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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs

Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.

Mit der Bitte um Ihr Verständnis,

Das Team von Kleine Zeitung Digital

von lehnersigi am: 31.12.2008, 18:07 Uhr

ja, ich bin ein Läufer

ja, ich kann's auch schnell

ja, ich bin heute - am Silvestertag - gelaufen...

aber:  dieser Lauf hat im Lechwald stattgefunden, mit meinen Freunden, die mich seit vielen Kilometern und mehreren Jahren begleiten...  

warum ich das hier feststelle ? 

weil ein "Lehner Siegfried" mit der Startnummer 1231 und einer sensationellen Zeit  von 4:04 pro km beim Grazer Silvesterlauf den 54 Rang in der 10 km Wertung erreichte ... und das war ich nicht...   vielleicht schaff' ich das irgendwann einmal - und vielleicht sogar im kommenden Jahr -  weil meine 10km-Bestzeit habe ich vor Jahren beim Plabutschtunnellauf mit 4:11 pro Km fixiert und seither nicht verbessert...  

nun ja - bin ich zwar 4 Marathons heuer gelaufen - und erfreue mich guter Stimmung und Gesundheit ... nur beim Geld hapert's... aha! ... gibt's jemanden bei dem 's mit dem Geld net hapert ?

aber das gehörte gesagt und somit und hiermit richtiggestellt!

die Gratulation gehört Frau Mag. S.  Weber !

Liebe Sigrid:  für Dich eine Topzeit und persönliche Bestleistung! Gratuliere! Du hast ja eh selber gwusst, dass du's schaffst! (ich auch)!  -  glaub' an Dich! ...  weiter so!

und abschließend für heute und heuer:  auch eine herzliche, wenn auch mit ein bisschen Neid gespickte, Gratulation demjenigen, der gleich heißt wie ich und heute diese tolle Leistung gebracht hat!

graz    laufen
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von lehnersigi am: 29.12.2008, 14:13 Uhr

wie feiert man ?   wir feierten !

Der Jubilar war spürbar anwesend - weil er allen fehlt, die diese Feier mit ihrer Anwesenheit beehrten...     

...  auf 70 Bildern seines Konterfeis, die Maria als unsere Tischdekoration mitgebracht hat, war der Papa für alle sichtbar unter uns...  

... viel haben wir über ihn geredet und auf ihn angestossen ...   

Alles Gute... Papa ...  du fehlst uns...

 

 

 

 

kulinarix    papa    trauer
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von lehnersigi am: 17.12.2008, 20:07 Uhr

NEIN !   da Hirsch is nix auf da Pirsch - der is in der Pfanne ...

zumindest der restliche vom Filet...   weil die schönen Stückerl sind scho angerichtet - mit Schwammerlsauce und a bisserl Gemüse!

Es soll den geneigten Besucher bitte net stören, dass auch a gwisses Flascherl am linken Bildrand zu sehn is, weil des ghört einfach dazu...  die anderen Flascherl sieht ma ja eh nicht, den Junker vom Grabin, den Bordeaux vom letzten Marathon und den vitaminreichen Saft vom Bauernmarkt...

wichtig is ja das Filetstückerl - butterweich...   "edel sei der Hirsch - schmackhaft, gut und reichlich!"

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von lehnersigi am: 16.11.2008, 16:01 Uhr

Die drei Österreicher in NorthCalifornia, die beim Whiskeytown-Trail-Run 50 K exequo 15. wurden:  Tom G. & Nortsch L. & L.Sigi (v.r)

Mein erster UltraMarathon, dieser noch dazu als TrailRun... und ohne die kampferprobten Jungs an meiner Seite - da wär i wohl unter der Sonne Kaliforniens ausgtrocknet, oder an den Hängen der Berge um den Whiskeytownlake mit gezerrten oder gar zerrissenen Bändern (und da is net vom Stirnbandl die Rede) planlos herumgstolpert, vielleicht noch die zerschunden Knie, weil mehr als eine Sturzgefahr am Weg lauerte, wenn Bäche mehr als 25 mal durchquert  werden haben müssen, notdürftig im frischen  Quellwasser ausgwaschen - und die von Krämpfen geplagten Muskeln und Sehnen hätten's ohne Toms Notration-Tab mit NaCl wahrscheinli auch nicht bis ins Ziel gschafft.

