26. Mai 2012 10:00 | |||||
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Soulsavers - It´s not how far you fall, it´s the way you land
Nun, bei solch einem Bandnamen geht man natürlich mit gewissen Erwartungen an das Album heran. Wer sich allerdings fröhliche heile-Welt-Musik erwartet liegt mit seiner Einschätzung ziemlich daneben.
Stimmungsaufhellend wirkt lediglich die erste Nummer auf dem Album, „Revival“, allerdings nur solange man sich nicht das Video dazu ansieht, welches mit seinen teilweise furchteinflößenden Szenen eher negative Auswirkungen auf den Gemütszustand hat.
Nicht selten sind die Songs nämlich voller Wehmut, Trauer, Schmerz und Leid, laden zum gepflegten schlecht Fühlen ein, ein passender Soundtrack zu einem verregneten Sonntag der zu Ende geht.
Auf allen Songs (ausgenommen Instumentals) stellt Mark Lanegan, ehemaliger Frontman der „Sreeming Trees“ und Gastsänger bei den „Queens of the Stone-Age“, seine wundervolle Reibeisenstimme zur Verfügung und wird bei Zeiten auch von alten Bekannten wie Will Oldham (alias Bonnie „Prince“ Billy) oder Jimi Goodwin (Doves) unterstützt. Die beiden Sängerinnen Lena Palmer und Wendy Rose vom „London Community Gospel Choir“, die unter Anderem schon auf Nick Cave’s Album „Abattoir Blues / The Lyre of Orpheus“ zu hören waren, verleihen den Songs mit Kirchenlied- Charakter den letzten Schliff.
Alles in Allem ein sehr gelungenes Album der Herren Rich Machin und Ian Glover, das besonders jenen ans Herz gelegt sei, die auch an Nick Cave oder „Antony and the Johnsons“ Gefallen finden.
Geschmacksrichtung: Edelbitterschokolade.
Stephan Offenbacher