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Kochen, Essen, Lebensmittel, Kärntner Küche
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Slow Food statt Fast Food (2)
von kuecheundkeller am: 10.10.2008, 08:43 Uhr

Trend zu regionalen Lebensmitteln

In Mega-Cities wie New York genießen Märkte mit Tomaten, Beeren und Honig aus dem Umland wachsenden Zuspruch. Das berühmte Plaza Hotel bietet ein „100-Meilen-Menü“, das dem Gast regionale Produkte aus dem entsprechenden Radius garantiert. Betuchte New Yorker ordern neuerdings ihren Anteil an Rindern, die auf den Wiesen von Long Island oder im Norden der Stadt grasen. Der Vorgang ist als „Cow Pooling“ bekannt.

„Local Produce“, landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der Umgebung, sind in den USA mehr gefragt als Steaks von texanischen Herden oder exotische Früchte aus Übersee. Das lernte der Dachverband der US-Gastronomen (National Restaurant Association) aus einer aktuellen Umfrage unter 1200 Köchen. Nur auf eines fahren Amerikaner demnach noch mehr ab: delikate Nachspeisen in Häppchengröße.

„Wir sind darauf programmiert, Kalorienbomben in Mengen zu verdrücken“, wirft Sharman Apt Russell, Autor des Buches „Hunger: An Unnatural History“, der Lebensmittelindustrie und ihren Marketing-Strategen vor. Hände weg von industriell verarbeiteter Nahrung, raffinierten Kohlenhydraten und sogar Low-Fat-Produkten, warnt auch Michael Pollan in seinem neuen Bestseller „In Defense of Food“.

Michael Pollans Rat für eine gesunde Ernährung beschränkt sich auf sieben Worte: „Iss natürlich. Nicht zu viel. Überwiegend pflanzlich.“ Alles andere fördere Fettleibigkeit, ein krankes Herz oder Krebs.

Für Gesundes frisch vom Acker müssen die Amerikaner allerdings tiefer in die Tasche greifen: Laut „Time“ stieg der Preis für Gemüse und Obst in den USA von 1989 bis 2005 um fast 75 Prozent, der für Fette aber sank um 26,5 Prozent.

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