26. Mai 2012 14:15 | |||||
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Mitglied seit: 13.10.2006
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Liebe Userinnen und User! Wichtige Informationen zu den Meine-Kleine-Weblogs
Herzlichen Dank, dass Sie unser Weblog-Service in den vergangenen Jahren intensiv und hoffentlich zu Ihrer Zufriedenheit genutzt haben. Leider ist es uns nicht länger möglich dieses Angebot technisch mängelfrei zur Verfügung zu stellen, weswegen wir auch auf eine Wartung der bereits bestehenden Blogs und Statistiken verzichten müssen. Wir hoffen, Ihnen in absehbarer Zeit eine attraktive Alternative in diesem Bereich anbieten zu können.
Mit der Bitte um Ihr Verständnis,
Das Team von Kleine Zeitung Digital
Gerade erst hat der Skype-Präsident Zensur und andere Verstöße
gegen die Privatsphäre seiner User in China einräumen müssen. Das Unternehmen, mit dessen Programm man gratis über Internet telefonieren und auch chatten kann, musste eingestehen, dass es nicht wusste, dass sein Partnerunternehmen in China Mitteilungen mit vermeintlich heiklen politischen Inhalten auf Servern speichert.
Und nicht nur das: Chinas Zensurbehörde hat Zugang zu diesen Inhalten und kann im Ernstfall herausfinden, wer im privaten Gespräch Regimefeindliches von sich gibt. Diese Vorgangsweise ist in China ja nicht neu, aber durch die weltweite Verbreitung von Skype könnten da theoretisch auch Menschen zum Handkuss kommen, die mit Chinas Politik eigentlich nichts am Hut haben.
Was trifft es mich?, wird sich der geneigte Leser nun vielleicht
fragen. Nun ja, MICH könnte es treffen. Ich habe einen Bekannten, der in China lebt - auch zur Zeit der olympischen Spiele war er schon dort. Und natürlich haben wir uns aus diesem Anlass via Skype auch über die Zensur und andere kolportierte Übergriffe von Chinas Behörden unterhalten. Nun höre ich, dass Begriffe wie "kommunistische Partei" und "Tibet" gefiltert wurden. Soweit so ungefährlich ... Die habe ich sicher nicht erwähnt. Das Wort "Demokratie" allerdings schon viel eher. Auch dieser Begriff ist nämlich ein gefährliches Wort für Chinas Regierung.
Skype musste sich wie alle Kommunikationsdienstleister in China verpflichten, sich an die staatlichen Regeln zu halten und Wörter, die
Chinas Behörden als "anstößig" betrachten, zu überwachen und zu blocken. Nun musste man eingestehen, dass auch Skype-Nutzer aus anderen Ländern dieser Kontrolle zum Opfer gefallen sind. Aber nur, - und nun zeigt sich wieder, dass es sich auszahlt, das Kleingedruckte zu lesen - wenn sie die chinesische Skype-Version auf ihrem Rechner haben oder mit einem der rund 70 Millionen Nutzer der TOM-Skype genannten Version kommunizieren.
Die Standard-Software von Skype ist laut Skype-Präsident nämlich "absolut sicher und privat". Da frage ich mich nur noch: Warum hat IRGENDJEMAND in China noch die TOM-Software auf seinem Rechner, wenn es so leicht wäre, der Zensur zu entkommen?
Nora Kanzler