26. Mai 2012 14:11 | |||||
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Die Unterhaltungselektronik-Branche atmet auf.
Das Gröbste scheint überstanden. Schon das Weihnachtsgeschäft verlief für viele Hersteller besser als erwartet. Und die Konsumlaune der Verbraucher hielt dank neuer Entwicklungen auch nach dem
Weihnachtsgeschäft an. Auch auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas ist von Krise nicht mehr viel zu spüren. Sowohl Besucher als auch Aussteller der größten US-Messe für Unterhaltungselektronik schwelgen nach einem schwarzen Jahr in Optimismus.
Neue Entwicklungen wie Internet-fähige TV-Geräte, neue Funktionen für Unterhaltung und Kommunikation und vor allem das 3D-Fernsehen machen es möglich. "Es ist Licht am Ende des Tunnels, und es ist das
strahlende Licht der Innovationen", sagte Gary Shapiro, Chef des
US-Branchenverbands CEA. Nach Angaben des Verbands hat die Messe über
20.000 neue Entwicklungen präsentiert - so viele wie noch nie zuvor.
Der Schrecken der Krisenjahre 2008 und 2009 steckt der Branche
noch tief in den Knochen. Auch die erfolgsverwöhnten Hersteller von
TV-Geräten waren von der Rezession erfasst worden. "Niemand wünscht sich das Jahr 2009 zurück", sagte Shapiro. Im laufenden Jahr soll das Umsatzwachstum nun endlich wieder anziehen. Der größte Hoffnungsträger ist dabei mit Abstand das neue dreidimensionale Fernsehen. Schließlich ist der Fernsehmarkt für rund 60 Prozent der Umsätze in der Consumer-Electronic-Branche verantwortlich.
Der Fernseher ist heute nicht nur das Zentrum der Unterhaltung,
sondern auch die Zentrale für Kommunikation", betonte Skype-Chef Josh Silverman. Skype bringt seinen Internettelefonie-Dienst nun auch auf Fernsehgeräte von Panasonic und LG. Mit der rasanten Metamorphose des guten alten Fernsehers in einen Hochleistungsrechner und Kommunikationszentrale behaupten sich die Unterhaltungselektronik- Hersteller zugleich im Mittelpunkt der Wohnzimmer. Die jahrelangen Versuche der IT-Industrie, stattdessen den PC ins Zentrum der
Unterhaltung zu setzen, bleiben damit weitgehend erfolglos.
"Dafür haben wir zu viel Erfahrung, als dass wir uns verdrängen
lassen", sagte Hansen. Der Computer- und iPhone-Hersteller Apple habe eigentlich als einziges Unternehmen aus der IT-Industrie das Zeug gehabt, jemals eine Bedrohung darzustellen, sagte Hansen - "zum Glück aber erst sehr spät".
Renate Grimming/dpa