26. Mai 2012 10:32 | |||||
|
|
Mitglied seit: 17.10.2006
|
|||
Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
Ein guter Teil der Filmkritiker ist sich einig, dass Tarantino-Mündel Robert Rodriguez noch nie einen guten Film gemacht hat. Nun ja, dass muss er auch nicht - mit "From Dusk till dawn" oder "Sin City" hat er durchaus unterhaltsame Hommagen an den Schundfilm geschaffen, die das Zeug zum Kultfilm haben. Und sein neuestes Werk, der mit Tarantinos "Death Proof" das "Grind House"-Double Feature bildende "Planet Terror" ist auch einer von der Sorte.
Ein ominöses Gas macht aus fast allen, die damit in Berührung kommen, "Sickos", eine Art Zombies. In das Chaos geraten die gescheiterte Gogo-Tänzerin Cherry (gespielt von "Charmed"-Beauty Rose McGowan), ihr Ex-Freund Wray (Freddy Rodriguez, bekannt aus "Six Feet Under"), sowie die Ärztin Dakota Block (Marley Shelton, "Sin City"). Einige Zeit können sie sich in der Barbecue-Bar von JT (Jeff Fahey), dem Bruder des Sheriffs verbarrikadieren, bevor es auf einer Militärbasis (toller Cameo-Auftritt: Bruce Willis) zum blutigen Showdown kommt.
Mit großem Aufwand und modernster Technologie wurde in beiden Grindhouse-Filmen der anachronistische Effekt eines (auch technisch) kaputten 70er-Trashfilms erzeugt, wenn man allerdings gezwungen ist, sich den Film auf der Hightech-Leinwand eines Kettenkinos anzusehen, bleibt von diesem Effekt leider auch nur der gute Wille.
War Tarantinos "Death Proof" noch einigermaßen "brav" - schließlich beschränken sich die wirklich brutalen Sequenzen auf einige wenige Sekunden - greift sein Lieblingsschüler in die vollen: Mit Unmengen Kunstblut, fliegenden Gedärme, platzenden Eiterblasen, Explosionen und Schießereien ist "Planet Terror" bestimmt nichts für Zartbesaitete, wer allerdings seine Freude an der zweiten Hälfte von "From Dusk Till Dawn" hatte, wird hier voll bedient. Ziemlicher Müll, aber von der besten Sorte.
Grind House: Planet Terror. Regie: Robert Rodriguez. Mit: Rose McGowan, Freddy Rodríguez, Michael Biehn, Jeff Fahey, Josh Brolin. Infos und Spielzeiten auf kleinezeitung.at/kino
Nina Müller