass lediglich wir so zimperlich wären“, heißt es in dem Protokoll. „Sie würden die von uns beanstandeten Getreideprodukte in ganz Europa verkaufen.“ Sowohl bei Gerste als auch bei Mais ließen die Italiener laut Kocoureks Aussagen gegenüber der Polizei erkennen, dass vor allem in Salzburg und Oberösterreich Erzeuger von Biofuttermitteln diese Ware übernehmen würden.
Das Geschäft mit der falschen Bioware ist grenzüberschreitend organisiert. So wird in dem Vernehmungsprotokoll ein deutscher Getreidelieferant genannt, der just an die in Rede stehende italienische Firma in großem Stil konventionelle Ware aus dem Raum Bamberg lieferte. Isotopenuntersuchungen bestätigten, dass genau diese Ware als „italienische“ Bio-Gerste nach Österreich kam.
Nicht ganz unverantwortlich für die derzeitigen Zustände ist Bio Austria. Der Biobauernverband forcierte die Importe, um den Preisdruck für die Bauern zu mildern. Dabei wäre das gar nicht mehr nötig. Es gibt heuer in Österreich mehr als genug Bio-Futtergetreide.
© SN/SW
Nach den Turbulenzen bei Bio-Eiern in Deutschland – wie ist die Situation in Österreich?
Für Österreichs Konsumenten ist Bio das Gelbe vom Ei
Rund 460.000 Bio-Legehennen versorgen derzeit die österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten mit 116,5 Millionen Bio-Eiern pro Jahr. Damit hat sich die heimische Bio-Eierproduktion in den letzten 5 Jahren fast verdoppelt und zählt heute zu den stärksten heimischen Produktionssparten des Biolandbaus.
"Uns Biobauern ist es in den letzten Jahren gelungen, Österreich an der Spitze der europäischen Bio-Eierproduktion zu etablieren. Bereits 8,4 % aller in Österreich gehaltenen Legehennen leben auf einem Biobetrieb, während sich der EU Durchschnitt auf 2,4 % beläuft. Das zeigt einerseits die Innovationskraft der heimischen Biobetriebe - aber auch den großen Stellenwert von Tierschutz und höchster Lebensmittelqualität bei den österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten" - freut sich DI Karl Erlach, Obmann von BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien, über den Erfolg der Bio-Legehennenhalter.
Trotz Teuerungsdebatte: Heimische Konsumenten setzen auf Bio-Eier
Mit einem Marktanteil von 13 % im österreichischen Lebensmittelhandel haben sich die Bio-Eier als erfolgreichstes Bio-Marktsegment entwickelt. 70% der heimischen Bio-Eier werden bereits über den Lebensmittelhandel und Bio-Fachhandel verkauft - 25% in der Direktvermarktung, der Exportanteil beläuft sich auf ca. 5%. Befürchtungen, dass Frau und Herr Österreicher im Zuge der aktuellen Teuerungsdebatte beim Kauf von Bio-Eiern den Sparstift ansetzen könnten, entkräften sich.
"Die intensive und leider auch undifferenzierte Teuerungsdebatte der letzten Monate hat sich vorübergehend auch auf den Markt von Bio-Eiern ausgewirkt. Die Konsumenten honorieren jedoch die Tierschutzleistungen im Biolandbau: So ist eine tiergerechte Ausstattung des Stalles mit Nestern und Sitzstangen im Biolandbau
eine Selbstverständlichkeit - den Tieren wird artgemäßes Staubbaden ermöglicht und mindestens 1/3 der Stallfläche muss eingestreut sein.
Unsere neuesten Marktdaten bestätigen, dass die österreichischen Konsumenten wieder verstärkt Bio-Eier kaufen" - analysiert Ing. Elfriede Berger, Geschäftsführerin von BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien, die aktuelle Situation am Bio-Eiermarkt.
Kein Ei gleicht dem Bio-Ei
Nach wie vor kommt es bei zahlreichen Konsumenten zur Verwechslung zwischen BIO-FREILANDEIERN und konventionellen Freilandeiern.
Einen wesentlichen Unterschied macht die Fütterung der Tiere: Bio-Legehennen erhalten bestes, gentechnikfreies Bio-Körnerfutter wie Weizen, Mais oder Bio-Soja. Während eine Freilandhaltung generell 10 m2 Auslauf im Freien für die Legehennen vorsieht, genießen die Bio-Legehennen neben dem biologischen, gentechnikfreien Futter noch viele weitere Vorzüge: Vorbeugende Arzneimittelgaben wie beispielsweise Kokzidiostatika sind im Biolandbau strengstens verboten.
Die biologische Legehennen-Haltung ist durch die EU-Bioverordnung gesetzlich geregelt und wird durch unabhängige Bio-Kontrollstellen regelmäßig auf jedem Biobetrieb überprüft.
Die BIO AUSTRIA Legehennenhalter bieten darüber hinaus mit zusätzlichen Standards eine noch tiergerechtere Haltungsform und bessere
Lebenmittel-qualität. Beispielsweise können sich auf BIO AUSTRIA Betrieben die Legehennen auch bei anhaltendem Schlechtwetter dank überdachter Vorplätze - den sogenannten Wintergärten - im Freien aufhalten. Die Verwendung von österreichischem Bio-Futter ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und garantiert Gentechnikfreiheit auf höchstem Niveau.
Frisches, aufgeschlagenes Bio-Ei
Bio-Eier weisen höhere Gehalte an Omega-3 Fettsäuren auf
Der Genuss von Bio-Eiern zahlt sich auch für die menschliche Gesundheit aus. Das bestätigt eine aufsehnerregende Vergleichsstudie zwischen Bio-Eiern und Käfigeiern der deutschen Universität Hohenheim unter Prof. Dr. Michael Grashorn.
