26. Mai 2012 14:13 | |||||
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Mitglied seit: 13.10.2006
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
Die EURO beehrt Österreich, alles erstrahlt in Rot-Weiß-Rot und das
Lieblingsgerät des Europäers ist wohl zurzeit der Fernseher. Was liegt also näher als an dieser Stelle einmal das Thema TV zu streifen. Es kommt hier aufgrund seiner wenig aufregenden Entwicklungen in letzter Zeit (außer man betrachtet das nur allzu müde Anlaufen von HD-TV als großen Schritt) ohnehin wenig vor.
Zuletzt ist also die Schreiberin dieser Zeilen immer wieder bei Pro7 hängen geblieben, denn eines muss man dem Sender mit Hauptzielgruppe 14 bis 29-Jährige (wer hat die eigentlich heutzutage nicht, fragt sich eine Überdreißigerin, aber egal, man fühlt sich ja sein Leben lang wie 29, oder?) lassen: Er hat am meisten Innovation und Ideen, wenn es um reine Unterhaltung geht. Einen Großteil davon verdankt man dem Glücksgriff Stefan Raab.
Aber genau der Erfolg lässt Pro7 offenbar manchmal vergessen, dass es Menschen gibt, die nicht bereit sind, Werbung als Hauptprogramm hinzunehmen. Herrschte vor ein paar Jahren noch Unmut darüber, wenn ein Film alle 20 Minuten von einem 7-minütigen Werbeblock unterbrochen wurde, sind Spiele wie "Schlag den Raab" oder "Autoball" mittlerweile derartig überbucht, dass die Werbe-Verkäufer offenbar nicht mehr wissen, wohin mit ihren Kunden.
So wird auch noch
zusätzlich zu den laaangen Werbepausen IN der Sendung fleißig geworben - nicht nur Autos verlost, sondern da werden Balken über das Geschehen gezogen, "nur" 24 Sekunden Werbung dazwischen geschaltet und jedes Team bei diesen Spielen ist natürlich auch gesponsert. Unglaublich, wieviel Geld hier verdient wird.
Der Gipfel aber war das Finale von "Germany's Next Topmodel" ... Bereits nach den ersten 5 Sendeminuten kam der erste Werbeblock. Länge? 11 Minuten! Dann aufatmen - es geht weiter. Nach 10
Minuten Sendung ... Werbung! Länge? 11 Minuten! Zufällig lief nämlich zeitgleich ein Fußball-Spiel auf einem anderen Sender, was die exakte Minuten-auswertung ganz ohne Blick auf die Uhr möglich machte.
Wieso ist man also bei EURO-Übertragungen noch nicht auf den kompletten Vermarktungszug aufgesprungen? Nur diese lausige Bandenwerbung und ein paar Sponsoren? Dabei saßen allein beim Spiel Österreich gegen Deutschland 2,2 Millionen nur vor den heimischen TV-Geräten. Da wär doch noch etwas drin? Abwarten - die nächste WM kommt bestimmt ... vielleicht mit neuen, auf Werbung abgestimmten Regeln. Die Spieler könnten dann zwischendurch durchschnaufen und die Fans vorm Fernseher alle 10 Minuten eine Klopause machen - für Fußballfans ideal, denn Bier rinnt ohnehin zu schnell durch. Nur: Wer sieht dann die Werbung?
Nora Kanzler