Hätt' i - Tat i - War i ...   wir haben's überstanden!

A tolle Erfahrung, ohne die 100 - Meilen - Männer hätt' i die Idee wohl niemals ghabt mit mein Trainingsaufwand 50 Km im Gelände herumzuspringen.

die Streckenbeschreibung wär hier:  www.sweatrc.com/Whiskeytown_Trail_Runs

 leider gibt's (noch) keine fotos vom Veranstalter...  aber, im Ernst:  die Eindrücke kann ka Kamera nachbauen - des merkt ma sich, wenn ma's erlebt hat - und i merk's mir lang...

und jetzt, bereits an tag später sind sie da - die fotos vom Veranstalter (da sieht ma's wieder, wie weit ma mit meckern kommt)

...  und vielleicht kommen auch noch Bilder vom "Gadsch-hupfen" in den creeks und Bächen dieser selektiven Strecke...

laufen    usa
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von lehnersigi am: 13.08.2008, 09:39 Uhr

verfasst von Nortsch

= Dr.Nobert Leinfellner - ein Ultraläufer und mein Freund

----------------------------- 

 "Einige der groessten Leistungen auf dieser Welt stammen von Leuten, die nicht wussten, dass es unmoeglich war."

Doug Larson
----------------------------------
Schon im letzen Jahr haben Thomas (34, ein geborener Wiener) und ich uns entschlossen beim Tahoe Rim Trail 2008 100-Mile Rennen am 19. Juli, 2008 teilzunehmen.
Dieser Lauf findet alljaehrlich am Lake Tahoe statt und ist auch Ort der nationalen amerikanischen Meisterschaften der USATF (USA Track and Field).
http://www.tahoemtnmilers.org/trt50/
Um an diesem Rennen teilzunehmen, muss man sich qualifizieren, uns genuegte ein vorangehendes 50-Meilen Rennen unter 11 Stunden, ausserdem muss man mindestens 12 Stunden Freiwilligenarbeit leisten, wir haben das als Trail-Arbeit erledigt, so zB als Helfer bei einem Trail-Rennen in Kalifornien. Wir waren also angemeldet und es gab keinen Weg zurueck - wir wuerden antreten. Das Rennen geht exakt sogar ueber 102 Meilen  (163 km), so ist es in den Regeln definiert (siehe Kursskizze). Es ist erlaubt, einen sogenannten Sicherheits-Laeufer ("Safety Runner") mitzuhaben, der ab der halben Distanz hinter einem herlaeuft und so fuer Sicherheit wahrend der Nachtstunden sorgt. Darauf haben Thomas und ich aber verzichtet, wir wuerden es alleine laufen. Die einzige Hilfe kam von Gabi und den Kindern, die uns bei der Halbzeit und am Ende betreuten, und das war sehr wichtig und effektiv! Mehr dazu spaeter.
Lake Tahoe ist immer eine Reise wert und warum nicht ein langes Wochenende dort mit der Familie verbringen? Wir buchten unser Hotel in Carson City, Nevada von Donnerstag bis Montag, das wuerde uns erlauben, uns lange genug mental vorzubereiten. Wir hatten auch sogenannte "Drop-bags" gepackt, das sind eigene Taschen, die an den Hilfstationen ("Aid stations") entlang des Kurses hinterlegt werden duerfen.
Am Freitagnachmittag haben wir dann unsere Startnummern geholt, verbunden mit einem kurzen medizinischen Check - wir wurden gewogen und das initiale Startgewicht wurde penibel auf einem Armband mitgefuehrt - das sich veraendernde Gewicht ist schliesslich eines von mehreren Indizien, wie gut es einem geht. Verliert man zuviel Gewicht, heisst es, dass man Wasser verliert und damit wertvolle Salze im Koerper. Unser Startgewicht war: Norbert 202 pounds (91.7 kg), Thomas 153 pounds (69.5 kg).
Samstag, 19. Juli war es dann soweit. Nach einer kurzen Nacht wartete ein Bus um 3:30 auf uns, der uns zum Startgelaende am Spooner Lake fuehrte. Thomas und ich entschlossen uns den zweiten der beiden Busse zu nehmen - und der war voellig leer!
Puenktlich um 5 Uhr morgens startete das Rennen und es war noch dunkel, als wir uns zusammen mit 111 Laeufern den ersten Berg hinaufquaelten. Nach zwanzig Minuten ging die Sonne auf und zeigte uns die ganze Schoenheit des Kurses - wir waren genau ueber Lake Tahoe!