Demnach weisen Bio-Eier gegenüber Käfigeiern einen höheren Gehalt an Omega-3-Fettsäuren sowie eine günstigere Relation zwischen Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren auf. Ein ausgewogener Anteil an Omega-3 Fettsäuren ist für den Menschen gesundheitsfördernd, verhindert die Verklumpung der Blutblättchen und beugt somit einer Thrombosenbildung sowie Arterienverkalkung vor.
Da bei der Bio-Legehennenhaltung keine synthetischen Farbstoffe als Futterbeigaben erlaubt sind, weisen die Bio-Eier gegenüber den Käfigeiern weniger intensiv gefärbten Dotter auf.
Mit 1. Jänner 2009 kommt es in Österreich zu einem Verbot der Käfighaltung von Legehennen. Bewusstes Kaufverhalten der Konsumenten kann einen Anstieg von Importkäfigeiern in Österreich verhindern und Tierleid lindern. Mit den Kauf und Genuss von Bio-Eiern wird Tierschutz und höchste
biologische Lebensmittelqualität gewährleistet.
So erkennen Sie Bio-Eier aus Österreich
Auf jedem einzelnen Ei befindet sich eine Identifikationsnummer, die Informationen zu Haltungsform und Herkunft des Eies gibt und eine komplette Rückverfolgbarkeit bis zum Legebetrieb gewährleistet.
Die Code-Nummer auf dem Ei steht für:
Haltungssystem(0=Bio-Freilandhaltung, 1=konventionelle Freilandhaltung,
2=Bodenhaltung, 3=Käfighaltung) - Herkunftland (AT=Österreich,
DE=Deutschland, NL=Niederlande)- Legebetrieb mit Stallnummer.
Beispiel: 0-AT-1234567 steht auf einem Bio-Ei aus Österreich, vom
Legebetrieb mit der Nummer 1234567.
Rückfragehinweis: BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien, Ing. Elfriede Berger, Geschäftsführung mailto:elfriede.berger@bio-austria.at
DLG testet "Bio-Weine"
Das Testzentrum Lebensmittel der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat in diesem Jahr zum dritten Mal Weine aus ökologischem Anbau getestet.
Insgesamt nahmen die Wein-Experten 81 Weine aus sieben Ländern unter die Qualitätslupe. Das Ergebnis spricht für die intensive Qualitätsarbeit der Bio-Winzer: Die DLG vergab 15 Gold-, 38 Silber- und 14 Bronzemedaillen. Die Preisträger sind im Internet unter www.DLG.org/bioweintest veröffentlicht.
Analog zu dem gegenwärtigen Boom um Lebensmittel aus biologischem Anbau steigt auch die Nachfrage nach Bio-Weinen. Gleichzeitig wächst die Anzahl der Betriebe, die von konventionellem Anbau auf biologische Wirtschaftsweise umstellen, kontinuierlich weiter. Die Tatsache, dass Bio-Weine in Verkostungen zunehmend gut abschneiden, wirft die Frage auf, welchen Einfluss die ökologische Arbeitsweise auf die Weinqualität nehmen kann.
In diesem Zusammenhang ist relevant, dass viele Weingüter heute bereits in zweiter Generation ökologisch arbeiten und dadurch der Erfahrungsschatz ebenso wie der Informationsaustausch im dritten oder sogar vierten Jahrzehnt des Bioweinbaus stetig gewachsen sind. Die Vernetzung und die Zusammenarbeit der Betriebe in den einzelnen Anbauverbänden haben sicherlich dazu beigetragen, dass das Qualitätsbarometer nach oben zeigt.
Auch die Wein-Experten der DLG konnten diesen Trend bestätigen. Die DLG testete in diesem Jahr Weine und Sekte aus Deutschland, Italien, Österreich, Frankreich, Chile, Spanien und Australien. Die sensorische Bewertung der Weine erfolgt durch DLG-Experten, die in der biologischen Traubenerzeugung und Verarbeitung der Weine erfahren sind.
Die sensorische Beurteilung umfasste die Prüfmerkmale Aussehen, Geruch, Geschmack und Gesamteindruck. In den Hauptmerkmalen Geruch und Geschmack wurde vorab das Prüfmerkmal "Reintönigkeit" bewertet, um die Fehlerfreiheit festzustellen.
Quelle: DLG e.V. (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V.)
Welche Lebensmittel sollte ich unbedingt “Bio” kaufen?
Konventionelle Trauben, Paprika und grüner Tee können im Extremfall stark mit Pestiziden belastet sein.
Deshalb: Wer absolut sicher gehen möchte, ist mit frischen Bioprodukten besser bedient. Auch Milchprodukte können als Biovariante interessant sein. Wir haben festgestellt, dass Biomilch viel konjugierte Linolsäuren enthält: ungesättigte Fettsäuren, die womöglich einen vorbeugenden Effekt gegen Arteriosklerose, Krebs und Diabetes haben.
Doch Biolebensmittel haben auch Schwächen: Kochschinken, Forellenfilets und Hackfleisch mit Ökosiegel sind am Mindesthaltbarkeitsdatum immer wieder stark mit Keimen belastet, weil die Öko-Hersteller auf Konservierungsstoffe weitgehend verzichten müssen.
Grundsätzlich gilt: Bei frischen und einfach verarbeiteten Lebensmitteln wie Apfelsaft oder Sojasoße überzeugen Bioprodukte oft. Bei den hochverarbeiteten Produkten wie etwa Kartoffelpüree- oder Cappuccinopulver können Bioprodukte qualitativ noch nicht mithalten.
Ina Bockholt, Ernährungsredakteurin von “test”, Stiftung Warentest