26. Mai 2012 14:13 | |||||
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Mitglied seit: 13.10.2006
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
Man kennt das Gejammer der Plattenindustrie: Mit Musik ist kein Geld mehr zu verdienen - oder zumindest ist das Geschäft stark rückläufig. Schuld daran ist das Internet mit seinen Downloadmöglichkeiten. Alle klauen Musik, niemand ist mehr bereit, etwas dafür zu zahlen, so die im ersten Moment logisch klingende Erklärung.
Doch es ist in diesem Geschäft wie in vielen anderen auch in den letzten Jahrhunderten: Neue Entwicklungen machen neue Geschäftskonzepte notwendig. Die Erfindung der Eisenbahn, die Industrialisierung, die Globalisierung ... sie alle brachten starken Anpassungsbedarf mit sich. Und nun gibt es da also das Internet und seine neuen Möglichkeiten.
Während die Kunden schnell herausgefunden haben, wie
sie das Netz für ihre Bedürfnisse nutzen können, hadert die Musikindustrie seit 10 Jahren mit sich. Wenn Apple nicht vorgeprescht wäre und Downloads legal gemacht hätte, würden heute noch alle erstarrt auf die Tauschbörsen starren und versuchen, der Sache mit Klagen Herr zu werden.
Dabei lautet das nun gar nicht mehr so neue Motto längst "Musik 2.0". Dieser Begriff basiert auf Web 2.0 und seinen Communities
wie Myspace & Co, wo Musik im Internet angehört, zum Download angeboten, aber auch die Fans betreut werden können. Denn was der Musikindustrie in ihrem Schreck offenbar entgangen ist: Das Netz ist mittlerweile DER Ort, wo sich Musikfreunde informieren und auf neue Musik stoßen.
Und - zugegebenermaßen für die Industrie eigentlich lästig - dafür für Künstler umso besser: Auch Musiker ohne die Unterstützung eines Majorlabels haben heute die Chance, einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erlangen. Hier kann man sich ohne große Kosten eine Fangemeinde aufbauen, ein Künstler kann mit seinen Fans tatsächlich kommunizieren, sie mit Appetithappen wie einem kostenlosen Track immer wieder auf sich aufmerksam machen und sich mittelfristig einen großen Kreis an Unterstützern aufbauen, der dann auch Geld für Musik, Fanartikel und Konzerte ausgibt.
Gerd Leonhard, Medienexperte und Berater von Sony BMG, hat
diesem Thema nun ein ganzes Buch gewidmet. Er geht darin sogar so weit, dass er meint, man werde in Zukunft an die Musikversorgung wie an die Wasserleitung angeschlossen und anstatt sich Kopien von Stücken anzuschaffen, könne man jederzeit auf alles zugreifen - gratis. Vermarktet würde alles, was bisher Nebengeschäft war. Wie eben der Kontakt des Hörers zum Künstler direkt - "Musik 2.0". Und so heißt auch das Buch, das ganz der Philosophie entsprechend gratis im Netz heruntergeladen werden kann.