Der Pfad war steil und schwierig, staubig und schmal. Es war nie wirklich flach, es ging entweder hinauf und herunter, im Ganzen wuerden es mehr als 6600 Meter Steigung werden und ca. 30 Stunden Laufen. Daran dachten wir jetzt noch nicht, alles was wir wollten, war ein lockerer Anfang und das schnelle Erreichen der ersten beiden Aid Stations: Hobart und Tunnel Creek. Viele Photos sind auf diesen ersten 20km entstanden, mit klarem Kopf und guter Dinge.
Nach ca. 20 Kilometern begann der beruechtigte "Red House Loop", eine schwierige 10km lange Schleife (mit einer kumulierten Steigung von 700 Metern), die an ihrem tiefsten Punkt etwa 2200 Meter ueber dem Meerespiegel lag und am sogenannten Red House vorbeifuehrte, ein mittlerweile verlassenes Waerterhaus, das in den zwanziger Jahren den Flossfahrern Unterschlupf bietete. Wir wuerden diese Schleife zweimal im Rennen machen, das erste Mal jetzt um ca. 8 Uhr morgens, das zweite Mal mitten in der Nacht! 
Wahrend des ganzen Rennens traellerte ich den Hit der Tahoe Rim Trail DVD, die wir so oft schauten und analysierten:
Ein wunderschoenes Lied - hoert euch das an!
Wir rannten weiter und erreichten nach km 41 den Umkehrpunkt "Mount Rose". Den ersten der 4 Marathons hatten wir geschafft. Beim Zuruecklaufen sahen wir all jene Laeufer, die hinter uns waren und uns jetzt entgegenkamen. Es war heiss und trocken, ca. 30 Grad nach unserer Schaetzung. Die Aussicht auf den Lake Tahoe war wunderschoen und veranlasste uns, mehrmals stehenzubleiben, auf Felsen zu klettern und fuer ein Photo zu posieren. Wir hatten viel Spass! Thomas zeichnete auch einige Videos von ihm selbst auf, quasi als Tondokumente fuer seinen aktuellen Zustand. Auf Picasa sind diese Videos zu sehen!
Zurueck an der Tunnel Creek Aid Station begannen wir den moerderischen Teil zurueck nach Hobart, es ging steil bergauf und die Hitze war nur noch einigermassen ertraeglich. Endlich, bei km 64 erreichten wir Hobart. Zuvor wurde ich noch gewogen und man stellte ein Untergewicht von mehr als 3kg fest, das zu einigen Diskussionen fuehrte - ich konnte schliesslich den freiwilligen Helfern versichern es gehe mir gut und sie liessen mich ziehen. Ich musste mehr trinken! Thomas war eigentlich immer "schwer genug" und hatte nie Probleme bei den Pruefungen.
Jetzt, nach Hobart wuerden wir den naechsten Anstieg in Angriff nehmen: Snow Valley Peak, bei fast 3000 Metern ueber Meeresspiegel - ich konnte die Hoehe klar spueren (der Puls raste!) und unser einziges Ziel war es, so schnell wie moeglich wieder runter zu laufen. Thomas fuehrte uns an und war auch schneller als ich wieder "unten", bei noch immerhin 2300 Metern und bald waren wir wieder bei Start/Ziel angelangt - km 82 und Gabi und die Kinder warteten schon.
Halbzeit: Es war 6 Uhr 15 abends und Gabi war bereit: Nach dem medizinischem Check (mein Gewicht war diesmal in Ordnung, 201 Pfund) gingen wir rueber in unsere ganz private "Boxenstrasse". Gabi hatte einen enormen Aufwand getrieben, um es fuer uns gemuetlich zu machen: Stuehle mit oesterreichischer Beflaggung, Decke und Wasserbottiche, sodass wir uns bequem reinigen und umziehen konnten und auch noch ein Haeppchen essen. Beinahe waere es zu gemuetlich geworden und zum Glueck draengte Thomas auf die Weiterreise. Nach gut 45 Minuten waren wir komplett neu angezogen, ausgeruestet mit dem "Nachtzeug" wie Stirnlampe, warmer Jacke und frischer Laufkleidung. Gabi hat perfekte Arbeit geleistet und so gingen wir auf unsere zweite finale Schleife raus - es war 7 Uhr abends. 
Waehrend des Rausgehens aus dem Start/Ziel-Bereich habe ich noch ein paar Sandwiches runtergewuergt, als wir auf ein weiteres "Hindernis" stiessen: Tausende von Moskitos schwaermten ueber uns - gottseidank waren wir auch darauf vorbereitet und Gabi hatte uns noch waehrend des "Pitstops" mit Gelsenspray "eingenebelt".
Die Sonne ging langsam unter, es war noch immer sehr warm, aber wir wussten, die Bedingungen wuerden sich bald verschlechtern.
