26. Mai 2012 11:12 | |||||
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Essen für die Liebe: Lebensmittel als Aphrodisiaka
Es muss nicht immer Viagra sein. Auch Lebensmittel können die Lust und die Potenz beeinflussen. Auch wenn wissenschaftlich nicht gänzlich erwiesen: Einige Speisen gelten als richtige Aphrodisiaka, andere hingegen als Potenzkiller. Stierhoden und Austern bringen Schwung ins Schlafzimmer. Weniger Hartgesottene greifen lieber zu Spargel, Erdbeeren und Feigen.
Sinnliche Formen, verführerische Düfte und durchblutungsfördernde Inhaltsstoffe machen aus Lebensmitteln richtiges Lust-Food. "Zahlreiche Gemüsesorten sind allein schon durch ihre Form fantasieanregend", weiß Andrea Hofbauer, Ernährungsexpertin und Vorsitzende des Verbands der Diaetologen Österreichs.
Da gibt es Phallussymbole wie den Spargel, die Banane oder die Gurke. An das weibliche Geschlechtsorgan erinnern hingegen Feigen, Granatäpfel und Austern. Bei letzteren wirken neben der Form zusätzlich die Inhaltsstoffe potenzsteigernd. Sie beinhalten nämlich Zink und Eiweiß - diese kurbeln die Produktion des männlichen Sexualhormons Testosteron an. Mit ihrem Duft verführen Vanille und Zimt.
Scharfmacher im wahrsten Sinne des Wortes sind Gewürze. Chili, Cayenne, Curry und Kurkuma fördern die Durchblutung und bringen damit den Unterleib in Schwung. Safran, das teuerste Gewürz der Welt wirkt appetitanregend - in zweideutiger Hinsicht. "Bereits im Altertum wurde es zur sexuellen Stimulation verwendet", erklärte Hofbauer.
Paprika und Ingwer sind ebenfalls richtige Stimmungsmacher. Sie steigern die Durchblutung und haben damit eine lustfördernde Wirkung. Auch Lauch gilt als Aphrodisiakum und soll vor allem Frauen richtiggehend hemmungslos machen. Im Volksmund wird auch Sellerie nachgesagt, dass er mit seinen ätherischen Ölen den Stoffwechsel anregt und damit ein Aphrodisiaka sei. Ein reiner Aberglaube, weiß Hofbauer: "Sellerie wirkt entwässernd, aber ob das erotisch ist, sei dahingestellt."
Die Verführungskombination schlechthin sind Erdbeeren und Champagner. "Ein Gläschen kann durchaus belebend wirken", meinte Hofbauer, "Es lockert die Situation auf." Aber Achtung: Zu viel Alkohol macht müde und bewirkt dadurch das Gegenteil. Die rote pralle Erdbeere symbolisiert Fruchtbarkeit.
Im Gegensatz dazu wirkt der Verzehr von Stierhoden geradezu barbarisch. Doch Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. "Vor allem Spanier und Franzosen schwören auf die potenzsteigernde Wirkung dieser Speise", erklärte die Diätologin.
Wahre Liebeskiller sind Knoblauch, Bohnen und Nikotin. Diese Lebensmittel können nämlich selbst die motiviertesten Pärchen auseinander treiben. Knoblauch und Nikotin sorgen für schlechten Mundgeruch, Bohnen verursachen Blähungen - keine guten Voraussetzungen für einen romantischen Abend zu zweit.