26. Mai 2012 11:09 | |||||
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Greenpeace entdeckt Pestizide in Kräutern und Gewürzen
Hamburg - Viele Kräuter und Gewürze aus dem Supermarkt sind nach einer Untersuchung von Greenpeace erheblich mit Pestiziden belastet. Von 33 getesteten Proben wiesen 82 Prozent Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf, wie die Umweltschutzorganisation in Hamburg mitteilte. Lediglich sechs Proben seien frei von nachweisbaren Spritzmitteln gewesen. Besonders Paprikapulver, Dill und getrocknete Petersilie erwiesen sich demnach als wahre Pestizidcocktails. In einem Gläschen Paprikagewürz steckten laut Greenpeace bis zu 22 verschiedene Spritzmittel; hingegen waren Pfeffer, frische Petersilie und Ingwer meist gering belastet.
Insgesamt fand das von der Umweltorganisation beauftragte Labor in den Kräutern und Gewürzen 53 verschiedene Pestizide. 35 davon sind den Angaben zufolge besonders gesundheitsschädlich, 18 sind in der EU gar nicht zugelassen. Häufig nachgewiesen worden sei beispielsweise das krebserregende Cyproconazol, das die Fortpflanzung beeinträchtigende Carbendazim und das ins Hormonsystem eingreifende und das Erbgut verändernde Thiabendazol.
Greenpeace hatte Mitte September fünf der in Deutschland beliebtesten Gewürze und Kräuter unter die Lupe genommen. Gekauft wurden die Proben in Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt am Main und Jena. Die meisten Pestizide gelangen laut Greenpeace durch Importe aus Übersee auf den EU-Lebensmittelmarkt. Zudem würden auch in der EU immer wieder unerlaubte Spritzmittel eingesetzt.
AFP - 02.10.2008
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