Unsere Strategie war klar: Wir konnten nicht einfach so schnell laufen wie untertags und so nahmen wir uns vor, bergauf und bergab so schnell zu "hiken" wie moeglich, "powerhiken" nennt man das. Nur wenn es technisch machbar war, wuerden wir laufen und wir haben uns daran bis ins Ziel gehalten.
Die naechsten 8-10 km scheinten laenger zu sein als beim ersten Mal, und doch hatten wir bald wieder Hobart erreicht, zum 3. Mal. Mittlerweile war es komplett dunkel und wir schalteten unsere Stirnlampen ein, noch bevor wir in die Station einliefen.
Weiter gings, zunaechst bergauf ueber den Marlette Peak und danach bergab, runter zur Tunnel Creek Aid Station, als es ploetzlich zu regnen begann! Ich hoffte und betete, dass es nicht zu lange dauert, denn Regen kann ein schlimmer Feind sein, speziell in der Nacht. Meine Gebete wurden erhoert und wir kamen relativ trocken und gutgelaunt in Tunnel Creek an. 
Die zweite "Red House" Schleife war einfacher als gedacht: Durch die Steilheit der Strecke wurde man automatisch gebremst, es war also halb so gefaehrlich wie befuerchtet. Thomas war bereits ausser Sichtweite, als ich gegen Mitternacht das Red House erreichte. Der Mann an der Aid Station war super freundlich und hat mir alle Arten an Essen und Trinken angeboten. Ich war mit einem Energy-Gel zufrieden, bedankte mich und ging weiter. Auf dem Weg hinaus rief er mir noch hinterher, dass ich gut in der Zeit waere und ich gut auf mich aufpassen sollte. Ich versicherte ihm, dass ich es nicht uebertreiben wuerde und der Powerhike zurueck nach Tunnel Creek begann.
Ich erreichte Tunnel Creek um ca. 2 Uhr morgens. Eine gemeine Blase hatte sich an meinem linken Fuss gebildet und ich bat um Hilfe. Eine nette Frau ("Blister Lady" genannt!) nahm sich meiner an und klebte die Blase ab so gut es ging, es war nicht notwendig sie zu oeffnen.
Die Tunnel Creek Aid Station liegt bei ca. 2600 m ueber Meeresspiegel, man passiert sie sechs Mal waehrend des Rennens und es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Laeufer sich dort abmelden und aus dem Rennen aussteigen, sei es wegen Verletzungen, wegen Erschoepfung oder anderer koerperlicher Probleme. Ein richtiges Gruselkabinett bei Nacht - ich musste da so schnell wie moeglich wieder weg. Von Thomas keine Spur mehr.
Was ich am meisten fuerchtete, lag vor mir: Der lange Weg zum Umkehrpunkt bei Mt. Rose bei km 122. Es war kalt, es war dunkel und ich war allein. Gelegentlich sah ich Laeufer (die schnelleren) entgegenkommen, ich sah ihnen die Erschoepfung an - viele wuerden spaeter noch ausfallen. Ich konzentrierte mich auf meine Geschwindigkeit, besann mich auf meine Strategie und erreichte schliesslich Mt. Rose um ca. 4 Uhr morgens. Kurz davor begegnete ich Thomas, der gerade wieder zuruecklief. Wir tauschten kurz den Status aus und versicherten einander, es gehe uns gut.
Die Helfer bei Mt. Rose waren sehr freundlich und gaben mir sogar ein Stueck Pizza aus ihren privaten Vorraeten. Kalorien wuerden mir helfen, nach Hause zu kommen, und so nahm ich dankbar an. Eiskalte Pizza um 4 Uhr frueh - es gab nichts, was ich mir mehr wuenschen koennte zu diesem Zeitpunkt.
Auch hier: Viele gestrandete Laeufer, fertig mit dem Lauf, aus, vorbei. Ich musste so schnell wie moeglich weg, zurueck zu Tunnel Creek. Ich bedankte mich und beeilte mich - noch eine Stunde bis Sonnenaufgang.
Es war 5 Uhr morgens, noch dunkel und ich war jetzt 24 Stunden gelaufen. Ich war nicht wirklich muede, und doch fielen mir ploetzlich die Augen zu und es bereitete mir extreme Muehe, sie offenzuhalten. Dazu kam ein unermessliches Verlangen mich hinzulegen und "nur" 5 Minten zu schlafen. Gottseidank war ich konzentriert genug und habe es nicht gemacht, wer weiss was passiert waere, haette ich mich hingelegt, bei wenigen Plusgraden, wilden Tieren da draussen und noch mehr als dreissig Kilometer vom Ziel entfernt. Ich entschloss mich, ein "NoDoz" zu schlucken, das ist eine Tablette mit 200mg Koffein (so viel wie 2 Tassen Kaffee). Zwanzig Minuten spaeter ging die Sonne auf und zwar buchstaeblich: Meine innere Uhr half mir, neue Kraefte zu sammeln und ich war ploetzlich wieder voll fit. Nur schnell weiter, jetzt keine Zeit mehr verlieren.
