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Irrtümer beim Essen
von kuecheundkeller am: 07.03.2009, 11:11 Uhr

Die populärsten Irrtümer beim Essen

Heute ist der Tag der gesunden Ernährung - Höchste Zeit, ein paar Irrtümer übers Essen auszuräumen.

"Spätes Essen macht dick"

Richtig: Spätabendliche Völlerei verursacht Magendrücken und beeinträchtigt den Schlaf.

Falsch: Dicker wird man dadurch nicht. Anders als früher angenommen, ist das Verdauungssystem auch nachts aktiv. Zudem hat es auf das Kalorienkonto keinerlei Einfluss, wann gegessen wird.

"Fünf Mahlzeiten sind ideal"

Halbwahr: Der Spruch stimmt für Menschen, deren Blutzuckerspiegel immer mal stark absinkt. Mehrere Mahlzeiten am Tag halten den Zuckerspiegel im Gleichgewicht und bieten dem Gehirn beständig Energie in Form von Zucker an. Dadurch ermüdet es nicht so schnell. Heißhungerattacken bleiben aus. Übergewichtige sind dagegen mit nur drei Mahlzeiten oft besser bedient. Sie haben meist ein gestörtes Sättigungsempfinden und neigen dazu, auch bei einem Zwischensnack zu kräftig zuzulangen.

"Fett macht fett"

Richtig: Fett liefert mit mehr als 9 Kilokalorien pro Gramm deutlich mehr Energie als Kohlenhydrate oder Eiweiß mit jeweils nur 4 Kilokalorien pro Gramm. Darüber hinaus kann der Körper Nahrungsfett praktisch eins zu eins in Depotfett umwandeln. Bei der Umwandlung von Kohlenhydraten oder Eiweiß in Körperfett geht dagegen rund ein Viertel der Energie verloren.

Falsch: Fett sättigt nicht. Doch es hemmt, sobald es im Darm angekommen ist, den Appetit auf zusätzliches Fett. Viele Menschen bleiben schlank, obwohl sie fett essen. Sie sparen ihre Kalorien bei Süßem oder Kohlenhydraten ein. Also: Alles, was im Übermaß gegessen wird, schlägt sich auf den Hüften nieder.

"Brot ist ein Dickmacher"

Falsch: Zumindest dann, wenn es sich um Vollkornbrot handelt. Das enthält jede Menge Ballaststoffe. Und die enthalten praktisch keine Kalorien. Aber sie füllen den Darm und machen ihm viel Arbeit. Sie wirken langfristig sättigend, sind also sogar hilfreich beim Kaloriensparen. Zusätzliches Plus: Ballaststoffe fördern eine gesunde Darmflora, einige senken den Cholesteringehalt im Blut.

"Fettarm heißt kalorienarm"

Vorsicht: Magerjoghurts enthalten oft sehr viel Zucker oder andere industriell bearbeitete Kohlenhydrate. Das treibt den Kaloriengehalt in die Höhe - teils über den von normalen Produkten. Generell sind Diätprodukte eher selten "light" und kaum für die Schlankheitskur geeignet.

"Kaffee entwässert"

Falsch: Wenn jemand an Kaffee überhaupt nicht gewöhnt ist, kann er harntreibend wirken. Der Körper stellt sich jedoch schnell darauf ein. Kaffee kann also bei der Ermittlung der täglichen Flüssigkeitszufuhr mitgerechnet werden. Fürs Abspecken bringt das Entwässern nichts. "Ausgeschwemmt" wird nur Wasser, kein Fett. Mit dem Wasser gehen Mineralsalze verloren. Das kann den Elektrolythaushalt des Körpers so durcheinanderbringen, dass das Herz in Gefahr ist.

"Dunkle Schokolade ist die bessere"

Falsch: Der Energiegehalt von Edel-, Zartbitter-, Milch- oder Sahneschokolade ist immer nahezu gleich. In 100 Gramm stecken etwa 520 bis 560 Kilokalorien. Das entspricht einer Hauptmahlzeit. Milchschokolade enthält mehr Milchpulver oder Sahne. Sie ist weicher, vollmundiger, schmeckt fetter.

Dunkle Schokolade enthält mehr fetthaltige Kakaomasse, schmeckt herber und intensiver. Diätvorteil: Die Lust am Schokogeschmack ist mit ihr rascher befriedigt. In Sachen Gesundheit kann dunkle Schokolade punkten: Wegen des höheren Kakaoanteils liefert sie mehr krankheitsvorbeugende sekundäre Pflanzenstoffe wie etwa Flavonoide.

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