10. Februar 2012 13:47 | |||||
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Das quellklare, bezaubernde Timbre von Nuria Rial passt perfekt zum lieblich-idyllischen Tonfall der "Neun Deutschen Arien" von Georg Friedrich Händel nach Texten aus der Gedichtsammlung "Irdisches Vergnügen in Gott" von Barthold Brockes, die in der Schönheit der Natur Gott erkennen und preisen.
Die katalanische Sopranistin, die heuer den "Echo Klassik"-Preis als "Nachwuchskünstlerin des Jahres" erhalten hat, singt diese fast liedhaften Arien mit wunderbarer Natürlichkeit, hinter der sich aber größte dynamische Sorgfalt, fein schattierte Farben und außerordentliche Sensibilität verbergen. Nicht zuletzt trägt die in Basel ausgebildete Künstlerin, die 2002 bei einer "styriarte"-Aufführung von Händels "La resurrezione" erstmals in Graz zu hören war, wo sie heuer mit Arien von Georg Friedrich Händel brillierte, die der Naturlyrik verpflichteten Texte vollkommen akzentfrei und außerordentlich wortdeutlich vor. Die Beweglichkeit ihrer schlanken Stimme stellt sie in den Trillern und Melismen vollkommen unaufdringlich unter Beweis.
Zur Seite steht Nuria Rial die Austrian Baroque Company, die sie unter Michael Oman äußerst farbig begleitet und mit der 1749 gedruckten Kammermusikfassung von Händels "Feuerwerksmusik" eine interessante Rarität beisteuert.
Georg Friedrich Händel: "Neun Deutsche Arien", HWV 202-210; Feuerwerksmusik, HWV 351.
Nuria Rial (Sopran), Austrian Baroque Company, Leitung: Michael Oman.
Deutsche harmonia mundi, 1 CD.
Ernst Naredi-Rainer