26. Mai 2012 08:42 | |||||
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Zwei Drittel aller US-Amerikaner wiegen zu viel.
Jetzt will das Land der Dicken umdenken – mit Gemüse frisch vom Acker statt Burgern & Co.
Amerika denkt um: Gemüse statt Burger. In den USA leiden schon Kinder an Herz- und Kreislaufproblemen, Fettleber, Diabetes Typ 2, Gallensteinen und Gelenkverschleiß – Erkrankungen, die normalerweise erst im Alter auftreten – oder bei Übergewicht. US-Mediziner betrachten die Entwicklung mit Sorge: „Aus den krankhaft fettleibigen Kindern werden null Prozent zu normalgewichtigen Erwachsenen heranwachsen“, sagt der amtierende Oberste Amtsarzt der USA, Steven Galson. Die künftigen Kosten im Gesundheitswesen seien kaum auszudenken, warnen Experten. Besonders für eine Nation, in der fast 46 Millionen Bürger keine Krankenversicherung haben.
Vitaminmangel in Obst und Gemüse? Doch Amerika fängt an, umzudenken: Slow Food statt Fast Food heißt die neue Devise. Die Begeisterung für natürliche, also „langsame Nahrung“ greift um sich, von Kalifornien bis zur Ostküste. Wer kann, kauft sein Gemüse vom Bauern statt im Supermarkt. Kommunale Verbände, sogenannte Food Cooperatives, beackern gemeinsam Land und teilen oder verkaufen die Ernte.
Wer einen eigenen Garten, aber keine Zeit zum Gärtnern hat, lässt sein Obst oder Gemüse gegen Bezahlung anbauen. „Selbst anpflanzen oder andere für sich anpflanzen zu lassen, ist unübertrefflicher Luxus“, schwärmt der kulinarische Kolumnist Corby Kummer. „Das ist in Mode gekommen.“