10. Februar 2012 14:25 | |||||
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Sein Projekt, die mit Opus-Ziffern versehenen Werkreihen Georg Friedrich Händels mit der Academy of Ancient Music für harmonia mundi einzuspielen, schließt deren Leiter Richard Egarr mit den Triosonaten op. 2 und op. 5 ab, jenen beiden Kammermusikzyklen, mit denen der Cembalist vor zwei Jahrzehnten als Mitglied des Ensembles London Baroque seine Aufnahmetätigkeit für harmonia mundi begonnen hatte.
Der Vergleich macht sicher: Richard Egarr musiziert jetzt etwas langsamer, aber noch souveräner und fantasievoller.Seine These, man könnte die dreizehn Stücke als Bühnenszenen interpretieren, stellt er gemeinsam mit seinen brillanten Kollegen mit ideal dosierter Theatralik unter Beweis. Allerdings in einem relativ strengen Rahmen, in dem jedes Detail zur Geltung kommt und die Harmonie der Kammermusikpartner in subtilen farblichen und dynamischen Nuancen reiche Früchte trägt. Spürbar wird eine große Freude am Musizieren und am beredten Dialog, der stets in eleganten Bahnen verläuft und auf klangliche Aggressivität verzichtet.
Georg Friedrich Händel: Trio-Sonaten op.2 und op. 5.
Academy of Ancient Music, Leitung: Richard Egarr.
Harmonia mundi, 2 CDs.
Ernst Naredi-Rainer