26. Mai 2012 10:33 | |||||
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
"Wer soll der Typ denn sein, das ultimative Arschloch?" Als der Vietnam-Veteran Llewelyn Moss beim Jagen in der texanischen Wüste zufällig die Überreste eines gescheiterten Drogendeals findet - ein paar tote Männer und Hunde, eine Wagenladung Heroin und zwei Millionen Dollar in Scheinen -, ahnt er zwar, dass er sich Ärger einhandeln wird, aber nicht, mit wem er sich da anlegt. Da in der Tasche mit dem Geld ein Peilsender versteckt ist, kann seine Spur trotz aller Vorsicht ohne größere Schwierigkeiten verfolgt werden.
Auftragsmörder Anton Chigurh, furchterregend meisterhaft gespielt von Javier Bardem, ist der Inbegriff eines sadistischen Psychopathen, gegen den selbst Hannibal Lecter fast wie ein Lämmchen anmutet. Mit einem Bolzenschussgerät (!) bewaffnet, tötet er Leute auf der Straße nur zum Spaß, erschießt Tauben einfach so im Vorüberfahren und wirft Münzen, wenn es um Leben oder Sterben geht. So böse, dass er fast die Karikatur eines Psychos abgibt (vor allem mit seiner absurden Prinz-Eisenherz-Frisur), aber Bardem gibt eine großartige Performance ab und schafft es, haarscharf an diesem Grat vorbeizuspielen und sich als einer der ganz großen Killer im Kino zu verewigen.
Nach zwei eher mäßigen Ausflügen ins Comedy-Genre ("Ladykillers", "Ein (un)möglicher Härtefall") melden sich die Coen-Brüder wieder zurück, und zwar mit ihrem blutigsten Film. Es wird wenig gesprochen, aber wenn, dann sitzen die Sätze: "Wie gefährlich ist er denn?" - "Verglichen mit was? Mit der Beulenpest?" Irgendwo zwischen Western und Krimi mangelt es "No Country for old Men" nicht an Humor, der ist jedoch so rabenschwarz und knochentrocken, dass das Lachen dem Publikum im Halse stecken bleibt. Verglichen mit anderen Meisterwerken der Coen-Brüder wie Big Lebowsky und Fargo kann er vielleicht nicht ganz mithalten, was das Kultpotenzial angeht, handwerklich handelt es sich aber auf jeden Fall um ihr Meisterstück. Honoriert mit vier Oscars, zwei Golden Globes und vielen anderen Preisen.
No Country for Old Men. USA 2007. Regie: Joel und Ethan Coen, mit: Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin, Woody Harrelson, Kelly Macdonald, Garret Dillahunt. Infos und Spielzeiten auf kleinezeitung.at/kino
Nina Müller