Kein Flash-Plugin vorhanden
Benutzername 
Passwort 
26. Mai 2012 10:29
Das Kultur-Weblog der Kleinen Zeitung
kultur-icon.jpg
Mitglied seit: 17.10.2006
 

Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs

Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.

Mit der Bitte um Ihr Verständnis,

Das Team von Kleine Zeitung Digital

Sie müssen sich anmelden, um diese Funktion ausführen zu können.
Album "Klassik"
Zurück 22/336 Mehr
Faszinierendes Hörabenteuer
von naredirainer am: 30.04.2007, 14:10 Uhr

Auf Anhieb in die dicht besetzte Spitze herausragender Beethoven-Interpretationen dringt Paavo Järvi mit seinen Einspielungen der dritten und achten Symphonie vor. Mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, an deren Spitze der estnische Dirigent 2004 Daniel Harding abgelöst hat, gelingt ihm ein fulminanter Auftakt zur Aufnahme aller Symphonien.

Spätestens seit Nikolaus Harnoncourts mit unzähligen Plattenpreisen überschütteten Grazer Live-Einspielung des gesamten Zyklus mit dem Chamber Orchestra of Europe gehören Beethovens Symphonien auch zum Repertoire der Kammerorchester. Die kleine Besetzung, die den Gegebenheiten zu Beethovens Zeit entspricht, nützt Järvi für eine Darstellung, die sich durch ein betont schlankes Klangbild, maximale Transparenz und ein Höchstmaß an Detailgenauigkeit auszeichnet. Auch bei der "Eroica" überwältigt er den Hörer nicht durch Kraft und Wucht, sondern durch seine ungemein penible Umsetzung der Partitur - bis hin zur von Harnoncourt übernommenen Einhaltung der Wiederholungsvorschriften, selbst beim Da capo des Menuetts der achten Symphonie.

Die mit minimalem Vibrato betont trocken musizierende Deutsche Kammerphilharmonie bewältigt virtuos jene rasanten Tempi, die Beethovens Metronomangaben vorgeben und in ihrer Aussagekraft lange angezweifelt wurden. Das Ergebnis, das bei den beiden ersten Sätzen der "Eroica" und dem mit ungewohnter Aggressivität und Dramatik aufgeladenen Kopfsatz der 8. Symphonie rekordverdächtig ausfällt, beweist aber deren Richtigkeit und Ausführbarkeit. Järvis Musizieren prägt ein vor Energie strotzender, vorwärts drängender Duktus, dem aber nie die Sorgfalt der Artikulation oder die penible Abstufung der Dynamik geopfert wird.

Auf die Erkenntnisse der historisch informierten Aufführungspraxis zurückgreifend, vermittelt Paavo Järvi eindringlich, wie kühn und modern Beethovens Partituren sind, die er mit ebenso großer Akribie wie Leidenschaft realisiert.

Auf die Fortsetzung dieses Zyklus darf man gespannt sein!

Ludwig van Beethoven: 3. und 8. Symphonie.
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Paavo Järvi.
RCA.

Ernst Naredi-Rainer

CD

Klassik

0 Kommentare   Kommentieren
User ist offline
Tags/Schlagwörter
beethoven   cd   classics   cpo   david   der   deutsche   film   franz   georg   grammophon   harmonia   händel   la   ludwig   mundi   orchestra   symphonie   virgin   von  
RSS Box
Zufallsbild
Sonnambula
Meine Alben
Meine Buchtipps

Christopher Hogwood
Georg Friedrich Händel.


Wolfgang A. Mozart, Klaus M. Brandauer
Brandauer liest Mozart. 2 CDs
Meine Musiktipps

Nikolaus Harnoncourt and Concentus Musicus Wien, Johann Sebastian Bach, Nikolaus Harnoncourt
Brandenburgische Konzerte 1-6


Zubin Mehta, Wp, Various
Neujahrskonzert 2007


Cecilia Bartoli, Wolfgang Amadeus Mozart
Mozart Arias


Cecilia Bartoli, Bryn Terfel, W.a. Mozart/Rossini/Donizetti, Myung-Whun Chung
Cecilia und Bryn: Duets


Terfel, Mackerras, Sco, Georg Friedrich Händel, Sir Charles Mackerras
Arien
Meine Filmtipps