26. Mai 2012 10:32 | |||||
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
Spannend wie ein Krimi und packend wie ein Drama liest sich die Geschichte von Friedrich Zawrel: Als verstoßenes und "erbbiologisch minderwertiges" Kind geriet er in die Fänge der Nationalsozialisten und wurde in die Euthanasieklinik am Spiegelgrund in Wien eingewiesen, wo er schreckliche Qualen durchleiden musste, im Gegensatz über 800 anderen Kindern aber überlebte. Völlig ohne Unterstützung und auch ohne Ausbildung, musste er sich als Gelegenheitsdieb über Wasser halten und wurde des öfteren eingesperrt. Als Gutachter saß er schließlich dem ehemaligen Naziarzt Heinrich Gross gegenüber, der für seine Verbrechen nicht büßen musste, sondern als viel beschäftigter Gerichtsgutachter Karriere machte. Gross ließ Zawrel als Zeugen seiner Nazi-Vergangenheit hinter Gittern verschwinden.
Im Film besucht der jetzt 77-Jährige gemeinsam mit Falter-Journalist Florian Klenk die früheren Tatorte und spricht mit Zeitzeugen. Und sie stoßen dabei vor allem auf eines: kollektive totale Demenz - niemand will etwas gesehen, gehört oder gewusst haben. Harte Kost, aber ein Dokument zur Zeitgeschichte, das man gar nicht hoch genug einschätzen kann. Oder, wie Zawrel bei der Graz-Premiere zufrieden auf die Frage antwortete, wer nach seinem Tod ein Stück dieser furchtbaren Geschichte erzählen könnte: "Das wird dann die DVD".