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Album "Lebensmittel"
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Lebensmittel teurer
von kuecheundkeller am: 31.01.2009, 12:39 Uhr

Um bis zu 20 % sind Lebensmittel in Österreich teurer als in Deutschland - Idente Produkte kosten bei heimischen Diskontern bis zu 20 % mehr, laut AK ist das "nicht einzusehen".

Die Österreicher müssen bei Lebensmitteln noch immer tiefer in die Tasche greifen als ihre deutsche Nachbarn: Idente Produkte kosten bei Wiener Diskontern im Schnitt um bis zu 20 Prozent mehr als bei Diskontern in der Region Deggendorf (Bayern). Das ergab ein erneuter Test der Arbeiterkammer (AK), die die Preise von 187 identen Lebensmitteln und Reinigungsartikeln bei vier Diskontern in Wien und Bayern verglichen hat.

Bei Hofer zahlt man mehr als bei Aldi

Die vergleichbaren identen Produkte sind in heimischen Hofer-Filialen im Schnitt um 17 Prozent teurer als in deutschen Aldi Süd-Filialen. Wird die unterschiedliche Umsatzsteuer herausgerechnet, sind es noch immer 14 Prozent, die man hierzulande mehr berappen muss. Bei Lidl kosten die gleichen Produkte in unseren Filialen umsatzsteuerbereinigt um 19 Prozent mehr als in den deutschen Geschäften. Die heimischen Zielpunkt-Filialen verlangen im Schnitt um 20 Prozent mehr als die deutschen Plus-Filialen. Die eingekauften Produkte sind in österreichischen Penny-Filialen um 16 Prozent hochpreisiger als in Deutschland (ohne Umsatzsteuer: 13 Prozent).

Einzelne Produkte mehr als die Hälfte teurer

Bei einzelnen Produkten müssen die Wiener aber - inklusive Mehrwertsteuer - um die Hälfte mehr zahlen als die Deggendorfer: Beispielsweise kosten Tintenfischringe (500 Gramm) in Wien im Schnitt 2,99 Euro, in Deggendorf 1,99 Euro. Für Sea Luxe Matjesfilet (300 Gramm) verrechnen heimische Supermärkte durchschnittlich 1,59 Euro, deutsche 0,99 Euro. Dosen Ananas-Scheiben (580 Milliliter) kosten in Österreich im Schnitt 0,82 Euro, in Deutschland 0,69 Euro. Für den Orange-Drink von Belsina (10 mal 0,2 Liter) zahlen Österreicher 1,99 Euro, Deutsche 1,29 Euro.

Zuletzt hat die AK im September die Preise zwischen Salzburg und dem wenige Kilometer entfernten Freilassing verglichen und auch hier einen Preisunterschied von 20 Prozent festgestellt. Laut AK ist das "nicht einzusehen". Um künftig schneller und wirksamer gegen überhöhte Preise vorzugehen, verlangt die AK eine Reform des Preisgesetzes mit strafferen Verfahren. Außerdem solle künftig der Konsumentenschutzminister für das Preisgesetz zuständig sein. 

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