26. Mai 2012 10:28 | |||||
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Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
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Sie war kaum minder begabt als ihr Bruder Felix Mendelssohn Bartholdy, aber als Frau durfte Fanny Mendelssohn (1805 bis 1847) auf Wunsch ihres Vaters ihre Kreativität nur im häuslichen Bereich pflegen, nicht aber in der Öffentlichkeit als Komponistin in Erscheinung treten. Dennoch wurden einige ihrer rund 400 Stücke gedruckt: Felix ließ sie unter seinem eigenen Namen in seinen "Liedern ohne Worte" erscheinen.
Als Frucht einer ein ganzes Jahr währenden Italienreise schrieb sie 1841 den großen, fünfzig Minuten dauernden Klavierzyklus "Das Jahr", eine Sammlung von zwölf Charakterstücken, denen sie einen Epilog folgen ließ. Hier zeigt sich Fanny Mendelssohn-Hensel, deren Ehemann Wilhelm die Reinschrift mit Vignetten verzierte, von ihrer besten Seite. Sie komponierte keine Programmmusik, sondern schuf sehr abwechslungsreiche Stimmungsbilder, die zwar bisweilen an den Bruder erinnern oder Johann Sebastian Bach ihre Reverenz erweisen, aber letztlich sehr eigenständig wirken.
Die bislang vor allem als Begleiterin ihrer berühmten Schwester, der Geigerin Baiba Skride, bekannte lettische Pianistin Lauma Skride (25) tritt mit dieser ersten Solo-CD ebenfalls aus dem Schatten. Sie musiziert souverän und selbstbewusst, agiert sensibel und poetisch und achtet doch stets mit Erfolg darauf, nicht in schwärmerische Träumerei zu verfallen.
Fanny Mendelssohn-Hensel: "Das Jahr". Lauma Skride (Klavier).
Sony Classical, 1 CD.
Ernst Naredi-Rainer