Endlich, so um 7 Uhr erreichte ich Tunnel Creek. Ich versuchte, mich nach dem medical check kurz zu halten und nach einem Kaffee (der gar nicht mal so gut schmeckte) war ich wieder weg, der Rest des Essens dort schaute nicht appetitlich genug aus. Naechster Halt: Hobart Aid Station bei km 144 - und wie ihr oben lesen konntet, war da ein riesiger Berg dazwischen - ich nahm auch diese Huerde besonnen und mit Disziplin - die Hobart Helfer begruessten mich ueberschwenglich und gratulierten mir zu meiner Leistung - viele waren schon ausgeschieden.
Nur noch weniger als 20 Kilometer und nur noch eine letzte Steigung dazwischen - der Hike ueber den Snow Valley Peak! Alles in meinem Koerper verlangte nach einem Stehenbleiben, ich war aufgerieben zwischen den Beinen und anderen Koerperteilen und neue Blasen an den Fuessen machten sich bemerkbar. In meinem Kopf gab es nur einen Gedanken: Weiter!
Das allerletzte Mal rauf auf den hoechsten Punkt der Strecke, das Licht war diesmal anders (es war vormittags statt nachmittags) und ich weiss nicht warum, aber ich genoss jeden Meter. Ich traf ein Paar junger Wanderer und sie laechelten mir entgegen, als ob sie wuessten, dass ich es schaffen konnte. Weit vor mir sah ich einen anderen Laeufer - am Ende wuerde er weniger als 10 Sekunden vor mir im Ziel sein. Aber ich uebertrieb es nicht, blieb besonnen und ging hoeher, Meter fuer Meter.
Geschafft: Snow Valley Peak. Eine Pfadfindergrupper hatte "Schicht" und versuchte mir allerlei schmackhaft zu machen, inklusive eine Flasche Sauerstoff. Ich dachte ans Ziel und wollte weg, bedankte mich und sprach hohes Lob aus - diese Station, verankert im Sturm eines 3000-Meter hohen Gipfels ist tatsaechlich dem Himmel am naechsten.
Die letzten zehn Kilometer waren nicht einfach. Zum einen war ich jetzt sicher, dass ich es fertig machen konnte, zum anderen aber schmerzte jeder Schritt. Die Emotionen schaukelten sich hoch. Ich lachte und weinte zugleich. Ich nahm Ibuprofen gegen den Schmerz, aber es gab nichts gegen die ueberschwaengliche Euphorie. Nur jetzt keinen Fehler machen.
Und ich lief weiter.
Die letzte "Mini-Aid Station" bei km 159 war nur noch fuer's Protokoll - man schrie mir schon von weitem entgegen, ob ich was brauche - ich deutete nein, konnte nicht reden, es ging bergab und man deutete mir die Richtung zum Ziel, ein scharfer Rechtsschwenk und die letzten 2.5 km am See (Spooner Lake) entlang.
Und dann sah ich sie - die Ziellinie - das Finish-Zelt war die hoechste Erhebung auf dieser doch recht breiten Strasse, ein Forstweg. Und ich sah die Kinder mit ihren Fahnen, wie sie mir entgegenliefen. Florian gab mir eine und gemeinsam liefen wir die letzten Meter.
Ich lief ueber 163 Kilometer. Ich sah den Sonnenaufgang zweimal, ich sah den Sonnenuntergang, ich sah Freud und Leid, ging durch Himmel und Hoelle und zuletzt zaehlte nur eines: Ich war gesund zuhause.
Nach 30 Stunden 41 Minuten und 7 Sekunden durfte ich mich hinsetzen.
Thomas war schon ueber eine Stunde vor mir fertig geworden! Na, wenigstens konnte er so das Bild von mir und uns machen!
Am Nachmittag holten wir uns dann unsere Trophaee ab - eine personalisierte Guertelschnalle mit einer Silbermuenze und eingravierter Finisherzeit.
Es stellte sich heraus, dass nur 57% (64 Laeufer) das Rennen beenden konnten.
Wir hatten es geschafft, jedoch nicht ohne die Hilfe unserer besten Crew aller Zeiten: Gabi, Florian und Carina, die auch waehrend der letzten Monate geduldig mein Training miterlebt hatten, unter Verzicht vieler gemeinsamer Stunden, wenn ich alleine laufen war.
Niemals haette ich es ohne sie geschafft und eigentlich waren sie meine wahren "Safety Runners".
Norbert
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von lehnersigi am: 20.03.2008, 13:42 Uhr

