26. Mai 2012 08:44 | |||||
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Suppenbars erobern Deutschlands Städte
Keine 600 Meter von "Souptopia" entfernt bietet im Nürnberger Hauptbahnhof seit einiger Zeit auch das Fast-Food-Restaurant McDonald's diese Klassiker an. "Tomato Mio", "Thai Veggie" und "Gulasch Gourmet" heißen die Suppen, zwischen denen Gäste von deutschlandweit 60 McCafé-Filialen zunächst bis Jahresende wählen dürfen. Dann soll entschieden werden, ob Suppen künftig dauerhaft auf der Speisekarte stehen, sagt eine Sprecherin von McDonald's Deutschland in München.
Etwa 100 Teller Suppe löffele jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr, hat das Deutsche Suppen-Institut im Verband der Suppenindustrie ausgerechnet. Etwa die Hälfte davon komme aus der Tüte oder Dose, sagt Verbandssprecher Dirk Radermacher. Als reines Fast Food will er Suppen aber nicht verstehen: "Man braucht Zeit für die Suppe, sonst landet sie beim Essen schnell auf dem Schlips."
Nicht nur fürs Essen, sondern auch beim Kochen nehme eine gute Suppe viel Zeit in Anspruch, sagt "Soupkultur"-Gründerin Körner. Deshalb halte sie auch nichts von industriell hergestellten Suppen. "Denn da steht niemand am Herd und kocht." Bei ihr seien die Speisen hausgemacht, beteuert Körner, die das Geheimnis einer guten Suppe verrät: Kartoffeln sollten enthalten sein - wegen der Stärke. "Man möchte satt werden, und das zu verträglichen Preisen."
Vier Euro für eine Portion mit 400 Millilitern Suppe seien in Berlin teuer, findet Körner. Denn eine Suppe bleibe trotz des Trends der vergangenen Jahre eine einfache Speise. Vielleicht liegt hier der Grund, weshalb in New York inzwischen wieder einige Suppenbars geschlossen haben. Dort standen zum Teil Luxusmahlzeiten wie Hummerschwanzsüppchen auf dem Speiseplan.
Knödelsuppe