26. Mai 2012 14:13 | |||||
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Mitglied seit: 13.10.2006
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
Mindestens ein Jahr lang habe ich mich erfolgreich dagegen
gewehrt, mich bei irgendeinem der neu aufblühenden Social-Networks anzumelden. Facebook, Hi5, Xing, StudiVZ und wie sie alle heißen lockten mich einfach nicht. Auch als rund um mich alle schon wild "gruschelten" und erzählten, wen man im Internet alles wiedergetroffen habe, fragte ich mich höchstens, warum mich dieses Fieber so gar nicht anzustecken vermag. Wenn ich mit meinen Freunden reden will, rufe ich an oder schreibe ein Mail.
Ganz ehrlich: Menschen, die ich erst nach Jahren zufällig wiedertreffe, können ja so interessant nicht gewesen sein, sonst hätte man sich nicht aus den Augen verloren, oder? Aber so einfach ist das eben nicht. Soziale Netzwerke im Internet kann man zwar für sich selbst ablehnen, aber ignorieren lassen sie sich einfach nicht mehr. Dazu sind sie viel zu schnell zum Massenphänomen im Massenmedium geworden.
So nutzen zum Beispiel mehr als 50 Prozent der 4,6 Millionen Menschen ihre Seite bei StudiVZ täglich. Schüler und Studenten verabreden sich dort, um zu tratschen und Networking zu betreiben. Und das erklärt gleich einen Teil des Erfolgs: Diese Zielgruppe hat noch alle Zeit der Welt. Zu Studienzeiten habe ich auch gerne Tage und Nächte in Kaffeehaus & Co verbracht, nur um Freunde um mich zu haben. Doch als arbeitende Bevölkerung ist man dankbar, wenn sich neben dem Job und anderen Verpflichtungen noch ausgeht, seine echten Freunde nicht zu vernachlässigen. Daher also stundenlang vor dem PC sitzen und massenhaft neue Leute kennen lernen? Vielen Dank, aber dafür ist meine freie Zeit wirklich zu rar.
Nichtsdestotrotz bin ich in der "Falle" gelandet, die Massenphänomene häufig eben so mit sich bringen: Letztens saß ich mit einer Freundin im Kaffeehaus (ja, die gute, antique Art, sich zu treffen) und wir plauderten über unsere Urlaube. Ich fragt sie nach Fotos und als ich heimkam, war auch schon eine Einladung zu ihrem StudiVZ-Profil in meiner Mailbox. Und weil die Macher dieser digitalen Netzwerke nicht ungeschickt sind, ist es nur möglich, sich
Profile anderer User anzusehen, wenn man sich selbst anmeldet.
Ein kurzes Zögern, innerlicher Protest, dann die Anmeldung - das war's. Und drei Minuten später schon das nächste Mail: Ein Freund hat dich bei StudiVZ entdeckt und möchte mit dir plaudern - huch!! Wie komm ich hier möglichst schnell wieder unentdeckt raus? Schnell die Fotos durchschauen und wieder abmelden, bevor noch eine Kommunikationslawine über mich hereinbricht ... oder meine Daten für Dinge verwendet werden, auf die ich noch weniger Lust habe. Aber dazu das nächste Mal ...
Nora Kanzler