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Medizin zum Löffeln
von kuecheundkeller am: 22.01.2009, 12:04 Uhr

Noch einmal Hühnersuppe - gerade jetzt zu Grippezeiten!

Hühnersuppe soll laut neuesten Studien Menschen mit Bluthochdruck helfen. Längst ist erwiesen, dass der Geflügelsud Erkältungen lindert. Nur muss er richtig zubereitet sein.

Blutdruck: Großmutter hat es geahnt, Wissenschaftler geben ihr nun recht. Hühnersuppe hat medikamentöse Kraft. Forscher der japanischen Universität Hiroshima sagen, dass Menschen mit Bluthochdruck (Hypertonie) von Gerichten mit Hühnern profitieren können.

Denn das Fleisch, vor allem aber die sehnenreichen Körperteile wie Füße enthalten viel Kollagen. Diese Substanz des Bindegewebes löst sich beim Kochen und geht in die Suppe über. Kollagen hilft Menschen, das Enzym ACE (Angiotensin Iconverting Enzyme) zu blockieren. ACE ist an der Herstellung eines Hormons beteiligt, das die Blutgefäße verengt und so zu hohem Blutdruck führt.

Erkältung: Längst ist geklärt, wie Hühnersuppe gegen Husten und Schnupfen wirkt. Sanftes Garen entzieht dem Huhn den Eiweißstoff Cystein, der Entzündungen hemmt und Schleimhäute abschwellen lässt. Die Suppe enthält auch viel Zink. Die Infektwaffe wirkt dort optimal, weil sie an ein spezielles Eiweiß gebunden ist.

Das passende Huhn: Man braucht ein ganzes Tier. Tiefgekühlte und frische Exemplare gelten als ebenbürtig. Billiger als junge Masthühner sind Suppenhühner, die vormals Legehühner waren. Ihr Vorteil: Das ältere, gelatinereiche Fleisch macht die Brühe schön kräftig. Allerdings wird es beim Kochen nur weich, nicht zart.

Weitere wichtige Zutaten: Etwa 100 Gramm Möhren, 80 Gramm Zwiebeln, 60 Gramm Lauch, je eine halbe Petersilien- und Sellerieknolle, Salz und so viel Wasser oder Geflügelfond, bis das Huhn damit ganz bedeckt ist.

Die richtige Hitze: Das Huhn muss im kalten Sud aufgesetzt und langsam erhitzt werden. Sonst gerinnt das Eiweiß, bevor es ausgezogen ist. Sobald die Suppe kocht, muss die Temperatur herunter und das Ganze eineinhalb Stunden ohne Deckel ziehen (bei 75 bis 90 Grad Celsius). Trubstoffe sollten abgeschöpft werden, der Sud nie aufwallen. So entstehen Hitzereaktionen, die für den Geschmack sorgen.

Stiftung Warentest  test 02/2009

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