also die Zeit zwischen dem, auf den Faschingdienstag folgenden Aschermittwoch (Heringschmaus), und dem fastentechnisch allerwichtigsten Feiertag der röm-kath.Kirche, dem Karfreitag (do is jo vorher der heutige Gründonnerstag no vergleichsweise harmlos), also diese Zeit ghört irgendwie kulinarisch verbrungen...  d.h.  Gemüse, Fisch, und, so, weiter, und, so, fort...

Fallbeispiele:           Der Aschermittwoch - Heringschmaus war diesmal nicht ausschließlich von Austern geprägt - i sog nur:  

         Sashimi zum Einisetzen - Shrimps zum Hinknieen - Fischsuppen zum Baden drin usw...

 natürlich is in der ganzen Zeit auch strenges Alkoholverbot und Rauchen tu ma auch nix

(...  naja, des Lügen sollt' ma sich halt dann irgendwann abgwöhnen)

Vorschläge sind auch:  des Kindergartenessen "Spinat mit Reis" vielleicht in einer ausgefeilteren Version, Brennesselspinat mit Wiesenkräutern - als Cremespinat mit dem Pürierstab oder so... dazu könnt ma den Reis mit Lauch und/oder Brokkoli  kochen; 

außerdem sind Röstkartofferl und Spiegeleier ganz gut zum Spinat. 

Alternativen sind vielleicht noch gebratene Riesengarnelen – auf dem oben beschriebenen Reis mit Ruccolagarnierung

Die Forellen seien nur der guten Ordnung halber erwähnt,       Tagliatelle mit Lachs zeig' ich sogar her:

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