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Suppenbars (1)
von kuecheundkeller am: 16.02.2009, 11:28 Uhr

Suppenbars erobern Deutschlands Städte

Der Suppenkaspar aus dem "Struwwelpeter" wäre mit seiner Abneigung gegen flüssige Speisen heute völlig unmodern. Denn Suppen liegen im Trend. Den Anfang hatten Börsianer an der New Yorker Wall Street gemacht, als sie vor gut zehn Jahren Suppen als schnelles und gesundes Essen für die Mittagspause entdeckten. Nun entdeckt auch Deutschland diesen Trend.

Ob Lübeck, Frankfurt oder Nürnberg - inzwischen nehmen Imbisse namens "Suppentopf", "Souper" und "Souptopia" auch in Deutschlands Städten einen festen Platz ein. Sogar bei McDonald's stehen Gulasch und Tomatensuppe auf dem Speiseplan. In 60 ihrer 500 McCafé-Filialen testet die Fast-Food-Kette, wie Suppen bei Gästen ankommen.

"Soupkultur" heißen die drei Filialen eines Berliner Imbisses, mit denen die Suppeneuphorie aus den USA in die deutsche Hauptstadt schwappte. Seit Eröffnung ihrer ersten Suppenbar im Jahr 1999 seien die Ansprüche der Deutschen an Ernährung gestiegen, hat "Soupkultur"-Inhaberin Katharina Körner beobachtet. Diese Entwicklung sei dem Absatz von Suppen zugutegekommen, die verglichen mit Pizza oder Pommes deutlich gesünder seien.

Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten seien Eintöpfe und Brühen zudem effizient, erläutert die Betriebswirtin. "Denn Suppen können zentral in einer Küche und in großen Mengen zubereitet werden." Selbst einen möglichen Nachteil der Suppe deutet Körner in einen Pluspunkt um: Im Sommer verbuche sie in ihren Imbissen kaum Einbußen, schließlich tue ein warmes Essen dem Körper gerade bei Hitze gut.

In ihrer Nürnberger Suppenbar "Souptopia" setzt Katerina Jühe-Skorka auf Kaltschalen wie etwa Gazpacho, um die Kundschaft auch in der heißen Jahreszeit anzulocken. Im Jahr 2001 wechselten die gelernte Buchhändlerin und ihr Mann die Berufe und machten eine Suppenbar in der Nürnberger Altstadt auf.

Seitdem sei ihre Datenbank mit Kochanleitungen auf "ein paar Tausend Rezepte" angewachsen, erzählt Jühe-Skorka. Suppen seien "wahnsinnig variantenreich", doch am besten verkauften sich die Klassiker: etwa Gulaschsuppe, Chili con Carne oder Suppen nach thailändischer Art.

Frittatensuppe

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